Im Jahr 2011
Weniger Umsatz für Dätwyler
publiziert: Freitag, 27. Jan 2012 / 08:49 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Jan 2012 / 13:35 Uhr
Der Industriekonzern Dätwyler hat im vergangenen Jahr den starken Franken zu spüren bekommen.
Der Industriekonzern Dätwyler hat im vergangenen Jahr den starken Franken zu spüren bekommen.

Altdorf - Der Urner Industriekonzern Dätwyler hat im vergangenen Jahr den starken Franken zu spüren bekommen. Wegen des negativen Einflusses des Wechselkurses sank der Umsatz um 2,2 Prozent auf 1,29 Mrd. Franken.

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Bei unveränderten Wechselkursen erarbeitete die Gruppe indes ein organisches Umsatzwachstum von 5,4 Prozent, wie Dätwyler am Freitag mitteilte. Die Frankenstärke kostete das Unternehmen 100,6 Mio. Franken an Umsatz.

Dank der Umsetzung der Nischenstrategie hätten aber alle vier Konzernbereiche eine robuste Nachfrage generiert, schreibt Dätwyler. Allerdings herrschte grosse Unsicherheit auf den Märkten wegen der europäischen Schuldenkrise.

Die saisonale Entwicklung der Nachfrage ergab für Dätwyler keinen einheitlichen Trend. Bei den Pharmazeutischen Verpackungen und der Gummisparte (Sealing Technologies) verzeichnete der Konzern ein starkes zweites Halbjahr. Dagegen nahm die Dynamik bei den technischen Komponenten und der Kabelsparte ab.

Für 2011 werde Dätwyler eine EBIT-Marge zwischen 9 und 10 Prozent ausweisen, heisst es in der Mitteilung weiter. Damit erreiche die Gruppe «auch im schwierigen Berichtsjahr 2011» das selbstgesetzte Zielband.

Möglich sei das dank der soliden Kapazitätsauslastung und den frühzeitig eingeleiteten Massnahmen zur Reduktion der Abhängigkeit vom Frankenwechselkurs. Wie Dätwyler weiter mitteilte, heben sich die Einmaleffekte aus Restrukturierungskosten und die Erträge aus Liegenschaftsverkäufen auf.

Verlagerungen ins Ausland

Restrukturierungskosten fielen etwa für die Verlagerung von Teilen des Kabelgeschäftes von Altdorf nach China und Osteuropa an. Das Unternehmen hatte im März 2011 den Abbau von 100 Arbeitsplätzen im Kabelwerk Altdorf angekündigt und dies auch mit der Frankenstärke begründet.

Im November vergangenen Jahres gab Dätwyler die Übernahme des Geschäftsbereichs Profile der deutschen Phoenix Dichtungstechnik bekannt. Damit lagerte das Unternehmen die Extrusionsfertigung nach Deutschland aus.

Den Jahrensabschluss und den vollständigen Geschäftsbericht publiziert Dätwyler am 16. März.

(joge/sda)

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