Verhandlungen zum Agrarfreihandel gestoppt
publiziert: Mittwoch, 7. Mrz 2012 / 13:55 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Mrz 2012 / 15:53 Uhr
ie Schweizer Bauern müssten geschützt werden.
ie Schweizer Bauern müssten geschützt werden.

Bern - Der Bundesrat muss die Verhandlungen über ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU sistieren. Der Ständerat hat am Mittwoch eine Motion mit dieser Forderung aus dem Nationalrat mit 26 zu 16 Stimmen gutgeheissen und damit an den Bundesrat überwiesen.

Die Experten für den Boden
6 Meldungen im Zusammenhang
Die Regierung wird beauftragt, die laufenden Verhandlungen mit der EU über ein Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich unverzüglich zu stoppen. Der Bundesrat soll keine Verhandlungen mehr führen, solange es im Rahmen der Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) nicht zum Abschluss einer weiteren Liberalisierungsrunde kommt.

Wie der Nationalrat befürchtet auch die Mehrheit des Ständerats, dass eine Öffnung des Agrarmarkts für die Schweizer Bauern katastrophale Folgen hätte. Tausende Landwirtschaftsbetriebe würden verschwinden, sagte Peter Föhn (SVP/SZ).

Schutz für Schweizer Bauern

Die Schweizer Bauern müssten geschützt werden, da sie wegen der schwierigen topografischen und klimatischen Bedingungen und der hohen Regeldichte mit kürzeren Spiessen kämpften als die Konkurrenten. Durch einen Verhandlungsabbbruch gebe man den verunsicherten Bauern wieder Planungssicherheit.

Ohne gleichlange Spiesse sieht This Jenny (SVP/GL) vor allem die Bergbauern in Gefahr. Das habe enorme Konsequenzen für die Landschaft und den Tourismus, denn ohne Bewirtschaftung vergande das Land. Nach Ansicht von Werner Luginbühl (BDP/BE) ist ein Freihandelsabkommen auch gar nicht nötig, weil es für die EU nicht vordringlich sei.

Für eine Sistierung der Verhandlungen oder gar einen Verhandlungsabbruch plädierten vor allem Vertreter der CVP, der SVP und der BDP. Aber auch welsche Vertreter der SP und der Grünen sprachen sich gegen eine Fortsetzung der Verhandlungen aus.

Vergeblich warnte Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann vor der Annahme der Motion. Eine Sistierung der Verhandlungen führe bloss zum Stillstand und löse die Probleme der Landwirtschaft nicht. Der Agrarfreihandel berge nicht nur Risiken, sondern biete auch Chancen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Grosswangen LU - Heimische Nahrungsmittelproduktion statt Import-Produkte fördern: An der ... mehr lesen
SVP-Präsident und Landwirt Toni Brunner (SG): «Wir sind in grosser Sorge um den Schweizer Bauernstand.»
Bern - Der Nationalrat bleibt bei seinem Ja zum Präventionsgesetz. Er möchte, dass die Massnahmen zur ... mehr lesen
Eine Bestätigung der Abstimmung zum Präventionsgesetz.
Bern - Die SVP will die Schweizer Bauern vor Landwirtschaftsprodukten aus dem Ausland schützen. Sie bekräftigt ihren ... mehr lesen 1
Toni Brunner spricht sich gegen das Agrarfreihandelsabkommen aus.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Landwirtschaftliches Zubehör
Agro Weber
Dietrütistrasse 3
9525 Lenggenwil
Treuhandstelle für kleine Unternehmen. Beratung und Software für Landwirtschaft, Gewerbe und KMU.
Pinus AG
Dorfstrasse 48
8542 Wiesendangen
Die Experten für den Boden
Die Kirschen sind dieses Jahr erst später reif als üblich.
Die Kirschen sind dieses Jahr erst später reif als ...
Wegen miesem Frühlingswetter  Zug - Wegen des kühlen und feuchten Frühlings startet die Kirschenernte 2013 rund zwei Wochen später als normal. Der Schweizer Obstverband erwartet eine durchschnittlich bis gute Ernte. Bei den Industriekirschen sagt er eine kleinere Ernte und dadurch höhere Preise voraus. 
Obstbäumen. (Symbolbild)
Vegetation im Rückstand Bern - Verglichen mit «normalen» Jahren liegt die Vegetation in der Schweiz derzeit drei Wochen zurück. Das hat Auswirkungen auf die Kulturen. Die ...
Stichproben in 18 Ländern  Bern - Eine breit angelegte Untersuchung hat bei Stichproben in 18 europäischen Ländern, darunter in der Schweiz, Spuren des Pestizid-Wirkstoffs ...  
In der Schweiz werden den Angaben zufolge jährlich schätzungsweise 300 Tonnen Glyphosat verkauft.
Bei konventioneller Landwirtschaft ist das Giftspritzen unabdingbar.
Bauern gegen vorschnelles Verbot von Pestiziden Bern - Der Bauernverband warnt vor einem vorschnellen Verbot von Pflanzenschutzmitteln im Kampf gegen das Bienensterben. Für ...
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3063
    Zeichen für was? Schaden? Also Grendel, Sie wollen also ein Gesetzt annehmen dass der Schweiz ... Di, 18.06.13 21:24
  • grendel aus Herisau 3
    zeichen setzen ich mach mir keine illusionen, dass eine annahme gross verbesserungen ... Mo, 17.06.13 19:24
  • BigBrother aus Arisdorf 1362
    einfach naiv und blauäugig Die Umsetzung der Initiative wird bestimmt einfach sein, denn bei einer ... Mo, 17.06.13 15:56
  • thomy aus Bern 3841
    Liiieeeber jorian ... Einfach so ein (un-)gutes Gefühl ... Jetzt interessiert es mich nicht ... Mo, 17.06.13 11:22
  • jorian aus Gretzenbach 1197
    Humor Sie sind nicht neugierig, warum wollen Sie dann wissen, wer hinter dem ... So, 16.06.13 22:15
  • Heidi aus Oberburg 875
    was nein, thomy? Haben Sie keine Ahnung, obwohl ich das mehrmals hier im Forum erwähnt ... So, 16.06.13 21:58
  • thomy aus Bern 3841
    Nein, liebe Heidi ... ... so genau weiss ich es nicht - Allerhöchstens kann ich etwas ahnen. ... So, 16.06.13 21:08
  • jorian aus Gretzenbach 1197
    Gewerkschaften Ich war bei der UNIA, ich war bei der SYNA und beim SBKPV. Brauchte ... Fr, 14.06.13 06:39
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
KLINIKA SIMPLADENT Logo
18.06.2013
matik Logo
18.06.2013
SWISSAVANS AG SWISS CLINICAL AND DIAGNOSTICS Logo
17.06.2013
Global Style Sofas Logo
17.06.2013
17.06.2013
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 18°C 22°C leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Basel 16°C 18°C bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
St.Gallen 20°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 18°C 24°C bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 20°C 26°C leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Genf 18°C 22°C bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Lugano 19°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten