Weniger Reingewinn für Novartis
publiziert: Mittwoch, 25. Jan 2012 / 07:51 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Jan 2012 / 13:46 Uhr
Novartis konnte den Umsatz im zweistelligen Prozentbereich steigern.
Novartis konnte den Umsatz im zweistelligen Prozentbereich steigern.

Basel - Novartis hat 2011 einen Reingewinn von 9,25 Mrd. Dollar erzielt und damit 7 Prozent weniger verdient als im Vorjahr. Der zunehmende Preisdruck in der Pharmabranche und ablaufende Patente dürften dem Medikamentenkonzern aber weiterhin Kopfschmerzen bereiten.

6 Meldungen im Zusammenhang
Wie Novartis am Mittwoch mitteilte, sank der Gewinn allein im vierten Quartal um 47 Prozent. Verantwortlich dafür seien ausserordentliche Aufwendungen in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar, darunter ein Abschreiber von 903 Mio. Dollar für den Blutdrucksenker Rasilez/Tekturna.

Der Nettoumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 58,57 Mrd. Dollar, was einem Wachstum von 16 Prozent entspricht. Beim operativen Ergebnis kam Novartis auf 11 Mrd. Dollar. Dies sind 5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Preisdruck und ablaufende Patente

Bereits im Jahr 2011 hatte Novartis unter negativen Einflüssen zu leiden, die den Konzern auch in den kommenden Jahren beschäftigen dürften. Zum einen versuchen die Regierungen in den Industriestaaten, die durch Überalterung der Bevölkerung bedingten überbordenden Gesundheitskosten durch Preissenkungen bei den Medikamenten zu drücken.

Zum anderen laufen bei Novartis in den nächsten Jahren diverse Patente aus. Das bekannteste ist Diovan, ebenfalls ein Medikament gegen Bluthochdruck, das über 13 Prozent Anteil am Weltmarkt hat. Nur schon im vierten Quartal 2011 wies Diovan Umsatzeinbussen in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar auf.

Für 2012 rechnet Novartis-Konzernchef Joe Jimenez mit weiteren Verlusten durch die Generika-Konkurrenz. Davon betroffen sei nebst Diovan auch das Krebsmedikament Femara. Die erwarteten Umsatzeinbussen beziffert Jimenez auf rund 2,5 Mrd. Dollar, drei Fünftel davon fallen auf Diovan.

Gilenya gilt noch immer als Hoffnungsträger

Hohe Erwartungen setzt Novartis weiterhin in Gilenya, ein Medikament gegen die Nervenkrankheit Multiple Sklerose. Allerdings hat die EU-Arzneimittelbehörde erst kürzlich eine Untersuchung gegen Gilenya eingeleitet, nachdem Bedenken über Nebenwirkungen aufgekommen waren. Der Jahresumsatz mit dem Medikament konnte dennoch von 15 auf 494 Mio. Dollar gesteigert werden.

Als vielversprechend betrachtet Novartis auch das Nierenkrebsmittel Afinitor, das in den wichtigen Märkten ein starkes Wachstum verzeichnet habe. Der Gesamtumsatz des Medikaments stieg 2011 von 243 auf 443 Mio. Dollar.

(joge/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Basel - Beim Basler Pharmakonzern Novartis haben sich die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2012 verschlechtert. Der ... mehr lesen
Der Reingewinn sank im ersten halben Jahr von 5,56 Mrd. auf 5,06 Mrd.
Basel/Stein AG - Novartis baut für über eine halbe Milliarde Franken eine neue Anlage für feste Arzneiformen in Stein AG. Die ... mehr lesen
Novartis erweitert seine Produktionskapazität.
Basel - Die Novartis-Angestellten, die in Basel ihren Arbeitsplatz verlieren, erhalten eine «grosszügige Abgangsentschädigung». Diese ist Bestandteil des Sozialplans, auf den sich der Konzern mit den Personalvertretungen für die jüngste Personal-Abbaurunde geeinigt hat. mehr lesen 
Bern - Der Pharmakonzern Novartis schliesst seinen Standort Nyon VD nicht. Auch kommt es dort zu keinen Entlassungen. Und auch in Basel wurde die geplante Zahl der Kündigungen von 760 auf gut 250 reduziert, wie Novartis-Schweiz-Chef Pascal Brenneisen am Dienstag vor den Medien sagte. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Novartis-Chef Joe Jimenez will die Verbesserungen persönlich überwachen.
Basel - Novartis hat die US-Gesundheitsbehörde FDA im Nacken: Diese wirft dem ... mehr lesen 1
Solutions for orphan diseases.
Value and Risk in Pharma and Biotech
Avance, Basel GmbH
Lautengartenstrasse 7
4052 Basel
R&D for new antibiotics and and their biotechnological production processes
Novartis ist erneut mit Problemen konfrontiert.
Novartis ist erneut mit Problemen konfrontiert.
Neue Probleme  Tokio - Novartis hat erneut Probleme in Japan. Der Basler Pharmagigant, der dort bereits eine Datenfälschungs-Affäre ausbaden muss, hat eingestanden, den Gesundheitsbehörden 2579 Fälle gravierender Nebenwirkungen zu spät gemeldet zu haben. 
Dem ehemaligen Novartis-Mitarbeiter wird vorgeworfen, falsche Informationen an Wissenschaftler weitergegeben zu haben. (Symbolbild)
Früherer Novartis-Mitarbeiter in Japan festgenommen Tokio/Basel - Ein früherer Mitarbeiter des Pharmakonzerns Novartis ist in Japan wegen des Verdachts auf ...
Hoffnung auf Grosserfolg  Barcelona - Die Einzelheiten einer Studie zu einem neuen ...  
Die Novartis hofft auf einen Grosserfolg des neuen Herzmittels.
Novartis-Produktion in Schweiz bei Ende der Bilateralen gefährdet Basel - Bei einem Scheitern der bilateralen Verträge der Schweiz mit der EU als Folge ...
Die Personenfreizügigkeit mit der EU, die durch die Masseneinwanderungsinitiative in Frage gestellt ist, ist für Novartis wichtig.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Danke! :-) Natürlich ist KenFM für Sie eine Gefahr. Ein Grund mehr, weitere ... gestern 19:45
  • LinusLuchs aus Basel 31
    22 Minuten... ...Sprechdurchfall von Ken Jebsen hat uns Keinschaf verlinkt. Der Robin ... gestern 14:24
  • Steson aus Oberaach 1580
    Ganz unrecht hat er nicht Kassandra Was hat der Westen Putin entgegenzusetzen ausser Worte wie die von ... gestern 10:43
  • Kassandra aus Frauenfeld 973
    Der Liberale Kampf für Nichts? Den Westen verdammen und als völlig unfähig hinstellen, andererseits ... gestern 10:09
  • Midas aus Dubai 3473
    So lange... So lange die Schweiz die unfreundlichsten Taxifahrer und die ... gestern 06:37
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Wir.. Ich mische mich natürlich nicht in die inneren Angelegenheiten von ... gestern 02:41
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Jetzt muss ich doch mal einen Hering verschenken, Putinsdackel oder besser ... gestern 01:08
  • thomy aus Bern 4165
    Nun denn, keinschaf, dann lass' ich's, ... ... nämlich Ihnen zum Thema noch ausführlicher zu antworten: Aber, ... Mo, 01.09.14 19:07
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
Green Investment Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Juliane Fritz, Investment Manager b-to-v Partners AG
Startup News Auf der Suche nach dem nötigen Kleingeld? Tipps von einer Investment Managerin Venture Capitalist über Business Angels zu Inkubatoren: Es gibt viele Wege wie man als Startup Investoren finden kann. Die ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
CULTURAL NETWORK Logo
29.08.2014
MICHAELLY RENAÎTRE PAR NATURE Logo
28.08.2014
SAVIA Klinische Fusspflege Logo
27.08.2014
27.08.2014
26.08.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 10°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 10°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 10°C 18°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 11°C 18°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 12°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 14°C 24°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten