US-Justiz verdächtigt Amazon und Apple
publiziert: Montag, 2. Aug 2010 / 22:25 Uhr
Leidtragende seien in erster Linie die Leser, die zuviel zahlen.
Leidtragende seien in erster Linie die Leser, die zuviel zahlen.

Hartford - Die US-Justiz nimmt Preisabsprachen bei den boomenden elektronischen Büchern unter die Lupe. «Diese Vereinbarungen zwischen Verlagen, Amazon und Apple scheinen bereits zu einheitlichen Preisen für viele der populärsten E-Books geführt zu haben», stellte der Generalstaatsanwalt von Connecticut, Richard Blumenthal, fest.

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Die Leidtragenden sind nach Meinung von Blumenthal die Leser, die zu viel zahlten, sowie die Konkurrenten, deren Geschäft behindert würde. Der Staatsanwalt stört sich insbesondere an einer Klausel in den Verträgen, nach der die Verlage sowohl Amazon als auch Apple immer den besten Preis für E-Books einräumen müssen. Das sorge dafür, dass die Konkurrenten kaum Sonderkonditionen bekämen.

Amazon ist mit seinem Lesegerät Kindle einer der Pioniere auf dem Markt der elektronischen Bücher; Apple hat viele Verlage für seinen neuen Tablet-Computer iPad gewinnen können.

Ein weiterer grosser Anbieter ist die US-Buchhandelskette Barnes & Noble mit ihrem Lesergerät nook. Die drei liefern sich seit Wochen einen Preiskampf bei den Geräten - die Preise für Besteller scheinen aber wie zementiert.

Generalstaatsanwalt Blumenthal ist für sein harsches Vorgehen gegen grosse Konzerne bekannt. Er führt gerade die Ermittlungen von 38 Bundesstaaten gegen Google an. Die Internetgrösse muss sich wegen ihrer Datensammelwut beim Projekt «Street View» verantworten.

(fest/sda)

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