Weltbank korrigiert Wachstumsprognose dramatisch nach unten
publiziert: Freitag, 12. Jun 2009 / 00:18 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Jun 2009 / 10:40 Uhr

Washington - Neue Hiobsbotschaft trotz erster Hoffnungsschimmer: Die Weltbank hat ihre Vorhersage für die Weltwirtschaft dramatisch nach unten korrigiert. Sie erwartet nun, dass die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 3 Prozent schrumpft.

Nicht viel Optimismus von Weltbank-Präsident Robert Zoellick. (Archivbild)
Nicht viel Optimismus von Weltbank-Präsident Robert Zoellick. (Archivbild)
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Obwohl sich die Finanzmärkte in vielen Industrieländern stabilisierten, stiegen Arbeitslosigkeit und ungenutzte Produktionskapazitäten, teilte die Weltbank mit. Dadurch wachse der Druck auf die globale Wirtschaft. Bislang war die Organisation von einem Minus von 1,75 Prozent ausgegangen

Zwar sei eine Rückkehr zu Wachstum im Lauf des kommenden Jahrs zu erwarten, sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick. Doch das Tempo der Erholung sei ungewiss, und die Armen in vielen Entwicklungsländern würden weitere Nachbeben der Krise zu spüren bekommen.

Nach Einschätzung der Weltbank schrumpft 2009 auch die Wirtschaft in den meisten Entwicklungsländern. Die Aussichten für ärmere Staaten seien düster, solange sich nicht die Lage bei den Exporten, bei Überweisungen von Familienmitgliedern aus dem Ausland und ausländischen Direktinvestitionen bis Ende 2010 bessere.

Mit ihrer nach unten korrigierten Prognose liegt die Weltbank deutlich unter der Vorhersage ihrer Schwesterorganisation, des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF hatte Ende April ein Schrumpfen der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 1,3 Prozent vorhergesagt - laut IWF die mit Abstand schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg.

(bert/sda)

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