VW muss 200'000 Autos überprüfen
publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2010 / 18:22 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Feb 2010 / 19:03 Uhr

Sao Paulo - Der deutsche VW-Konzern ruft in Brasilien fast 200'000 Autos wegen Problemen mit Kugellagern zurück. Es bestehe die Gefahr, dass die Lager an den Hinterrädern nicht ausreichend gefettet seien, teilte Volkswagen do Brasil mit.

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Brasilien ist nach China und Deutschland der drittgrösste Markt des deutschen VW-Konzerns.
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Wegen der teils unzureichenden Fettung können die Hinterräder bei Beanspruchung über lange Zeit hinweg blockieren. In extremen Fällen bestehe die Gefahr, dass sich die Räder lösten, wodurch es möglicherweise zu Unfällen kommen könne.

Betroffen sind 193'620 Fahrzeuge der brasilianischen Modelle Gol und Voyage. Es handle sich um Fahrzeuge der Modelljahre 2009 und 2010. Volkswagen werde in den Werkstätten die Kugellager untersuchen und sie fetten oder nötigenfalls ersetzen.

Brasilien ist nach China und Deutschland der drittgrösste Markt des deutschen VW-Konzerns. Rückrufe sind in der Autoindustrie üblich, weil immer mal wieder Probleme mit Zulieferteilen oder Konstruktionsmängel auftauchen.

Aussergewöhnlicher Toyota-Rückruf

Aus diesem Muster fallen die Massenrückrufe von Toyota allerdings heraus. Der japanische Weltmarktführer hatte in den vergangenen Wochen Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit klemmenden Gaspedalen und ruckenden Bremsen in die Werkstätten beordert.

Die Kosten für den Rückruf einschliesslich entgangener Verkäufe hat das Unternehmen auf rund 1,4 Mrd. Euro geschätzt. Hinzu kommen könnten weitere Summen, da dem japanischen Unternehmen in den USA eine Klagewelle von unzufriedenen Autobesitzern droht.

Das Debakel hat den Ruf des bislang für seine zuverlässigen Autos bekannten Herstellers bereits massiv beschädigt. Auch der japanische Rivale Honda hatte wegen Problemen mit Airbags Autos in die Werkstätten rufen müssen.

(bert/sda)

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