US-Bankenrettungsplan gescheitert
publiziert: Montag, 29. Sep 2008 / 20:41 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Sep 2008 / 10:24 Uhr

Washington - Der mühsam ausgehandelte Kompromiss über den Rettungsplan für die US-Finanzbranche ist gescheitert. Das Abgeordnetenhaus lehnt das 700 Milliarden Dollar schwere Paket ab.

Die Aktienkurse an der Wall Street reagierten mit einem dramatischen Absturz.
Die Aktienkurse an der Wall Street reagierten mit einem dramatischen Absturz.
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228 Abgeordnete stimmten nach dreistündiger Debatte gegen das Hilfspaket, nur 205 Abgeordnete votierten dafür. Vor allem Republikaner, die staatliche Eingriffe grundsätzlich ablehnen, votierten gegen das Programm. Die Demokraten stimmten in ihrer Mehrheit dafür.

Die Aktienkurse an der Wall Street reagierten mit einem dramatischen Absturz von zwischenzeitlich mehr als fünf Prozent.

Bush reagierte nach Angaben eines Sprechers mit «grosser Enttäuschung» auf die Niederlage. Er wolle bereits in Kürze mit seinen engsten Beratern zusammentreffen, um weitere Schritte zu beraten.

Kreditfluss wieder in Gang setzen

Ziel des Programms war es, den praktisch eingefrorenen Kreditfluss wieder in Gang zu setzen und weitere Turbulenzen auf den Finanzmärkten zu verhindern. Experten hatten immer wieder gewarnt, falls Washington nicht ein klares Zeichen setzt, drohten Panik und weltweite Kettenreaktionen auf den Märkten.

Ein erster Entwurf der Regierung war bereits am Donnerstag auf Ablehnung gestossen. Bush hatte noch kurz vor der Abstimmung eindringlich dazu aufgerufen, dem am Wochenende von Spitzenpolitikern ausgehandelten Plan zuzustimmen.

Republikaner mit grundsätztlichen Bedenken

Auch zahlreiche Abgeordnete hatten eindringlich vor einem Scheitern des Gesetzes gewarnt. «Wenn wir dieses Gesetz nicht verabschieden, wäre dies ein sehr schlechter Tag für den Finanzsektor und die amerikanische Wirtschaft», sagte der demokratische Abgeordnete Barney Frank.

Doch vor allem Republikaner hatten grundsätztliche Bedenken, staatliche Hilfen für Privatfirmen seien «sozialistisch und un-amerikanisch», hiess es mehrfach. Nach Medienberichten waren ungefähr die Hälfte der 199 republikanischen Abgeordneten grundsätzlich gegen staatliche Eingriffe in den Privatsektor.

(smw/sda)

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Herzlichen Dank kubra für die guten Informationen !
... und Ihnen und allen hier wünsche ich einen guten Tag!
Gefühlte Wahrheiten
Hallo zusammen
Ich komm mir ein wenig vor, als ob ich zu Besuch beim Stammtisch im Dorfe wäre. Sehr heimelig und harmonisch. Ich erlaub mir einfach mal, mich hinzuzusetzen.

Fannie Mae wurde 1928 als staatseigene Bank gegründet (Federal National Mortgage Association, FNMA). Ihre Aufgabe war schon seit ihrem Bestehen, den Bürgern günstige Hypotheken anzubieten. Sie war Teil des "New Deal" von Franklin Delano Roosevelt. Die Bank wurde zwar 1968 privatisiert, hat aber immer noch einen sehr direkten Bezug zum Staat und impliziert war immer eine Staatsgarantie. Ich sehe Grundzüge der heutigen Schwierigkeiten in den Reagonomics von Präsident Reagan in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals gab es keine genügend starke Kraft, um das Ausmass der Deregulierung, die auch von Notenbankchef Greenspan mitgetragen wurde und in weniger ausgeprägtem Ausmass nötig war, in vernünftigen Bahnen zu halten. Alles wurde der Macht des Marktes und der Kraft des Gewinns untergeordnet. Shareholdervalue als höchste Maxime wurde ein stehender Begriff. Die Notenbank unter Greenspan gab den Banken Geld für ein Prozent Zins. Einfache Rechnung. Wenn diese Banken dieses Geld nun für sagenhafte zwei Prozent an potentielle Hauskäufer verliehen haben, hatten sie immer noch ein Prozent Gewinn. Das geringe Risiko des Verlustes liess man sich versilbern, indem man die Verträge ein wenig unter einem Prozent an eine andere Bank weiterverkaufte. Die aufkaufenden Banken wiederum haben immer raffiniertere Finanzkonstrukte auf diesen ursprünglichen Verpflichtungen aufgebaut. Am Schluss befand sich ein kunstvoll konstruiertes Kartenhaus auf einem mit zwei Prozent belasteten Grundstück. Jeder Quadrat- und Kubikmeter war mit Hypotheken belastet worden. Das hat funktioniert, solange alle ( wie damals beim Internet hype) daran glaubten, dass sie einen noch Dümmeren finden würden, der ihnen ihren Anteil am Konstrukt abkaufen würde und solange die Zinsen nicht gestiegen sind. Greenspan sei Dank. Schneeballsysteme sind in der Schweiz verboten. An der Börse war in dieser Zeit alles erlaubt, solange der Gesetzgeber noch hinterherhinkte oder kein Interesse an einer Kontolle hatte.
Als Bush ins Spiel kam, war alles schon unterwegs und schon lange im Gange. Sein Anspruch ist jetzt aber, immerhin als Retter der Finanzwelt in die Geschichtsbücher zu gelangen. Ausserdem haben die Republikaner schon seit Reagan bei diesem Debakel das Augenmass für das dem Menschen Zumutbare an Verantwortung ohne Richtlinie verloren. Oder anders ausgedrückt, haben sie vergessen, dass ein hungriger Mensch zu allem fähig ist, wenn er sich Nahrung beschaffen kann. Ein guter Arzt sorgt dafür, dasss er diese in verdaubaren Happen bekommt und langsam kaut.

Fräulein. Noch ein Bier
Danke
Genau,aus diesem Forum habe ich schon eine Menge gelernt,was mir möglich machte wenn nötig meine Meinung zu ändern.An dieser Stelle mal ein grosses Dankeschön für die Teilnahme,aber auch für Antworten,wenn ich Fragen habe.
Wir als nicht überall Fachleute ..
... wissen ja vieles nicht oder können es gar nicht wissen! Darum finde ich es angenehm, dass es noch Orte gibt, wie dieses Forum zum Beispiel, wo ein gewisser Austausch von Wissen stattfinden kann.
Danke Magnus auch von mir für diese Informationen aus Ihrem Wissens- und Erfahrungsumfeld.
Wusste ich nicht
Danke für die Antwort,das wusste ich nicht. So gesehen sieht die Sache natürlich anders aus,und ist einleuchtend. Also ist Uebeschätzung das Uebel.
Ganz so einfach
liegt die Sache nicht. Fannie Mae and Freddie Mac, zwei staatliche Hypothekarinstitute, wurden von der Regierung geradezu aufgefordert, nach Kräften den privaten Wohnungsbau mit billigen Hypotheken an zu kurbeln. Es war politisch erwünscht, dass jeder Amerikaner sein Eigenheim besitzt. Also die Regierung Bush ist zum grossem Teil für dieses Desaster mit verantwortlich. Da 50% der Amerikaner ihn gewählt haben, ist das amerikanische Volk zumindest mitverantwortlich. Dass die Gier der Wallstreet-Händler und Manager und was sonst noch so keucht und fleucht da, dann noch den Rest dazu beigetragen hat, kann man nicht abstreiten, aber die Alleinschuld tragen sie nicht.
leider so
der Dumme ist leider immer Otto Normalverbraucher.. wenn ich nur schon daran denke, wie Ospelt vor nicht allzulanger Zeit mal auch gepfuscht hat und dafür auch noch eine saftige Abfindung bekommt...

ich denke mir, dass die Bankenkrise hausgemacht ist, man munkelt ja, dass die Banken seinerzeit geschludert haben bei der Vergabe der Kredite und nun dürfen die amerikanischen Steuerzahler die Sosse auslöffeln
steuerzahler nicht verantwortlich
Für diesen Schlamassel sollen die Verantwortlichen gerade stehen.Es darf nicht sein,das die Banker pfuschen,und der Steuerzahler den Kopf hinhält.Dies sollten sich die Regierungen merken.Wenn schon Hilfe mit strengen Auflagen und Kontrollen!
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