US-Börsen mit stärkstem Verlust seit Jahren
publiziert: Montag, 15. Sep 2008 / 23:10 Uhr

New York - Die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers und der Notverkauf des Rivalen Merrill Lynch haben den US-Börsen am Montag die heftigsten Tagesverluste seit Jahren beschert.

Der Dow Jones brach um 4,42 Prozent ein.
Der Dow Jones brach um 4,42 Prozent ein.
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Für grosse Unruhe sorgten zudem Berichte, der weltweit zweitgrösste Versicherer AIG habe die US-Notenbank um Hilfen von 40 Milliarden Dollar gebeten. Vor allem Finanztitel verbuchten im Sog der Krise dramatische Verluste.

Börsianer sorgten sich allgemein um die Stabilität des US-Finanzsystems. Viele Händler hoffen nun auf eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung am Dienstag. Ein Rückgang des Ölpreises um drastische sieben Prozent auf 94,10 Dollar konnte die Kurseinbrüche bei den Aktien nicht eindämmen.

Indizes auf Talfahrt

Die Verluste an den US-Börsen hatten sich im späten Handel noch ausgeweitet und die führenden Indizes schlossen auf Tagestief. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte brach um 4,42 Prozent auf 10'917 Punkten ein. Dies bedeutete den grössten Tagesverlust seit Juli 2002.

Der breiter gefasste S&P-500 sackte mit 4,71 Prozent so deutlich ab wie seit September 2001 nicht mehr und schloss auf 1192 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 3,6 Prozent auf 2179 Punkte.

Die fieberhaften Rettungsversuche für die viertgrösste US-Investmentbank Lehman Brothers waren am Wochenende gescheitert. Das 158 Jahre alte Traditionshaus erklärte sich in der Nacht zum Montag für zahlungsunfähig. Die Aktien des Instituts wurden am Montag nicht gehandelt.

AIG taucht

Die Aktien des weltweit zweitgrössten Versicherers American International Group büssten wegen der Sorgen um die Finanzlage um 60,8 Prozent auf 4,76 Dollar ein. Auch viele andere Finanztitel verbuchten prozentual zweistellige Verluste.

Die Titel von Washington Mutual fielen um 27 Prozent. Citigroup-Papiere gaben mehr als 30 Prozent nach, obwohl das Institut angesichts der turbulenten Finanzmärkte noch einmal seine gute Ausstattung mit Kernkapital betonte.

Merrill Lynch als Gewinner

Zu den Gewinnern gehörten dagegen die Titel von Merrill Lynch. Die Verkaufsvereinbarung mit der Bank of America liess die Aktie nahezu unverändert tendieren. Die Anleger der Bank of America waren weniger glücklich über die Vereinbarung, die Aktien gaben mehr als 21 Prozent ab. Analysten fürchteten, dass sich das Institut mit dem Merrill-Kauf übernehmen könnte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,8 Milliarden Aktien den Besitzer. 162 Werte legten zu, 3057 gaben nach und 24 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,69 Milliarden Aktien 360 im Plus, 2433 im Minus und 86 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 75/32 auf 104-22/32. Sie rentierten mit 3,436 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 13/32 auf 107-08/32 und hatten eine Rendite von 4,076 Prozent.

(tri/sda)

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    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
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    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
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