Superlative stören Greenpeace
Unlautere Werbung für Erdöl und Erdgas
publiziert: Dienstag, 8. Mrz 2016 / 15:22 Uhr
Greenpeace kritisiert Werbeaussagen der Erdöl-Vereinigung. (Archivbild)
Greenpeace kritisiert Werbeaussagen der Erdöl-Vereinigung. (Archivbild)

Bern - Greenpeace hat sich an klimatisch positiven Werbeaussagen der Erdöl-Vereinigung und des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) gestört - und von der Lauterkeitskommission grösstenteils Recht erhalten.

Gestört hatte sich die Umweltorganisation an Aussagen wie: «Erdgas belastet die Umwelt weniger als Heizöl, Holzschnitzel, Pellets oder importierter Kohlestrom» oder: «Heute ist die klimapolitisch wirksamste Massnahme, Heizöl durch Erdgas zu ersetzen».

Die Dritte Kammer der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) hat die Beschwerde von Greenpeace gegen die VSG in zwei Fällen gestützt, wie sie am Dienstag mitteilte. Der VSG konnte gemäss Mitteilung weder die Behauptung «Erdgas belastet die Umwelt weniger...» noch die Aussage «die klimapolitisch wirksamste Massnahme» mit neutralen Fakten, etwa Gutachten unabhängiger Dritter, belegen.

Von Werbenden wird im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, in den Grundsätzen der SLK und in einem Verhaltenscode verlangt, dass Angaben über Produkte und Dienstleistungen sowie deren Vergleich mit Konkurrenzprodukten nicht unrichtig oder irreführend sein dürfen. Vor allem umweltbezogene Werbeaussagen dürften keine unklaren oder vagen Vorstellungen vermitteln und nur dann Vergleiche anstellen, wenn ein signifikanter Vorteil in Aussicht stehe.

Auch Erdöl-Werbung kritisiert

Daher war Greenpeace auch mit einer weiteren Beschwerde gegen die Erdöl-Vereinigung erfolgreich. Die beanstandeten Werbeaussagen lauteten: «Der Ersatz einer alten Ölheizung durch eine neue Ölheizung ist in jedem Fall die günstigste Variante», «Die Ölheizungstechnik ist häufig der wirkungsvollste und wirtschaftlichste Weg zu sparsamem Energieverbrauch und mehr Klimaschutz» und «Bei der Wahl des Heizsystems ist es umweltmässig betrachtet nahezu gehüpft wie gesprungen, für welche Anlage man sich entscheidet».

Sowohl die Behauptung, «in jedem Fall die günstigste Variante» als auch «die Superlativbehauptung 'häufig der wirkungsvollste und wirtschaftlichste Weg' konnten nicht genügend belegt werden», schreibt die SLK. Zum anderen sei die Aussage «umweltmässig betrachtet nahezu gehüpft wie gesprungen» eine unscharfe Vorstellung über die Umweltfreundlichkeit.

Abgewiesen wurden die Beschwerde gegen eine Aussage der VSG und zwei weitere Aussagen der Erdöl-Vereinigung. So ist eine Werbung mit dem Satz «Wer jetzt auf eine neue Erdgas-Heizung setzt, dem dankt die Natur» nicht unlauter, da gemäss SLK «eine neue Heizung im allgemeinen Verständnis stets umweltfreundlicher ist als eine alte». Bei der Erdöl-Vereinigung ging es um Aussagen zur besseren Umweltbilanz von neuen Ölheizungen gegenüber alten Anlagen.

Greenpeace Schweiz freut sich über den Entscheid der SLK «und erwartet, dass ab sofort keine Desinformation mehr betrieben wird», wie die Umweltorganisation am Dienstag mitteilte.

(arc/sda)

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