Allianz erhöht den Druck
Unternehmen sollen Menschenrechte auch im Ausland einhalten
publiziert: Montag, 19. Jan 2015 / 13:05 Uhr / aktualisiert: Montag, 19. Jan 2015 / 14:25 Uhr
Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen.
Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen.

Bern - Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen. Nachdem sie das Thema Konzernverantwortung mit der Kampagne «Recht ohne Grenzen» auf die politische Agenda gebracht haben, lancieren sie nun eine Volksinitiative.

2 Meldungen im Zusammenhang
Diese soll Schweizer Unternehmen dazu zwingen, Menschenrechts- und Umweltstandards auch im Ausland einzuhalten. Kern der Initiative «für verantwortungsvolle Konzerne - zum Schutz von Mensch und Umwelt» (Konzernverantwortungsinitiative) ist eine Sorgfaltsprüfungspflicht, die verhindern soll, dass es überhaupt zu Verstössen kommt.

Konkret müssten die Unternehmen eine Risiko-Abschätzung und eine umfassende Berichterstattung vorlegen sowie Massnahmen zur Vermeidung und Beendigung allfälliger Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden treffen. Dies teilte der neu gegründete Verein Konzernverantwortungsinitiative am Montag in einer Mitteilung mit. Vorgesehen ist auch ein Kontrollmechanismus zur Durchsetzung der Sorgfaltsprüfungspflicht.

KMU kaum betroffen

Die neuen Vorschriften würden für alle Schweizer Unternehmen gelten. Weil die Sorgfaltsprüfungspflicht aber an spezifische Risiken geknüpft ist, wären vor allem multinationale Konzerne in der Pflicht. Die meisten Schweizer KMU wären von der Initiative nicht betroffen, wie es in der Mitteilung heisst.

Den Wortlaut der Initiative hat der Verein noch nicht bekannt gegeben. Der Text ist derzeit bei der Bundeskanzlei in Vorprüfung. Die Details zum Volksbegehren sollen im April bekannt gegeben werden, die Unterschriftensammlung beginnt im Mai.

Urheber der Initiative sind rund 50 Hilfswerke, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, kirchliche Organisationen und andere Vereinigungen, darunter Greenpeace, die Erklärung von Bern, HEKS oder der Schweizerische Gewerkschaftsbund. Viele von ihnen haben sich 2011 bereits für die Kampagne «Recht ohne Grenzen» engagiert. Sie verlangten, dass Schweizer Firmen Menschenrechte und Umweltstandards auch im Ausland respektieren.

Bisher keine verbindlichen Vorschriften

Eine Petition mit der Forderung konnte mit 135'000 Unterschriften eingereicht werden. Das Parlament nahm das Anliegen auf und beauftragte den Bundesrat, eine Strategie zu Umwelt- und Menschenrechten vorzulegen. Obwohl das Problem inzwischen anerkannt sei, hätten aber bisher weder Bundesrat noch Parlament rechtlich verbindliche Regeln für Unternehmen vorgeschlagen, kritisieren die Organisationen. Alle bisher zur Diskussion gestellten Lösungen basierten auf Freiwilligkeit.

Greenpeace und die Erklärung von Bern haben in den letzten Jahren jeweils auch mit dem «Public Eye» in Davos auf die fehlende Verantwortlichkeit der Konzerne aufmerksam gemacht. Der Anlass, der aus dem Widerstand gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) hervorgegangen ist, findet dieses Jahr zum letzten Mal statt. Das Anliegen sei auf der politischen Ebene angekommen, begründete Public-Eye-Sprecher Oliver Classen den Entscheid. Mit der Initiative gehen die Organisationen nun noch einen Schritt weiter.

