Vasella in economiesuisse-Vorstand gewählt
publiziert: Freitag, 3. Sep 2010 / 13:41 Uhr / aktualisiert: Freitag, 3. Sep 2010 / 16:28 Uhr
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Daniel Vasella wurde als Vertreter der Pharmaindustrie und der Grosskonzerne gewählt.
Daniel Vasella wurde als Vertreter der Pharmaindustrie und der Grosskonzerne gewählt.

Basel - Der Verwaltungsratspräsident des Basler Pharmariesen Novartis, Daniel Vasella, ist am Freitag in den Vorstand des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse gewählt worden. Vasella gehört auch dem kleineren Vorstandsausschuss des Verbands an.

5 Meldungen im Zusammenhang
Vasella wurde als Vertreter der Pharmaindustrie und der Grosskonzerne gewählt. «Auch wenn das nicht so populär klingt: Die Schweiz verdient viel wegen der Grossfirmen», sagte der Novartis-Präsident am Rande des «Tags der Wirtschaft» in Basel. Sein Augenmerk als Vorstandsmitglied lege er aber in erster Linie auf das «Interesse des Landes».

Vasella war bis Anfang 2010 auch Konzernchef des Pharmagiganten und stand zuletzt vor allem wegen seines Salärs im Zentrum öffentlicher Diskussionen: 2009 bekam Vasella von Novartis 42,2 Mio. Fr. Lohn und war damit der bestbezahlte Manager im Land.

Neben Vasella wählte der economiesuisse-Vorstand als Repräsentanten des Hotelierverbands Hotelleriesuisse Guglielmo Brentel den Vorstandsausschuss. Neu im Vorstand sind zudem der Chef des Telekomunternehmens Sunrise, Oliver Steil, sowie Isabelle Welton, Leiterin von IBM Schweiz sowie Hans Wicki, Vertreter der Zentralschweizerischen Handelskammer.

Steuerkonflikt

Gleichzeitig äusserte sich Wolfgang Schäuble am «Tag der Wirtschaft» zum Steuerkonflikt zwischen der Schweiz und Deutschland. Eine Verhandlungslösung ist nach den Worten des deutschen Finanzministers nahe. Schäuble geht davon aus, dass die Gespräche über ein Steuerabkommen bis Ende Oktober abgeschlossen sind.

Das Resultat werde eine Lösung «zwischen Abgeltungssteuer und Amtshifeverahren» sein, sagte Schäuble am Freitag vor Vertretern von Wirtschaft und Politik in Basel.

Die Abgeltungssteuer sieht vor, dass Schweizer Finanzinstitute eine Steuer bei ausländischen Kontoinhabern erheben, die dann an die Eidgenössischen Behörden weitergeleitet wird. Diese überweisen die Beträge dann ins Ausland. Die Kontoinhaber bleiben für ihre jeweiligen Regierungen anonym.

Eine Abgeltungssteuer als Lösung des Konflikts mit Deutschland und anderen Staaten wird seit längerem von den Banken selbst propagiert. Laut Schäuble muss aber auch eine Amtshilfe bei Steuerhinterziehung Teil des Abkommens zwischen Bern und Berlin sein.

(sl/sda)

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