Unia-Delegierte wollen höhere Löhne
publiziert: Samstag, 26. Nov 2005 / 17:28 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 27. Nov 2005 / 02:08 Uhr

Bern - Die Gewerkschaft Unia will sich im nächsten Jahr mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Reallöhne «substanziell» erhöht werden.

Die Unia hat nach eigenen Angaben erfolgreich Gesamtarbeitsverträge abschliessen können.
Die Unia hat nach eigenen Angaben erfolgreich Gesamtarbeitsverträge abschliessen können.
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Das beschlossen die Unia-Delegierten in Bern. Die Reallöhne vieler Arbeitnehmer hätten in den vergangenen Jahren stagniert oder seien gar gesunken, schreibt die Unia in einem Communiqué. In der gleichen Zeit seien die Gewinne der börsenkotierten Unternehmen und die Gehälter der Chefetagen explodiert.

Dieses Ungleichgewicht gelte es zu beseitigen: Für 2006 wolle die Unia deshalb ihr Hauptgewicht auf eine Kampagne zur Erhöhung der Reallöhne legen. Zudem sei es an der Zeit, endlich die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau durchzusetzen.

Gegen Verschärfung des Ausländergesetzes

«Entschieden» habe sich die Delegiertenversammlung zudem gegen eine Verschärfung des Ausländergesetzes ausgesprochen. Falls das Parlament in der am Montag beginnenden Session an den Verschlechterungen festhalte, werde die Unia das Referendum gegen die Gesetzesrevision unterstützen.

Enttäuscht reagiert die Gewerkschaft auf den Entscheid des Bundesrates, die kantonalen Projekte zur Schaffung von Lehrstellen vollumfänglich zu finanzieren. Die Landesregierung verkenne den Ernst der Situation völlig und riskiere fahrlässig eine Zunahme der sozialen Spannungen in der Schweiz.

Vertrag für Poliere

In einer Resolution fordern die Unia-Delegierten den Schweizerischen Baumeisterverband dazu auf, Hand zu einem neuen Vertrag für Poliere zu bieten. Dieser müsse verbindliche Mindestlöhne enthalten und Polieren die gleiche Lohnentwicklung zugestehen wie den übrigen Angestellten auf dem Bau.

Die Delegierten zogen ausserdem aus Anlass des einjährigen Bestehens der Unia Bilanz. Diese falle positiv aus, heisst es im Communiqué: Die Unia habe erfolgreich Gesamtarbeitsverträge abgeschlossen, zu griffigen Lohnschutzmassnahmen im Rahmen der Personenfreizügigkeit beigetragen und vertrete die Interessen der Arbeitnehmer wirksam und offensiv.

(ht/sda)

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