Schweizer Medien
Verlegerpräsident geht mit der SRG hart ins Gericht
publiziert: Dienstag, 12. Jan 2016 / 14:31 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Jan 2016 / 15:30 Uhr
Die SRG steht immer mehr in der Kritik.
Die SRG steht immer mehr in der Kritik.

Bern - Die Schweizer Medien stehen laut Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument am Scheideweg. Die Schweiz müsse sich fragen, ob eine staatlich abgesicherte SRG die Medienlandschaft dominieren dürfe oder ob es künftig weiterhin Platz für privat finanzierte Verlage geben soll.

3 Meldungen im Zusammenhang

Die unternehmerische, kulturelle und politische Vielfalt habe die Schweiz gross und stark gemacht, sagte Lebrument am Dienstag an der Dreikönigstagung des Verbandes Schweizer Medien in Zürich. Er richtete seine Worte nicht nur an die Vertreter der Medienbranche, sondern auch an National- und Ständeräte.
Die Verleger seien längst zu Medienunternehmern geworden, die seit Jahren daran arbeiteten, auch nachkommenden Generationen eine funktionierende Medienlandschaft zu hinterlassen. Dafür brauche es jedoch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Das geplante Joint Venture von SRG, Swisscom und Ringier laufe dem zuwider.

Ungleich lange Spiesse

Käme es zustande, entstünde mit einem Schlag der grösste Werbevermarkter der Schweiz. Andere Medienunternehmen würden stark benachteiligt. Mit einer Bündelung der Angebote und personalisierten Werbeformen hätte die neue Allianz erhebliche Vorteile gegenüber allen Konkurrenten - und dies teilweise mit Gebühren finanziert.

Heftig ins Gericht ging Lebrument namentlich mit der SRG. Die Kooperation der drei Partner sei der vorläufige Höhepunkt in einer Strategie, die aus dem Hinterhalt entwickelt worden sei. "Der Hinterhalt hat bei der SRG System", sagte Lebrument. Die SRG habe in den letzten Jahren trotz Schalmeienklängen immer wieder bewiesen, dass sie mit privaten Anbietern keinen Konsens finden wolle.

Knallharter Machtausbau

Vordergründig werde den Politikern und dem Volk vorgegaukelt, die SRG wolle nur das tun, was die privaten Anbieter nicht könnten. Diese These sei längstens widerlegt. Es gehe der SRG um knallharten Machtausbau. Die Verleger seien mit dieser Feststellung nicht allein. Auch SP-Nationalrat Matthias Aebischer, der früher selbst für das Schweizer Fernsehen tätig war, habe dies unlängst kritisiert.

Auf offene Ohren stiess Lebrument mit seiner Kritik an der SRG bei SVP-Nationalrat und Verleger Roger Köppel. In seiner Rede sprach Köppel von einer ordnungspolitischen Verwahrlosung, die bei der SRG Einzug gehalten habe.

Lebrument und Köppel versicherten, sie wollten die SRG nicht schwächen. Aber das öffentlich finanzierte Radio und Fernsehen müsse sich auf das Kernangebot beschränken. Werbeeinnahmen seien dafür nicht nötig.

Wachsende Skepsis im Parlament

Im Parlament nehme die Skepsis gegenüber der SRG zu, sagte der Verlegerpräsident. Die Einsicht wachse, dass die privat finanzierten Medien in Gefahr seien und in ihrem Kampf gegen die SRG unterstützt werden müssten. Das Parlament wolle keine Machtballungen.

(kris/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Trotz Service-Public-Diskussion und Kritik an einzelnen Sendeformaten: Die TV-Sender von Schweizer Radio und ... mehr lesen
Der Marktanteil von SRF ging leicht zurück.
Bern - Die Eidg. Wettbewerbskommission (Weko) hat das Gemeinschaftsunternehmen von Swisscom, SRG und Ringier, in dem ... mehr lesen
Bei der Werbung besteht laut Weko weiterhin ein starker Wettbewerb.
Das Schweizer Satiremagazin. Mit uns haben Sie gut lachen.
Wir sind ein auf die Vermarktung und Vermittlung von Medien der besonde ...
Mediabox
Eichstrasse 25
8045 Zürich
«SonntagsZeitung»: Die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr könnten stärker steigen als in diesem Jahr, als sie im Schnitt um rund 4 Prozent zulegten.
«SonntagsZeitung»: Die Krankenkassenprämien ...
Presseschau  Bern - Die Haltung zu den Bilateralen, die Vergangenheit des mutmasslichen Mörders von Rupperswil und die Wirtschaftlichkeit in der Krankenkasse-Grundversicherung. Mit diesen und anderen Themen hat sich die Sonntagspresse befasst. Ein Überblick (in unbestätigten Meldungen): 1
Strafverfahren gegen zwei Mitarbeiter der Zollverwaltung Bern - Die Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen zwei ...
Mehr Support für Bilaterale Bern - Die bilateralen Verträge geniessen in der Bevölkerung wieder mehr Zuspruch - eine ...
Neue CSS-Chefin fordert bessere Tests für Grundversicherung Bern - Die Krankenkassen müssen heute nach Ansicht der ...
Präsidentschaftsbewerber zeigt Reue  Washington - Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und TV-Moderatorin Megyn Kelly haben nach Monaten ihre bittere Fehde beendet. In einem Exklusiv-Interview mit der Starmoderatorin des konservativen Fernsehsenders Fox News zeigte sich Trump reuig.  
Schätzungen zufolge befinden sich in den USA mehr als 300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten.
US-Waffenlobby NRA stützt Trump Washington - Für seine voraussichtliche Präsidentschaftskandidatur hat der Republikaner Donald Trump die Unterstützung der mächtigen ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3934
    Der... Grund für die Misere liegt ganz woanders und ist im Prinzip sehr ... gestern 11:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3934
    Über... viele Jahre Schwarzarbeit ausüben, ist nur dann erlaubt, wenn sie aus ... So, 22.05.16 12:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1760
    Wer glaubt denn noch unserer Notenbank? Einen Monat bevor sie den Frankenkurs gegenüber ... Do, 12.05.16 16:43
  • jorian aus Dulliken 1752
    Solch ein Blödsinn! Der wahre Grund, dass man die grossen Noten abschaffen will, ist der, ... Mi, 11.05.16 17:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1760
    Na und? Hier wird beschrieben, wie eine Solaranlage sich selbst zurückregelt, ... Mi, 04.05.16 00:04
  • OldFred aus Thalwil 5
    Schweizer Pionierwerk Meine lieben "Ingenieur-Kollegen" von unserer innovativen "Hochschule", ... Di, 03.05.16 21:24
  • Kassandra aus Frauenfeld 1760
    Offenbar verstehen die USA nichts vom Verhandeln, dafür mehr vom Erpressen. Die Schweiz zahlt Milliarden ... Mo, 02.05.16 10:27
  • Kassandra aus Frauenfeld 1760
    Welche Frage! Ist doch klar, wer! Natürlich die Ermittler, diese Denunzianten! Mi, 20.04.16 09:35
Green Investment Solar Impulse 2 ist zur 13. Etappe gestartet Dayton - Der Solarflieger Solar Impulse 2 ist ...
Das Crowdfunding hat um 73 Prozent zugelegt.
Startup News Crowdfunding in der Schweiz markant gewachsen Luzern - Auf tiefem Niveau ist der Markt für Schwarmfinanzierung (sog. Crowdfunding) in der Schweiz erneut stark gewachsen. Diese Art der Geldbeschaffung ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
24.05.2016
24.05.2016
24.05.2016
24.05.2016
Veet Logo
24.05.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 7°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 6°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Bern 4°C 21°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Genf 5°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 12°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten