Weniger Sozialfälle 2008 - Steiler Anstieg erwartet
publiziert: Montag, 6. Jul 2009 / 11:43 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Jul 2009 / 13:34 Uhr

Bern - Die Zahl der Sozialfälle in acht grossen Deutschschweizer Städten ist letztes Jahr zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. In naher Zukunft wird sich allerdings die Rezession bemerkbar machen: Ein Anstieg von 30 Prozent droht.

Für das laufende Jahr wird mit einem «spürbaren» Anstieg der Sozialhilfefälle gerechnet.
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Die gute Nachricht: Die Zahl der Sozialbezüger sank im vergangenen Jahr um 7 Prozent, wie die Städteinitiative Sozialpolitik in Bern bekannt gab. Hauptgrund ist die gute Konjunktur im letzten Jahr, als die Wirtschaft mit 1,6 Prozent wuchs. Mit den rückläufigen Arbeitslosenzahlen sank auch die Anzahl Personen, die von der Sozialhilfe leben.

Am deutlichsten nahmen die Sozialfälle in Luzern ab, wo die Zahl der Bezüger um 20,4 Prozent abnahm. Auch in Uster (-16,6%), Winterthur (-10,3%), Basel (-7,1%) und Bern (-6,4%) mussten bedeutend weniger Leute den Gang zum Sozialamt antreten.

Die schlechte Nachricht: Dieser Rückgang dürfte für längere Zeit der letzte gewesen sein. Der Leiter der Sozialen Dienste der Stadt Winterthur, Ernst Schedler, sprach von einer «Ruhe vor dem Sturm».

Wegen der Wirtschaftskrise gehen die Städte davon aus, dass die Sozialfälle in naher Zukunft stark zunehmen. Fürs laufende Jahr rechnen sie mit einem Plus von 10 bis 20 Prozent; 2010 sei gar ein Anstieg von 30 Prozent denkbar.

Erhöhter Zulauf

Bereits heute stellen mehrere Städte einen erhöhten Zulauf fest. Die Städteinitiatve geht davon aus, dass sich diese Entwicklung noch verstärken wird, wenn die Menschen, die derzeit ihren Job verlieren, nächstes Jahr in der Sozialhilfe landen.

«Die Sozialhilfe entwickelt sich deshalb immer mehr zu einem Auffangbecken für Langzeitarbeitlose», mahnte Ruedi Meier, Präsident der Städteinitiative und Sozialdirektor der Stadt Luzern.

«Dies ist nicht der Zweck der Sozialhilfe, die eigentlich als vorübergehende Unterstützung gedacht ist», sagte Meier. Mit dem erschwerten Zugang zur Invalidenversicherung (IV) und zur Arbeitslosenversicherung (ALV) komme die Sozialhilfe zudem noch mehr unter Druck.

(smw/sda)

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Aushöhlung der Sozialwerke...
Dem Kommentar von victor st nichts hinzuzufügen. Leider hat die Merheit der Schweizer bei diesen Abstimmungen die rosa Brille aufgehabt.
Ausländer-Schlamassel
Dieses Schlamassel haben wir nicht zuletzt auch den Bundesbern-Heuchlern zu verdanken, die seit Jahren behaupten, die Schweiz müsse die Grenzen offen halten, damit gut ausgebildete Fachpersonen helfen die Wirtschaft anzukurbeln. Tatsächlich haben wir jetzt alles mögliche an "Fachpersonen", die vor allem die vielseitig interpretierbaren dehnbaren schweizer Gesetze kennen, um möglichst viel von der Schweiz zu profitieren und z.T. wichtige Arbeitsstellen in der Schweiz mit Schauspielerei zu ergaunern. Das hat direkt auch mit der EU zu tun. Ueli Maurer von der SVP ist wohl der Einzige der Bundes-"Räte", die es richtig sagen: Lieber mit Anstand zu verlieren (und dabei unabhängig bleiben) als mit schmerzlichen "Eingeständnissen" gegenüber EU & USA und den mächtigen Staaten dieser Welt, zwar die hübsche (aber falsche) Maske zu wahren - und dabei die Unabhängigkeit zu verlieren! Trotzdem sind Schweizer keine bessere Menschen, das hat nicht s damit zu tun - aber eben mit Anstand - und diesen kenne Menschen aus anderen Kulturen zum Teil gar nicht!
Erhöter Zulauf?
Wen wundert das? Schweizerinnen und Schweizer haben dies ja mehrheitlich und 'demokratisch' so gewünscht. Die Grenzen sind offen für alle Arbeitnehmenden aus der EU. Und die sind in Scharen gekommen.Viele davon blieben, und sind jetzt auch von unseren Fürsorgeeinrichtungen abhängig. Flankierende Massnahmen? Wurden die schon mal wirksam angewendet? Schweizerinnen und Schweizer gehen bei der Jobsuche daher leider oft leer aus. Auch die Lohnfrage ist meist keine mehr, weil ausländische Arbeitskräfte gewillt sind, zum Basislohn (laut LGAV) zu arbeiten. Dann haben wir die 'Flüchtlinge', sogen. Asylbewerber - in Tat und Wahrheit sind es ja meist 'Wirtschaftsflüchtlinge', die unsere diesbezüglichen Gesetze und Verordnungen oft ganz genau kennen - lernen . Schon mal gehört von sogen. Maffiakursen? Das alles haben wir wohl in erster Linie der 'Vollkaskopartei' zu verdanken. Und naürlich auch der Wirtschaft, die ohne die 'billigen' Ausländerinnen und Ausländer wohl nicht 'über die Runde' gekommen wäre.
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