Wie Europa seine Autobahnen finanziert
Vignette, Maut und Free Flow
publiziert: Dienstag, 4. Apr 2017 / 08:48 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 4. Apr 2017 / 16:49 Uhr

Die Haupturlaubszeit naht und besonders denjenigen, die ins Ausland reisen wollen, empfiehlt sich stets, sich rechtzeitig nicht nur um die Buchung, sondern auch über die dortigen Gesetze und Sitten zu informieren. Das betrifft in besonderem Masse die Autofahrer, denn auf die Reisenden auf Europas Autobahnen kommen unterschiedlichste Gebühren, Ausnahmeregelungen und Zahlungsmodalitäten zu.

1 Heiss begehrt - Die Schweizer Jugend liebt das Auto

Das Automobil gilt nach wie vor als das Fortbewegungsmittel schlechthin, besonders bei jungen Erwachsenen - zumindest in der Schweiz, Österreich und Deutschland. So banal oder nachvollziehbar dies einerseits klingen mag, so sehr irritiert das hohe Ansehen des Autos bei der sonst sehr zu Alternativen bereiten Jugend angesichts der weltweiten Ressourcenknappheit. Eine Studie des Allianz-Zentrums für Technik - AZT abgekürzt - hat ergeben, dass Status und Freiheit, durch das Automobil symbolisiert, anscheinend nach wie vor über Werten wie Nachhaltigkeit und Naturschutz stehen.

An der Umfrage nahmen insgesamt mehr als zweitausend 18- bis 24-jährige Schweizer, Deutsche und Österreicher teil. Wie motortipps.ch mitteilt, sagten dabei vor allem die Schweizer dem Auto - jedenfalls längerfristig - eine grosse Zukunft voraus: Mehr als die Hälfte der Befragten ging davon aus, dass das Autofahren in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen wird. Nur jeder Zehnte hingegen erwartete das Gegenteil. Die Deutschen und Österreicher äusserten sich in Bezug auf steigende Nachfrage etwas zurückhaltender.

Der Traum der Unabhängigkeit, den die Fahrt auf vier Rädern vermittelt, beflügelte zudem 13 von 14 befragten Fahrberechtigten, die zum Zeitpunkt der Studie kein Auto ihr Eigen nannten: Sie setzen sich das Ziel, sich in den kommenden zehn Jahren einen eigenen Wagen anzuschaffen. Letztlich wird dies in vielen Fällen ein Gebraucht- oder Kleinwagen sein, zumal die finanziellen Mittel besonders in jungen Jahren oftmals recht begrenzt sind. Nicht nur Neulenker müssen sich in diesem Zusammenhang auch die Frage stellen, welchen Kfz-Versicherungsbeitrag sie zu zahlen haben. Die Kosten der Versicherung sind oft ausschlaggeben, für welches Modell sich Käufer eines Automobils entscheiden. Deshalb ist es notwendig sich bereits im Vorfeld zu informieren, wo gespart werden kann und welches Modell wie viel kostet.

Was Elektro-Autos angeht, sind diese zwar weitgehend beliebt, kommen Käufe allerdings meist nur dann in Frage, wenn die strombetriebenen Vehikel genauso erschwinglich wie ihre Benziner- oder Diesel-Pendants sind und dabei in ihrer Leistung mit diesen mithalten können. Das scheint jedoch seltener der Fall zu sein, da sich nach der Umfrage herausstellte, dass junge Schweizer Fahrerinnen und Fahrer besonders pferdestark daherkommen: Ganze 152 PS lauern im Schnitt unter ihrer Haube - in Deutschland hingegen etwa 100 und in Österreich «nur» 94. Auch dass nur ein Drittel sich vorstellen kann, Car Sharing als Sparmassnahme zu nutzen, spricht für den allgemeinen Wunsch und die weitgehenden Möglichkeiten, sich möglichst unabhängig fortzubewegen. Diese Einstellung wird sich demnach so schnell nicht ändern und die Autobahnen weiterhin vor allem während der Rush hours und in Ferienzeiten besonders füllen.

