Umkehrschub als mögliche Ursache für Unglück
publiziert: Montag, 25. Aug 2008 / 18:44 Uhr

Madrid - Die Suche nach der Ursache für das Flugzeugunglück von Madrid zieht sich weiter hin. Inzwischen gehen die Ermittler laut Medienberichten davon aus, dass ein Triebwerk möglicherweise auf Umkehrschub gestellt war und darum zu wenig Schubkraft vorhanden war.

Ermittler entdeckten am Unglücksort, dass eines der Triebwerke offenbar auf Umkehrschub gestellt war.
Ermittler entdeckten am Unglücksort, dass eines der Triebwerke offenbar auf Umkehrschub gestellt war.
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Auf diese Möglichkeit lasse die Tatsache schliessen, dass das Flugzeug vor dem Abheben auf der Startbahn ungewöhnlich lange gerollt sei, berichtete die Zeitung «El País» am Montag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Die Maschine sei 500 Meter über den für das Abheben empfohlenen Punkt hinausgerollt.

Dem Bericht zufolge könnte eines der Triebwerke auf Umkehrschub gewechselt haben - eine Einstellung, die bei Landungen zum Bremsen vorgenommen wird. Dadurch erkläre sich, dass sich das Flugzeug unmittelbar nach dem Abheben auf die rechte Seite geneigt habe, berichtete «El País» unter Berufung auf einen Luftfahrtingenieur.

Auf Umkehrschub gestellt

Der Zeitung zufolge entdeckten Ermittler am Unglücksort, dass eines der Triebwerke offenbar auf Umkehrschub gestellt war. Unklar war jedoch, ob dies bereits beim Start der Fall war oder erst beim Absturz erfolgte.

Die Maschine der Fluggesellschaft Spanair mit dem Ziel Gran Canaria war am Mittwoch kurz nach dem Start in Madrid verunglückt und in Flammen aufgegangen. An Bord waren 162 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder.

153 Menschen kamen ums Leben, eine weitere Frau erlag am Samstag ihren schweren Verbrennungen. Unter den 18 Verletzten befanden sich am Montag zwei in einem kritischen Zustand.

(fest/sda)

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