McAfee-Studie: Unternehmen leiden verstärkt unter Datenverlust
Vorsätzlicher Datenklau in Unternehmen
publiziert: Montag, 30. Apr 2007 / 09:25 Uhr

Ein Drittel aller befragten IT-Fachkräfte glaubt, dass mangelnde Datenkontrolle erhebliche geschäftliche Risiken zur Folge hat. Dies geht aus der Online-Befragung «Datagate: The Next Inevitable Corporate Disaster?» hervor.

Ein Büroangestellter verlässt das Büro pro Woche mit acht Dokumenten.
Ein Büroangestellter verlässt das Büro pro Woche mit acht Dokumenten.
Informationssicherheit bedeutet heute mehr als nur der blosse Schutz von IT-Systemen. Unternehmen müssen vor allem präventiv Sorge für den Schutz sensibler Geschäftsdaten tragen. Es geht darum, die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt bei der richtigen Person zu wissen und damit fahrlässigen wie vorsätzlichen Verlust von wertvollem Firmenwissen zu unterbinden.

Verstösse bei 60 Prozent

Viele Firmen sind schon von diesem Problem betroffen. Zu dieser Erkenntnis gelangt die aktuelle Online-Befragung «Datagate: The Next Inevitable Corporate Disaster?» im Auftrag von McAfee. 60 Prozent aller Befragten räumten ein, dass es im eigenen Unternehmen innerhalb des vergangenen Jahr mindestens einen bekannt gewordenen Verstoss gegen Datenschutzrichtlinien gegeben habe. 23 Prozent gehen davon aus, dass Datenklau vorsätzlich von den eigenen Mitarbeitern hervorgerufen wurde. Lediglich 6 Prozent konnten mit Gewissheit ausschliessen, dass dies innerhalb der letzten zwei Jahre der Fall gewesen wäre.

Präventivschutz ist grössenunabhängig

Für McAfee belegen die Ergebnisse eindeutig, wie wichtig es für Unternehmen ist, durch Präventivschutz des Datenflusses die Verfügungsgewalt über ihre Informationen zu behalten. Die Ergebnisse beweisen: Datenverlust betrifft sowohl grosse wie kleine Unternehmen gleichermassen – ungeachtet bestimmter Branchen. Der vorbeugende Schutz sensibler Daten wird immer wichtiger – auch anlässlich der gesetzlich geltenden Pflichten in Bezug auf Compliance und Risikomanagement. Die Online-Erhebung wurde unter 1400 IT-Fachkräften in den USA, England, Frankreich, Deutschland und Australien aus Betrieben mit mehr als 250 Mitarbeitern durchgeführt.

0,5 Prozent für Datenschutz

Ungeachtet der Häufigkeit eines Datenverlustes oder gar einer Datenveruntreuung investieren Unternehmen bisher kaum in entsprechende Massnahmen zu deren Vorbeugung und Abwehr. Das Sicherheitsbewusstsein scheint in diesem Bereich nur mangelhaft ausgeprägt zu sein. Im Durchschnitt entfiel in den befragten Firmen lediglich ein halbes Prozent des gesamten IT-Budgets auf den Datenschutz.

Weitere wichtige Ergebnisse

– 70 Prozent aller Befragten glauben, dass der Verlust bestimmter Daten dramatische Auswirkungen auf ihr öffentliches Ansehen haben könnte. 33 Prozent glauben sogar, dass der Verlust den weiteren Geschäftsverlauf empfindlich stören könnte.

– 61 Prozent der Befragten glauben, dass eigene Mitarbeiter für «Informationslecks» verantwortlich sind. 23 Prozent führen Informationsverluste auf vorsätzliche Taten zurück.

– In 46 Prozent der Unternehmen werden Mitarbeiter, die ihr Ausscheiden aus der Firma bekannt gegeben haben, nicht hinsichtlich des Umgangs mit vertraulichen Informationen verpflichtet oder überwacht.

– Nur 23 Prozent der Teilnehmer der Studie waren in der Lage, die jährlichen Kosten von Datenverlusten zu beziffern. Der Schaden belief sich demnach im Durchschnitt auf 1,82 Millionen US-Dollar pro Jahr.

– Wenn persönliche Informationen in die Hände von Unbefugten fallen, kostet es die betroffenen Unternehmen im Durchschnitt 268.000 US-Dollar, um ihre Kunden über den Vorfall zu informieren – selbst wenn die nach draussen gelangten Informationen gar nicht benutzt werden.

– Die kostspieligsten Informationsverluste betreffen nach Einschätzung der Befragten geistiges Eigentum und Bilanzdaten. Wenn letztere einem oder mehreren Unbefugten in die Hände fallen, beläuft sich der geschätzte Schaden auf durchschnittlich 1,68 Millionen US-Dollar.

– Die Untersuchung hat ergeben, dass ein Büroangestellter heute mit durchschnittlich acht Unternehmensdokumenten pro Woche sein Büro verlässt.

(iu)

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