(nir/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Verschiedene konzernkritische Organisationen machen Ernst: Ab ... mehr lesen
Schweizer Konzerne sollen nun durch eine Initiative für Menschenrechtsverletzungen haften.
Erst Ende Mai war es in der peruanischen Provinz Espina zu Protesten gegen das Zuger Bergbauunternehmen Xstrata gekommen.
Bern - Mehrere Dutzend Aktivisten von über 50 Organisationen haben der Bundeskanzlei in Bern am Mittwoch eine Petition mit 135'285 Unterschriften übergeben. Ihre Forderung: ... mehr lesen
Wieso eigentlich?
Brauchen wir doch gar nicht, die Menschenrechte, nicht mal in der Schweiz! Fragt nur mal die SVP!
Wenn wir die hier schon nicht mehr nötig haben, weshalb sollen nun plötzlich unsere Unternehmen die Menschrechte achten- und dann auch noch im Ausland, wo die ja so wie so niemand kennt?
Für die, die so gar nichts merken: Das ist bittere Ironie!
Hygiene-Vorschriften ernst nehmen.
Hygiene-Vorschriften ernst nehmen.
Publinews Events in Corona Zeiten  Man kann durchaus behaupten, dass wir derzeit in herausfordernden Zeiten leben. Durch die Corona Pandemie haben sich sämtliche Lebensbereiche für Menschen verändert. mehr lesen  
Publinews Um richtig arbeiten, lernen und sich auf Prüfungen vorbereiten zu können, ist der passende Arbeitsplatz notwendig. mehr lesen  
Crowdworking im Jahr 2019  2019 gaben 0,4% der Bevölkerung an, in den letzten 12 Monaten ... mehr lesen  
Knapp zwei von fünf Plattformdienstleistenden verdienen jährlich weniger als 1000 Franken.
Publinews Bern - Die sukzessive Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert Anpassungen bei der Entschädigung des Erwerbsausfalls. Der Bundesrat hat am 22. April 2020 den Anspruch der Selbständigerwerbenden, die ihre Betriebe am 27. April oder am 11. Mai wieder öffnen können, bis zum 16. Mai verlängert. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
EasyGov am Laptop
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die nötigen Behördengänge Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) baut den Online-Schalter für Unterneh-men EasyGov.swiss bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr aus. Mit ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Telefonkonferenz digital
Publinews Der virtuelle Konferenzraum boomt - die Corona-Krise hat das Thema Homeoffice stark befeuert. Immer mehr Menschen arbeiten von zuhause aus. ... mehr lesen
Krank?
Publinews Wer hat nicht schon mal daran gedacht, sich einfach mal eine Woche krankschreiben zu lassen, ohne wirklich krank zu sein? Offensichtlich denken viele ... mehr lesen
Investition in Ferienhäuser.
Publinews Mit dem Aufkommen von Buchungsplattformen, die es Hausbesitzern ermöglichen, ihre Immobilien kurzfristig an Urlauber zu ... mehr lesen
Kauf oder Miete?
Publinews Das ewige leidige Thema, ob ein Auto gemietet oder gekauft werden soll, werden wir mit diesem Artikel nicht beenden können. Es ist ausserdem ein sehr komplexes Thema, ... mehr lesen
Medizinische Wirkung in der Schmerztherapie.
Publinews Mal heftiger und mal weniger heftig entbrennt die Diskussion um alternative Heilmethoden in den heimischen Medien. In den Fachmagazinen ... mehr lesen
Der Neuanfang kann gelingen.
Publinews Wer das 50. Lebensjahr hinter sich gelassen hat und seine Anstellung verliert, hat es schwer, wieder in Arbeit zu kommen. Dennoch kann der ... mehr lesen
Gedanken zur vierten industriellen Revolution
Publinews «Zeit ist Geld», diesen Spruch, dessen Wurzeln in der Antike liegen, hat fast jeder schon einmal in seinem Leben gehört. Dahinter steht der Gedanke, dass ... mehr lesen
Der Businessplan: Ihre Eintrittskarte in die Selbständigkeit
Publinews Sie haben sich unzählige Tage, gar Nächte mit Ihrer Geschäftsidee beschäftigt? Sie sind überzeugt, dass diese wettbewerbsfähig ist? Und nun ... mehr lesen
Behördengänge im Homeoffice erledigen
Publinews Heute lassen sich viele Behördengänge bequem online abwickeln. So bietet etwa EasyGov.swiss zahlreiche Dienstleistungen von Bund und Kantonen gebündelt an einem ... mehr lesen
Die junge Generation nutzt Technologie.
Publinews Wenn man mit Schülern vergangener Generationen spricht, dann galt der Taschenrechner in vielen Schulen als Schummel Instrument. mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
BIBARIUM Logo
22.01.2021
22.01.2021
iris lilly Logo
22.01.2021
van van Logo
22.01.2021
22.01.2021
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 1°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeschauer
Basel 3°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen starker Schneeregen
St. Gallen 0°C 2°C Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee immer wieder Schnee
Bern 1°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeschauer
Luzern 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer immer wieder Schnee
Genf 2°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeschauer
Lugano 5°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten