UBS: US-Steuerbehörden missachten Souveränität
publiziert: Montag, 23. Feb 2009 / 11:16 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Feb 2009 / 18:17 Uhr

Zürich/New York - Die UBS wirft der amerikanischen Steuerbehörde IRS die Missachtung der Schweizer Souveränität vor. Sie wolle die UBS-Angestellten zwingen, sich strafbar zu machen, schreibt die Grossbank in einem Brief an ein US-Gericht. Die UBS-Aktien erreichten ein Rekordtief.

Aktien-Händler sprachen heute von einem neuen Tiefpunkt der UBS-Papiere.
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«Die US-Steuerbehörde ignoriert ganz einfach die Existenz des Schweizer Rechts», heisst es in der Antwort auf eine Zivilklage vor dem Bundesgericht in Miami, die der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.

Die Herausgabe der Daten von weiteren 52'000 UBS-Kunden aus den USA würde für UBS-Angestellte Bussen, Gefängnisstrafen und andere strafrechtliche Sanktionen in der Schweiz bedeuten, schreiben die Anwälte. Gleichzeitig sähe sich die UBS von Klagen, Strafen oder gar dem Entzug der Banklizenz bedroht.

«Das Schweizer Recht verbietet der UBS und ihren Mitarbeitern streng, in der Schweiz befindliche Kundendaten an die IRS auszuliefern», doppelte die Grossbank nach. Notfalls müsse der Konflikt zwischen der Bank und den US-Behörden auf diplomatischer Ebene angegangen werden.

Behörden verletzen eigene Verträge

«Die US-Steuerbehörde IRS verlangt von der UBS Informationen, von denen die Behörde selbst zugesichert hatte, dass sie vertraulich bleiben können», sagte UBS-Sprecher Serge Steiner der SDA und bezog sich dabei auf das Qualified-Intermediary-Abkommen (QIA).

Die US-Behörden verletzten damit ihre eigenen Verträge, erklärte der UBS-Sprecher. Unter der QIA-Regelung, die zwischen der IRS und einzelnen Geschäftsbanken besteht, müssen US-Kunden ihre Daten nur offenlegen, wenn sie US-Wertschriften halten.

UBS-Aktien geben nach

Die UBS hatte zuvor auf Geheiss der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) den USA die Daten von 300 Kunden übergeben, obwohl das Amtshilfeverfahren in der Schweiz noch nicht abgeschlossen war. Zudem hat sich die Bank zu einer Strafzahlung in Höhe von rund 900 Mio. Fr. verpflichtet.

Die Aktien der UBS haben derweil ein neues Rekordtief erreicht: Nach einem Kurssturz auf gerade noch 11 Fr. am Freitag, sackte der Titel der Grossbank zum Handelsschluss um 9,1 Prozent auf 10 Franken ab. Dies ist zugleich das Tagestief.

(fest/sda)

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Zu viel Geld
Da hängt leider viel zu viel Geld drin, als dass die UBS sich aus den USA einfach so ausklinken könnte.

Ich habe übrigens gelesen, dass ein UBS-Angestellter hier in der Schweiz, der 25 Jahre Bankerfahrung mit sich bringt und ein Portefeuille von 60 Millionen Dollar betreut, rund 100'000 Franken im Jahr verdient = höchstes Primarlehrergehalt. Er hat keinen dreizehnten Monatslohn, aber einen Bonus, der in guten Jahren rund 1,5 Monatslohn betrug, jetzt noch einen halben Monatslohn. Ist doch interessant. Die Abzocker und Diejenigen, die den ganzen Bankensalat angerichtet haben, sind also sicher weiter oben.
Nichts Neues
Seit wann interessiert die USA die Souveränität irgend eines anderen Landes? Dass dieses Beispiel schon lange Schule gemacht hat, zeigt sich in der EU. Auch dort versucht man seit Jahren, die Souveränität der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein zu torpedieren. Die beiden Staaten-Grossgebilde können es einfach nicht ertragen, wenn es kleineren Ländern ohne EU-Mitgliedschaft besser geht. Am meisten ärgert mich, dass der Erfolg solcher Länder ausschliesslich auf das Bankgeheimnis zurückgeführt wird. In Wahrheit sind doch kleinere "Unternehmen" oft viel felxibler und dadurch erfolgreich. Vielleicht wird dort auch einfach mehr gearbeitet. mehr als 35 Stunden pro Woche.

Darum zum wiederholten Male – UBS: raus aus den USA!!!!!
Piratenstaat.. !
..in der Funktion als Vordenker-Nation was Demokratie und Grundrechte angeht !! in den USA streikt wohl die Müllabfuhr !!!
wie gut
passt doch hier das heutige "ZITAT DES TAGES"!!!
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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
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