Konjunkturumfrage der Credit Suisse in Zusammenarbeit mit ZEW
Verbesserte Erwartungen im September
publiziert: Donnerstag, 18. Sep 2008 / 08:55 Uhr

Der Finanzmarkttest der Credit Suisse und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigt, dass sich die Konjunkturerwartungen im September etwas aufgehellt haben. Der Credit Suisse ZEW Indikator der Erwartungen stieg um 35,2 Punkte auf -44,4 Punkte.

Bei den Wohnimmobilien erwartet die Hälfte aller Finanzmarktexperten steigende Preise auf 5-Jahres-Sicht.
Bei den Wohnimmobilien erwartet die Hälfte aller Finanzmarktexperten steigende Preise auf 5-Jahres-Sicht.
Rund elf Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung der Konjunkturlage in den nächsten sechs Monaten. Immer noch mehr als die Hälfte der Finanzmarktexperten geht allerdings von einer weiteren Eintrübung aus. Die aktuelle Konjunkturlage wurde etwas pessimistischer eingeschätzt als im Vormonat, der entsprechende Saldo reduzierte sich auf 17,8 Punkte (-8,7 Punkte). Inflations- und Zinserwartungen sind im September erneut gesunken. Der Saldo der Inflationserwartungen reduzierte sich um 18,1 Punkte auf -46,7 Punkte und derjenige der Zinserwartungen um 4,8 Punkte auf -6,8 Punkte. Über 20 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten mittlerweile einen Rückgang der kurzfristigen Zinsen in den nächsten sechs Monaten. Die aktuelle Spezialfrage zeigte, dass eine Mehrheit der Befragten das aktuelle Bewertungsniveau des Schweizerischen Immobilienmarktes für angemessen hält.

Etwas aufgehellt

In der aktuellen Umfrage des Schweizer Finanzmarkttests haben sich die Prognosen der Finanzmarktexperten bezüglich der mittelfristigen wirtschaftlichen Dynamik aufgehellt. Zwar erwarten immer noch mehr als die Hälfte der Experten eine Eintrübung, ihr Anteil beträgt jedoch 26 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Ein Drittel der Analysten erwartet keine Veränderung. Der Saldo steigt daher um 35,2 Punkte auf -44,4 Punkte. Die derzeitige konjunkturelle Situation erachtet nur gut ein Fünftel (22,2%) der Umfrageteilnehmer als gut. Fast drei Viertel (73,3%) der Experten halten die aktuelle Wirtschaftslage für normal. Der entsprechende Saldo sinkt in der Folge um 8,7 Punkte auf 17,8 Punkte.

Sinkende Inflation

Nachdem die Inflation in der Schweiz seit September 2007 einen Aufwärtstrend verfolgt hatte, schwächte sie sich im letzten Monat wieder leicht ab und scheint somit ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Der Anteil der Analysten, der einen weiteren Rückgang der Teuerungsrate prognostiziert, ist um 12,9 Prozentpunkte deutlich auf 57,8% gestiegen. Nur noch 31,1% der Finanzmarktexperten erwarten keine Veränderung und lediglich 11,1% eine Erhöhung. Der Saldo für die Inflationsrate in der Schweiz sank daher deutlich um 18,1 Punkte auf -46,7 Punkte.

Zinsen: Wenig Veränderung

Bezüglich der kurzfristigen Zinsen erachten 65,9% der Analysten keine Veränderung als das wahrscheinlichste Szenario. Dieser Wert liegt jedoch 15,7 Prozentpunkte unter dem Stand des Vormonats. Sowohl der Anteil der Experten, der einen höheren kurzfristigen Zinssatz erwartet (13,6%), als auch der Anteil, der eine Verringerung als wahrscheinlich erachtet (20,5%), sind gestiegen. Auch bei den langfristigen Zinsen erwartet mit 52,3% der grösste Teil der Analysten keine Veränderung in der mittleren Frist. Mit 29,5% prognostizieren 7,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat einen steigenden langfristigen Zinssatz. Der Saldo sinkt leicht um 2,9 Punkte auf 11,4 Punkte.

Swiss Market Index

Der Swiss Market Index (SMI) bewegte sich längere Zeit relativ stabil um die Marke von 7100 Punkten. Wie bereits im Vormonat erwartet mit 64,3% ein grosser Teil der Befragten steigende Aktienkurse. Demgegenüber erwarten 23,8% der Analysten sinkende Kurse. Der Aktienmarktindikator sinkt leicht um 0,3 Punkte auf 40,5 Punkte. Zu beachten ist hierbei, dass der Umfragezeitraum bis zum 12. September 2008 dauerte und deshalb die starken Kursveränderungen im Zuge der Veröffentlichungen um die US-Bank Lehman Brothers darin nicht berücksichtigt sind.

53,3% der Umfrageteilnehmer (+12.5 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat) erwarten eine Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro. Keine Veränderung prognostizieren 37,8% der Experten und nur 8,9% erwarten eine Abwertung. Der Saldo steigt daher deutlich um 11,7 Punkte auf 44,4 Punkte.

Öl und Gold

Seit den Rekordhochs des Ölpreises im Juli ist der Preis für einen Barrel Rohöl stark gesunken. Die Meinungen der Finanzmarktexperten über die mittelfristigen Entwicklungen gehen auseinander. 29,5% der Experten erachten ein Ansteigen des Preises als wahrscheinlich, gegenüber 34,1%, die einen sinkenden Rohölpreis erwarten. Die restlichen 36,4% prognostizieren einen konstanten Ölpreis. Auch bezüglich des Goldpreises sind die Meinungen der Analysten nicht eindeutig. Ein grosser Teil (41,9%) der Befragten erwartet einen steigenden Goldpreis. Der Anteil, der einen sinkenden Preis für Gold erwartet, ist stark von 46,7% auf 30,2% gesunken. Der Saldo legt folglich um 29,4 Punkte auf 11,6 Punkte zu.

Rückgang bei Gewinnen

Sowohl bei der Gewinnsituation (56,1%) also auch bei der Umsatzrendite (61,9%) erwartet der Grossteil der Analysten einen Rückgang. Bei der Gewinnsituation prognostizieren jedoch mit 36,6% (+21,4 Prozentpunkte) deutlich mehr Analysten keine Veränderung als noch im Vormonat. Auch bei der Umsatzrendite steigt der Anteil der Analysten, der keine Veränderung erwartet, deutlich um 15,9 Prozentpunkte auf 33,3%. Bezüglich der Arbeitslosenrate veränderten sich die Werte im Vergleich zum Vormonat kaum. 65,1% der Experten erwarten eine Erhöhung der Arbeitslosenquote. Keine Veränderung erachten 34,9% der Finanzmarktexperten als wahrscheinlich.

Schweizer Immobilienmarkt

Im Rahmen der Sonderfrage wurden die Finanzmarktexperten diesen Monat gebeten, eine Einschätzung zum schweizeischen Immobilienmarkt zu geben. Ein Anteil von 33% rechnet mit einem weiteren Preisanstieg bei den gewerblich genutzten Immobilien in den nächsten fünf Jahren, 45% gehen von konstanten Preisen aus. Bei den Wohnimmobilien erwartet die Hälfte aller Finanzmarktexperten steigende Preise auf 5-Jahres-Sicht.

(mr/KMU Magazin)

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