2 Zunächst Privatsache - Entstehung und Entwicklung der Autobahnen

a. Verkehrs‐ und Übungsstrasse - die AVUS bei Berlin

Automobil- Verkehrs- und Übungsstrasse - so lautet der exakt Titel der ersten Autobahn der Welt, im Südwesten Berlins gelegen, deren Bau der Industrielle Hugo Stinnes finanzierte. Autobahn? Unter Vorbehalt: Die sogenannte AVUS war, das deutet ihre Bezeichnung an, weder öffentlich noch für den Fernverkehr konzipiert, wie es von Autobahnen im Allgemeinen zu erwarten ist. Vielmehr konnten private Fahrer seit 1921, dem Jahr ihrer Eröffnung, gegen eine Gebühr auf etwas mehr als acht Kilometern ihre Fahrzeuge darauf testen und - übrigens bis fast zur Jahrtausendwende - zu bestimmten Terminen immer wieder auch Rennen bestreiten. Dazu zählte auch zweimal - 1926 und 1959 - der Grosse Preis von Deutschland. Für Motorsportfreunde: Als einziger Schweizer konnte Clay Regazzoni diesen Preis im Jahr 1974, als er zudem F1-Vizeweltmeister wurde, gewinnen.

b. Die Anfänge in der Schweiz - Die Ausfallstrasse von Luzern-Süd

Während die weltweit erste öffentliche Autobahn seit 1924 Mailand und Varese miteinander verband, entsprach die erste hierzulande wie die AVUS eher einer Kurzstrecke: Im Jahr 1955 öffnete die Ausfallstrasse Luzern-Süd, die als erste Schweizer Autobahn gilt. Sie führte als Teil der heutigen A2 durch Horw. Übersichtliche Auffahrten, Fahrbahnmarkierungen oder Schutzzonen: Fehlanzeige. Ein anschauliches Bild von der Ausfallstrasse und weitere Informationen finden Interessierte auf der Seite der Gemeinde Horw.

c. Ein Meilenstein für die Schweizer Autobahn - das «Bundesgesetz über die Nationalstrassen»

Das Schweizer Strassennetz geht in seinem Aufbau, seiner Unterteilung in Strassenkategorien, deren Wartung und weiteren wesentlichen Verwaltungsangelegenheiten auf das Bundesgesetz über die Nationalstrassen aus dem Jahr 1960 zurück. Damals beschloss die Bundesversammlung damit unter Berufung auf mehrere Artikel der Bundesverfassung in insgesamt 66 Artikeln im Wesentlichen:

 

  • welche Strassen von gesamtschweizerischer Bedeutung und somit Nationalstrassen sind
  • dass diese in drei Klassen getrennt werden (Autobahnen, Autostrassen, Hauptstrassen)
  • wie sie auszugestalten sind
  • welche Eigentumsverhältnisse gelten
  • wer den Bau und Ausbau plant und vollendet (nun vor allem der Bund)
  • wie der Landerwerb vonstattengeht
  • wer für Unterhalt und Betrieb zuständig ist.

 

Für letzteren Gesichtspunkt greift hierbei Artikel 49a, wie unter admin.ch einsehbar ist. Daraus geht hervor, dass auch hier der Bund - ähnlich wie im Fall von Neubau - für Beides zuständig ist, mit den zuvor verantwortlichen Kantonen aber auch «Leistungsvereinbarungen» abschliesst. In Streitfällen kann er Dritten die Ausführung übertragen. Doch welche Mittel macht der Bund im Detail für den Bau und die Wartung der Nationalstrassen locker?

3 Wie Schweizer Nationalstrassen finanziert werden

a. Geringere Gebühr, höhere Strafen - Die Vignette

Zuständig für die Finanzierung der Nationalstrassen ist die sogenannte Strassenkasse, genau: die «Spezialfinanzierung Strassenverkehr» (SFSV). Deren Gelder fliessen jedoch ausserdem an die Kantone, um deren Hauptstrassen zu unterhalten, in den sogenannten Infrastrukturfonds (IF), in umfassende Eisenbahnbaumassnahmen sowie diverse andere Projekte zur landesweiten Verkehrsoptimierung und zum Umweltschutz. Die Mittel, die für diese umfassenden Aufgaben vonnöten sind, setzen sich aus der Hälfte der Mineralölsteuer, aus dem Mineralölzuschlag sowie aus den Gebühren für die Autobahnvignette zusammen.

Die Vignette ist durch Volksabstimmung bereits im Jahr 1984 beschlossen und ein Jahr darauf eingeführt worden. Trotz dieser recht langen Zeitspanne kommt es immer noch vermehrt zu Verstössen gegen die korrekte Handhabung dieses «behördlichen Windschutzscheiben-Stickers», mit dem alle Benützer ihren Beitrag - jährlich insgesamt mindestens 300 Millionen Franken - zum Erhalt der Nationalstrassen leisten. Nicht ohne Grund beläuft sich die Busse bei Fehlverhalten seit mehreren Jahren auf nicht mehr hundert, sondern nunmehr 200 Franken. Dazu kommt mit 40 Franken die seit 1995 unveränderte Gebühr für die Vignette. Gegen die geplante Erhöhung auf 100 Franken entschied die Volksabstimmung Ende 2013. Der Autobahn-Beitrag gilt stets für 14 Monate, beginnend am 1. Dezember des Vor- und endend am 31. Januar des Folgejahres.

Es gibt mannigfaltige Möglichkeiten gegen die Vignettenpflicht zu verstossen, wobei in vielen Fällen Unwissenheit - manchmal aber auch bewusste Ignoranz - als Ursache für den eigentlichen Verstoss zu sehen ist. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass zum einen die Autobahnen und -strassen der Kantone nicht gebührenpflichtig sind. Darauf weisen entsprechende Schilder hin. Vor allem Wenigfahrer könnten auch aus diesem Grund in Versuchung kommen, die von ihnen möglicherweise nur selten benützten kostenpflichtigen Schweizer Autobahnen und -strassen- also Nationalstrassen 1. und 2. Klasse - «schwarz» zu befahren. Und das, um 40 Franken im Jahr zu sparen oder weil sie noch keine Vignette erworben haben.

Zum anderen gestaltet sich die exakte Einteilung der Fahrzeuge, die mit der an der Frontscheibe klebenden Vignette versehen sein müssen, und solchen Vehikeln, die von der Vignettenpflicht befreit sind, relativ komplex. So sind etwa:

  • Militärfahrzeuge mit Militärkontrollschildern
  • Ambulanzen
  • Zivilschutzfahrzeuge
  • Fahrzeuge bei amtlichen Fahrzeug- und Führerprüfungen

ebenso von der Vignettenpflicht ausgenommen wie Fahrzeuge mit schweizerischen Händlerschildern. Letzteres gilt allerdings nur an Werktagen.

So kann man sich nur als Faustregel merken, dass ein im normalen Strassenverkehr fahrender Privat-PKW eine Vignette benötigt.

b. Der Beitrag für dicke Brummer - die Schwerverkehrsabgabe

Diese hierzulande erhobene Autobahn-Abgabe betrifft sowohl Transportmotorwagen als auch -anhänger, deren Gesamtgewicht 3,5 Tonnen übersteigt. Sie unterscheidet sich im Allgemeinen in den Güter- und den Personentransport: Die Schwerverkehrsabgabe für die sogenannten schweren Fahrzeuge zum Sachentransport ist gewichts-, emissions- und kilometerabhängig, ihre Abkürzung daher LSVA. Ein Unterschied, ob der Halter das Fahrzeug privat oder gewerblich nutzt und im In- oder Ausland immatrikuliert hat, steht dabei nicht zur Debatte. Die Meldung und Zahlung erfolgt über ein Erfassungsgerät (On-Board-Unit) bzw. eine ID-Card.

Die PSVA hingegen, die Pauschale Schwerverkehrsabgabe, wird unter anderem für Urlauber und Camper im grossen Stil gewissermassen interessant: Sie gilt für Personen- und Gesellschaftswagen, Wohnmobile und Caravans, Traktoren und Motorkarren, Fahrzeuge von Schaustellern, jedoch auch für Sachentransporter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Die PSVA ist beim entsprechenden Strassenverkehrsamt bzw. bei ausländischen Fahrzeugen an einem besetzten Grenzübergang zu entrichten.

c. Aktuelles rund um die «Milchkuh-Initiative»

Diese Volksinitiative für «faire Verkehrsfinanzierung», von diversen Verbänden getragen, sieht vor, die eine Hälfte der Einnahmen aus der Mineralölsteuer, die der Bundeskasse zufliesst, wie die andere ebenfalls dem Strassenbau zukommen zu lassen. Diese Verlagerung von jährlich etwa 1,5 Milliarden Franken gefährdet jedoch die Finanzierung wesentlicher Bereiche wie der Bildung, Landwirtschaft oder Verteidigung, im konkreten Fall etwa die Realisierung der Limattalbahn oder Kampagnen zur Asylgesetzgebung. Deshalb lehnen die Kantone bzw. Regierungsräte die Initiative nachdrücklich ab. Sie befürworten beispielsweise vielmehr den Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds (NAF), die Erweiterung des IF. Abstimmungstag zur Initiative ist übrigens der 5. Juni 2016.

4 Die Vignette ausserhalb der Schweiz

a. Mandarin-orange: Österreichs Vignettenfarbe 2016

Urlaub in Österreich geplant? Dann heisst es wie auch daheim, für Autobahnen und Schnellstrassen rechtzeitig - also im Vorfeld - ein Entgelt zu entrichten. «Pickerl» nennt sich die Vignette beim Nachbarn und existiert seit 1997. Sie ist heuer mandarin-orange, gilt bis zum 31. Januar 2017 und wird danach türkis. Das haben knapp 100.000 User bei einem Online-Voting entschieden. Wie der Autobahnbetreiber ASFINAG mitteilt, hat die Vignette ebenfalls an der Windschutzscheibe zu kleben, sonst droht eine Ersatzmautzahlung in Höhe von 120 Euro. Sie gilt für Pkw, Motorräder sowie leichte Wohnmobile und - wie auch sonst im Ausland auf urlauberfreundliche Weise - entweder für zehn Tage, zwei Monate oder das gesamte Jahr. Das Pickerl kostet momentan maximal 34,10 für Motorradreisende und 85,70 Euro für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Schwerere Lastfahrzeuge zahlen seit Jahren eine Maut. Pkw-Anhänger unterliegen keiner Vignettenpflicht.

b. Vignetten-Vielfalt in Slowenien

Für den Besuch Ljubljanas, des schmalen Adria-Zugangs rund um die einzige Seehafenstadt Koper oder einer anderen der insgesamt sehr waldreichen und idyllischen Regionen Sloweniens bieten sich zahlreiche Vignettenkategorien an: für ein Jahr, ein halbes, einen Monat sowie eine Woche. Die vom Betreiber DARS verwalteten, relativ hohen Gebühren für Autobahnen und Schnellstrassen unterteilen sich zudem in drei Klassen: Motorräder (1), Pkws und Caravans mit bis zu 1,30 Meter Höhe in der Vorderachse (2a) und über 1,30 m Höhe (2b), insgesamt aber bis zu 3,5 Tonnen Gewicht. Die Höchstgebühr liegt bei 220 Euro. In Slowenien ist besondere Vorsicht geboten: Verkehrssünder müssen mit einer satten Geldstrafe von mehreren hundert Euro rechnen. Zwischen Rosenbach in Österreich und Hrusica besteht in beiden Richtungen aufgrund der Mautgebühr für den Karawankentunnel keine Vignettenpflicht.

c. Rumänien: Infos zur elektronischen Rovignette

Die Rumänen verlangen ebenfalls eine Vignette, die sogenannte «Rovinieta». Allerdings klebt diese seit 2010 nicht mehr in gewohnter Manier hinter der Windschutzscheibe, sondern wird elektronisch registriert. Touristen erhalten die Rovinieta und die unbedingt aufzubewahrende Quittung an ROMPETROL-Tankstellen oder online unter roviniete.ro. Die Gebühr beläuft sich auf umgerechnet 3 Franken für die Woche, knapp 8 Franken pro Monat, 14 Franken für drei Monate und etwa 31 Franken für das ganze Jahr bei PKWs (Kategorie A). Lastkraftwagen bis bzw. ab 3,5 Tonnen (Kategorien B bzw. C bis F) schlagen deutlich teurer zu Buche.

Weitere Länder, in denen Vignetten die Bezahlung der Autobahngebühr belegen, sind:

 

  • Tschechien: Hier sind die Vignetten zweiteilig: Aufkleber und Quittung. Preis für die 10-Tages-Karte: 310 CZK.
  • Slowakei und Ungarn: Beide Länder arbeiten mit elektronischen Vignetten, die unter anderem über Apps verfügbar sind.
  • Bulgarien: Vor allem in Bezug auf dieses Urlaubsland warnten zum Beispiel Automobilclubs vor einigen Jahren davor, die Vignetten bei Beamten auf der Strasse zu kaufen. Sie stellten sich mitunter als Fälschungen heraus.

 

Insbesondere Biker sollten sich darüber im Klaren sein, in welchem Land überhaupt eine Vignettenpflicht für sie besteht, und andererseits die gegebenenfalls momentane Befreiung nicht für das jeweilige Nachbarland, das sie besuchen, voraussetzen. Die Grenze gerade zwischen EU-Mitgliedsstaaten ist schnell passiert - und genauso ein Gesetzesverstoss.

