UBS baut 2000 Stellen ab - Rückzug aus Rohstoff-Geschäft
publiziert: Freitag, 3. Okt 2008 / 07:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 3. Okt 2008 / 18:01 Uhr

Zürich - Die UBS baut noch mehr Stellen im Investment-Banking ab: Der Personalbestand wird um weitere 2000 Mitarbeiter reduziert, wie die Bank mitteilte. Die Sparte wird neu ausgerichtet, unter anderem mit dem Rückzug aus dem Rohstoffgeschäft.

Die Banken-Grippe macht auch vor der UBS nicht Halt: Verwaltungsratspräsident Peter Kurer.
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Die Anzahl Mitarbeiter in der Sparte werde somit bis Ende Jahr auf rund 17'000 zurückgehen, heisst es im Communiqué. Dies entspreche einem Abbau von insgesamt rund 6000 Stellen im Vergleich zum Höchststand im dritten Quartal 2007.

Der Stellenabbau wird nur zu einem kleinen Teil Arbeitsplätze in der Schweiz betreffen. Die meisten der rund 2000 Stellen fallen laut UBS in den USA und Grossbritannien weg.

100 bis 200 Schweizer Stellen

Der Kaufmännische Verband Schweiz nimmt mit «grossem Bedauern» zur Kenntnis, dass die UBS weitere Stellen streicht, wie er in einer Mitteilung schreibt. Den Abbau in der Schweiz schätzt der Verband auf 100 bis 200 Stellen.

Für diese Mitarbeitende stehe ein zwischen den Sozialpartnern ausgehandelter Sozialplan zur Verfügung. Der Schweizerische Bankpersonalverband zeigte sich «schockiert», dass auch Stellen in der Schweiz wegfallen.

Aktiengeschäfte ausbauen

Die UBS will die Investment Bank neu ausrichten. Die Stellen fallen laut Communiqué vorwiegend in den Geschäftsfeldern weg, aus denen sich die Investment Bank teilweise zurückzieht. Umgebaut wird insbesondere der Bereich Anleihen, Währungen und Warentermingeschäfte (Fixed Income, Currencies and Commodities FICC), einer der drei Divisionen der Sparte.

Die Anleger reagierten erfreut auf das Massnahmenpaket. Am Freitag betrug der Tagesgewinn gar 12,6 Prozent auf 23.98 Franken.

(tri/sda)

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