WTO-Minister sprechen sich gegen Protektionismus aus
publiziert: Samstag, 31. Jan 2009 / 18:22 Uhr / aktualisiert: Samstag, 31. Jan 2009 / 18:40 Uhr

Davos - Die festgefahrene Liberalisierung des Welthandels soll wieder in Bewegung kommen: Unter der Führung von Bundesrätin Leuthard plädierte eine informelle Ministerrunde in Davos dafür, der stillstehenden Doha-Runde wieder Leben einzuhauchen.

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Doris Leuthard setzt auf den Welthandel. (Archivbild)
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Der Welthandel könne dazu beitragen, die herrschende Finanz- und Wirtschaftskrise zu bewältigen, sagte Bundesrätin Doris Leuthard vor den Medien am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF). Der Handel sei ein wirtschaftlicher Stimulus und habe einen Multiplikationseffekt.

«Die Öffnung der Märkte ist das Beste, was man gegen die Krise tun kann», stellten die 20 Handelsminister und WTO-Generaldirektor Pascal Lamy in einer Erklärung fest, die an der informellen Runde in Davos auf Einladung von Leuthard teilgenommen hatten.

Verhandlungen über sieben Jahre

«Wir müssen die Doha-Runde dieses Jahr abschliessen», sagte Leuthard. Denn die Verhandlungen zögen sich bereits über sieben Jahre hin. Die Handelsminister würden zu Hause langsam an Glaubwürdigkeit verlieren, wenn sie nie zu einem Abschluss kämen. Dies schwäche auch die Glaubwürdigkeit der Welthandelsorganisation (WTO).

Die WTO will die Massnahmen, die mit den verschiedenen Konjunkturstimulierungsprogrammen verabschiedet werden, nun überwachen und ihre Folgen für den Welthandel aufzeigen. Damit bekämen die Handelsminister ein Instrument, den Protektionismusdruck zu Hause auszuhalten, sagte Lamy.

Die WTO-Minister sprachen sich in ihrer Erklärung für mehr Treffen aus. Ein erstes Treffen könnte schon vor dem Gipfel der 20 führenden Industriestaaten und Schwellenländer (G20) stattfinden, der im April in London stattfinden wird, hiess es weiter.

(tri/sda)

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