5 Gleicher Zweck, anderer Name: die Maut

a. Zum Begriff «Maut»

Das Wort «Vignette» stammt aus dem Französischen und bezeichnet ein Abzeichen oder eine Verzierung am Rand. Es meinte einst die Reben am Rand eines Weinbergs oder ein Flaschenetikett, bevor es in der Drucktechnik in Gebrauch kam und als Bezeichnung für das Siegel galt. Die Maut als nutzungsabhängige Gebühr für Verkehrswege geht auf das gotisch-altdeutsche mota/muta zurück, das den Wegezoll meinte. Sie ist im Prinzip von der Grösse des Fahrzeugs abhängig (Pkw- vs. Lkw-Maut) und begünstigt Wenig-Fahrer oder Urlauber, da sie bei tatsächlicher Nutzung eines bestimmten Streckenabschnitts fällig wird.

b. Mautpflichtige Länder

Die Liste der europäischen Länder mit Mautgebühren für Pkw ist lang: Sie umfasst Irland, Portugal, Spanien, Italien, verschiedene Staaten Ex-Jugoslawiens, Griechenland, Norwegen, Polen und Weissrussland. Oftmals sind nur Teile des jeweiligen Autobahnnetzes gebührenpflichtig.

c. Keineswegs Maut-Ausnahmen: Deutschland und die Benelux-Staaten

Bisher ohne Vignette und Maut «durchrollen» können Pkws in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg. Hier werden nur die Lkws registriert. Ausserhalb Mitteleuropas kommen allerdings zudem die britischen Autobahnen grossenteils - nicht vollständig - ohne Mautgebühren aus. Darüber hinaus sind auch Schweden, Finnland, Albanien und die meisten ehemaligen sowjetischen Republiken zumindest auf den Autobahnen ausserhalb der Metropolen mautfrei. Spezielle Abschnitte wie etwa Tunnel können allerdings überall mit Gebühren verbunden sein.

6 Moderne Systeme sollen die Bezahlung erleichtern

a. «Zubehör» für das Auto - Das Télépéage

Aufkleber an der Scheibe, elektronische Registrierung, On-Board-Units für Lkws - die Arten, für die Autobahnbenützung zu zahlen, sind von internationaler Vielfalt und suchen nach weiteren Lösungen zur Vereinfachung. In Österreich etwa sollen ab 2018 neben den gewohnten «Pickerln» auch sogenannte Videovignetten via App erhältlich und über das Kennzeichen dem jeweiligen Fahrzeug zuzuordnen sein. Urlauber in Frankreich und Italien als neben Österreich und Deutschland die nächsten Urlaubsziele haben sich solange an andere spezielle Systeme anzupassen. Da verschiedene Betreiber etwa das französische Autobahnnetz warten, sind die Benützer gezwungen, die Gebühren in bestimmten Abschnitten zu bezahlen. Eine Möglichkeit dabei ist das sogenannte Télépéage, das bestellt werden muss. Hierbei identifiziert die entsprechende Gesellschaft den Fahrer über einen Chip an der Windschutzscheibe und schickt ihm die seinem Abo entsprechende Rechnung am Ende des Monats zu. Das spart im Gegensatz zu den anderen Zahlmodalitäten - bar oder Karte - an der dafür ausgewiesenen Spur vor allem Zeit.

b. Fahren à la Card - die Viacard

Auch in Italien heisst es, die Maut an entsprechenden Kontrollstellen zu starten bzw. zu begleichen - umgerechnet circa 5 bis 8 Franken auf 100 Kilometer bei einem Pkw. Da nicht alle Stellen die Zahlung per Karte akzeptieren, rät sich Vielfahrern der Kauf einer dem französischem Modell ähnelnden, aber unbefristeten und übertragbaren VIA-Card. Sie ist gestaffelt erhältlich. Ansonsten können Benützer der Autobahnen bar oder, bei Verfügung über ein italienisches Konto, mit dem sogenannten «Telepass», einer weiteren elektronischen Alternative, zahlen.

c. Wie in der Kantine - Free Flow

Bisher noch selten ist das Bezahlsystem Free Flow, bei dem die angemeldeten Automobile bei der Durchfahrt automatisch registriert werden und überhaupt nicht mehr halten müssen. Zum Einsatz kommt es streckenweise auf der Autobahn «Pedemontana Lombarda». Einzelfahrten sind per Karte, gegebenenfalls aber auch telefonisch oder an verschiedenen Stationen rund um Mailand zahlbar.

Für Wenigfahrer bzw. Urlauber zahlen sich letztlich oft noch die herkömmlichen Varianten aus. Deutlich zeichnet sich jedoch die zunehmende Automatisierung beim Zahlen der Maut bzw. Vignette ab. Das heisst dennoch, mindestens genauso sorgfältig den Urlaub, die Geschäftsreise oder sonstige Fahrt zu planen - ganz gleich ob sie innerhalb des Heimatlandes stattfindet oder ins Ausland führt.

(ja/IFJ)

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