US-Steuerbehörde IRS rüstet auf
publiziert: Dienstag, 1. Sep 2009 / 07:20 Uhr

New York - Die US-Steuerbehörde kann aufrüsten: Das Repräsentantenhaus sieht vor, den Internal Revenue Service (IRS) um 784 neue Volllzeitangestellte aufzustocken, die gegen Steuerbetrug und Ähnliches vorgehen.

Die ersten 500 Informationen über vermutliche Steuerhinterzieher sollen in spätestens 90 Tagen überreicht werden.
Die ersten 500 Informationen über vermutliche Steuerhinterzieher sollen in spätestens 90 Tagen überreicht werden.
5 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
UBSUBS
Dies geht aus den Budgetzuteilungen hervor, die auf der Website des Repräsentantenhauses vergangene Woche veröffentlicht wurden.

Die Abgeordneten sehen für die neuen Stellen insgesamt eine gesamte Lohnsumme von 128,1 Millionen Dollar vor. Der Senat soll den Budgetposten in den nächsten Tagen gutheissen.

Dies bestätigte der Sprecher des IRS, Frank Keith, gegenüber US-Medienvertretern, nachdem bekannt wurde, dass das Amtshilfegesuches der USA in Sachen UBS bei der eidgenössischen Steuerverwaltung eingegangen ist.

Das Gesuch erfolgt auf das Abkommen, das die Schweiz und die USA zur Beilegung des Steuerstreites vor knapp zwei Wochen unterzeichneten.

Die USA lassen gemäss dem Vertrag ihr Durchsetzungsbegehren vor einem US-Gericht zur Herausgabe von 52'000 UBS-Kundendaten fallen. Die Schweiz verpflichtet sich im Gegenzug, die 4450 Datenstämme, auf deren Überprüfung sich die beiden Staaten einigten, schnell an die Hand zu nehmen.

Die ersten 500 Informationen über vermutliche Steuerhinterzieher sollen in spätestens 90 Tagen überreicht werden, die restlichen innerhalb eines Jahres.

Neue Fälle

Bis zu 10'000 neue Fälle, die durch den Steuerstreit mit der Schweiz und UBS ans Licht gekommen sind, plant das IRS laut US-Medienberichten zu verfolgen. Neben den Daten, die die UBS im Rahmen des Amtshilfegesuches überreichen soll, handelt es sich dabei um Scharen von US-Steuerpflichtigen, die sich im Rahmen eines freiwilligen Selbstanzeige-Programmes beim IRS meldeten.

109 Angestellte sollen demnach die Offshore-Geschäfte von in den USA Steuerpflichtigen untersuchen. 113 andere beschäftigen sich mit «kleineren internationalen Geschäften», wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. 85 neue Stellen schreibt der IRS auf seiner Website bereits aus.

Das Justizministerium liess in einem Gerichtsdokument im Zusammenhang mit der Verurteilung des IRS-Kronzeugen Bradley Birkenfeld vor zehn Tagen zudem durchblicken, dass die US-Behörden bereits Ermittlungen gegen über 150 US-Kunden der Schweizer Grossbank UBS aufgenommen hätten. Die Behörden verdächtigen sie der Steuerhinterziehung.

(sl/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Im Kanton Bern haben im vergangenen Jahr 650 Personen eine straflose Selbstanzeige wegen hinterzogener Steuern ... mehr lesen
650 Personen haben im vergangenen Jahr eine straflose Selbstanzeige wegen hinterzogener Steuern eingereicht. (Symbolbild)
Bern - Das Amtsgehilfegesuch der amerikanischen Steuerbehörde IRS zur Herausgabe von 4450 UBS-Konten ... mehr lesen
Viel Arbeit für die Steuerverwaltung: 70 Beamte befassen sich mit dem Amtshilfegesuch.
Christoph Bandli ist daran, sein Gericht auf eine Rekurs-Lawine vorzubereiten.
Bern - Der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts Christoph Bandli macht keinen Hehl aus seiner ... mehr lesen
Zürich - Die Grossbank UBS hat Informationen dementiert, nach denen Vertreter der kanadischen Steuerbehörden sich ... mehr lesen
Es habe keine Anfrage der kanadischen Behörden gegeben und es gebe auch kein Treffen, sagte ein UBS-Sprecher.

UBS

Passende Produkte zum Thema
DVD - Dokumentarfilm
DIE AKTE UBS - HINTERGRÜNDE DES FALLS NR. 09-... - DVD - Dokumentarfilm
Regisseur: Hansjürg Zumstein - Genre/Thema: Dokumentarfilm; Finanzen; ...
29.-
Nach weiteren Produkten zu "UBS" suchen
Botschafter Marcel Stutz und Finanzminister Joe Hockey unterzeichnen die Erklärung.
Botschafter Marcel Stutz und Finanzminister Joe Hockey ...
Botschafter Marcel Stutz in Canberra  Sydney/Bern/Canberra - Die Schweiz und Australien wollen in Steuersachen gegenseitig den automatischen Informationsaustausch einführen. Botschafter Marcel Stutz und der australische Finanzminister Joe Hockey haben am Dienstag in Canberra eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. 
Die politische Diskussion über Informationsaustausch zu Bankdaten mit den Behörden kann beginnen.
Bankgeheimnis für Ausländer vor dem Fall Bern - Paradigmenwechsel für die Schweiz: Für ausländische Bankkunden gilt das steuerliche Bankgeheimnis wohl nicht mehr lange. Der ... 1
Swissleaks-Affäre  Bern - Nach den Enthüllungen in der «Swissleaks»-Affäre um den Schweizer Ableger der Bank HSBC fordert der ehemalige Tessiner Staatsanwalt Dick Marty eine Strafuntersuchung gegen das Geldhaus. Grund: Es bestehe ein dringender Verdacht auf Geldwäscherei.  
Die HSBC Private Bank wird Geldwäscherei vorgeworfen. (Symbolbild)
Verfahren wegen Geldwäscherei bei HSBC Genf - Nach den «Swissleaks»-Enthüllungen um die Schweizer Tochter der britischen Grossbank HSBC hat die Genfer ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Einverstanden LinusLuchs! Der feine Herr hält feine Reden, aber die Wurzeln des Übels wird er ... gestern 17:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Keine Vorverurteilungen bitte! KO-Tropfen sind nicht die einzige Droge, mt der man Menschen gefügig ... Mo, 02.03.15 19:56
  • tigerkralle aus Winznau 117
    Frau Spiess Frau Spiess jetzt aber eine Entschuldigung an Herrn Hürlimann,was Sie ... Mo, 02.03.15 17:43
  • antischwurbel aus uetikon 1
    echte information? eine weitere mutlose aktion der atom"aufsicht". schade! was wirklich ... Mo, 02.03.15 16:14
  • LinusLuchs aus Basel 61
    Welche Wurzel, Herr Bundesrat? Terrorismus an der Wurzel bekämpfen. Klingt vernünftig. Und wie geht ... Mo, 02.03.15 14:26
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Serbische Asylsuchende wird es bald schon nicht mehr geben, da macht sich der zombie zu ... Mo, 02.03.15 14:20
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2836
    "serbische Asylsuchende" AsylbewerberInnen aus dem EU-Beitrittskandidat Serbien! Und dann ... Mo, 02.03.15 12:36
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Eine ganz faule Tour! Nichtwissen schützt nun doch vor Strafe! Und die Frau Fehr ist ... Mo, 02.03.15 11:30
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -1°C 0°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Basel -1°C 1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 0°C 2°C bewölkt, Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Bern 2°C 5°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Luzern 3°C 5°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Genf 4°C 6°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten