US-Autobauer suchen Weg aus der Krise
publiziert: Sonntag, 13. Jan 2008 / 08:51 Uhr

Detroit - Wenn sich die Automobilwelt nächste Woche zum Jahresauftakt in Detroit trifft, könnten sich die US-Hersteller eigentlich auf ein Heimspiel freuen. Doch die einst stolze US-Autohochburg ist für sie längst zum Wahrzeichen ihrer tiefen Krise geworden.

Mitten in der Krise feiert der noch weltgrösste Autobauer GM dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen.
Mitten in der Krise feiert der noch weltgrösste Autobauer GM dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen.
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Milliardenverluste und ein einbrechender US-Autoabsatz setzen General Motors (GM), Ford und Chrysler schwer zu. Weil sie zuhause zunehmend der ausländischen Konkurrenz weichen müssen, suchen sie ihre Rettung nun fern der Heimat in China, Indien und Osteuropa.

Mitten in der Krise feiert der noch weltgrösste Autobauer GM dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dabei hat der Konzern mit seiner Sanierung mehr als genug zu tun: «Wir beginnen unser zweites Jahrhundert in einer Zeit des fundamentalen Umbruchs der Branche», sagt GM-Chef Rick Wagoner.

Rabiater Stellenabbau

Bei Ford und Chrysler stehen die Krisenmanager Alan Mulally und Robert Nardelli vor ähnlichen Herkulesaufgaben. Die drei Konzerne zusammen strichen in den vergangenen zwei Jahren rund 80'000 Jobs und schlossen zwei Dutzend Werke. Ein Ende ist nicht in Sicht: Weitere Zehntausende von Stellen sollen wegfallen.

Vor allem steigende Spritpreise und die Finanzkrise liessen den US-Automarkt 2007 um 2,5 Prozent schrumpfen auf 16,15 Millionen Wagen - den niedrigsten Stand seit Ende der 90er Jahre. In diesem Jahr soll es noch schlimmer kommen. Experten erwarten einen Absatz von 15,5 bis 15,9 Millionen Autos.

Neuer Anwärter auf Krone

Die US-Hersteller brachen 2007 beim Absatz im Heimatmarkt weit überdurchschnittlich ein, am heftigsten Ford mit einem Minus von zwölf Prozent. Noch stärker stürzten nur die Aktienkurse von Ford und GM ab. Toyota legte beim Absatz dagegen zu und verdrängte Ford vom angestammten zweiten Platz im US-Markt, für Amerikas Traditionalisten ein Schock. Bald dürfte der japanische Erzrivale auch GM vom Thron des weltgrössten Autobauers stossen.

Mit der mächtigen Autogewerkschaft UAW konnten die US-Firmen vor wenigen Monaten neue Gesamtarbeitsverträge mit drastischen Kosteneinsparungen aushandeln.

Hoffnung auf neue Märkte

Im Schicksalsjahr 2008 suchen die Hersteller Rezepte jenseits des blossen Sparens: Statt durstiger Geländewagen und Pickups, die sich wegen hoher Spritpreise immer schlechter verkaufen, kündigen sie neue Hybrid- und Elektroautos an.

Wie auch die Konkurrenz setzen die Amerikaner mit Partnern auf boomende Märkte in Indien, China und Russland. Dort liegen Studien zufolge 80 Prozent des künftigen Wachstums der Industrie.

Allein GM steigerte seine Autoverkäufe etwa in China 2007 auf 1,03 Millionen Stück und war damit erneut Platzhirsch. Ford startet in den nächsten zwei Jahren in Indien die Produktion eines Billigautos und investiert Milliarden.

Beleg für den globalen Umbruch der Branche und Ironie der Geschichte: Im Gegenzug zur Expansion auf dem Subkontinent will Ford gerade seine britische Luxusmarke Jaguar an den rasant aufstrebenden indischen Hersteller Tata Motors verkaufen.

(von Roland Freund, dpa/sda)

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