UBS-Ökonomen: Zuwanderung wirkt sich positiv aus
publiziert: Montag, 8. Feb 2010 / 09:52 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Feb 2010 / 10:09 Uhr

Zürich - Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft hellen sich auf. Die Grossbank UBS erhöht ihre Prognosen und rechnet neu für 2010 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent. Bisher hatten die Bankökonomen ein Wachstum von 1,7 Prozent erwartet.

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Positive Auswirkung der Zuwanderung: Sie dürfte den Konsum und die Nachfrage nach Wohnraum stützen.
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Positiv auswirken dürfte sich dabei die Zuwanderung, die den Konsum und die Nachfrage nach Wohnraum stützen wird, wie dem UBS Outlook für das erste Quartal zu entnehmen ist. Negativ den Konsum beeinflussen dürfte hingegen der erwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Einen positiven Wachstumsbeitrag erwarten die Ökonomen von den Ausrüstungsinvestitionen, den Nettoexporten und den Bauinvestitionen.

Tiefer Inflationsdruck

Der Inflationsdruck dürfte 2010 relativ tief bleiben. Die tiefe Kapazitätsauslastung, die hohe Arbeitslosigkeit und der starke Franken dürften dafür sorgen. Die UBS rechnet mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 0,6 Prozent.

Auf der Zinsseite geht die UBS davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank die Zinsen zwar erst ab Herbst, dann aber relativ zügig anheben wird.

Die positive Beurteilung der Wirtschaftsentwicklung wird durch den UBS-Konjunkturindikator gestützt. Dabei werden quartalsweise rund 650 Unternehmen befragt. Dieses Trendbarometer verbesserte sich von minus 0,6 im dritten Quartal auf 0,9 im vierten Quartal 2009 auf 1,4 im ersten Quartal 2010.

Trendwende in Sicht

Laut UBS ist damit nach dem schwierigen Jahr 2009 für die Schweizer Industrie die Trendwende in Sicht. Die von der Rezession stark in Mitleidenschaft gezogene Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie erwartet im ersten Quartal 2010 erstmals wieder im Jahresvergleich unveränderte oder gar leicht steigende Umsätze.

Die chemische Industrie scheint laut Umfrage bereits im vierten Quartal 2009 die Trendwende geschafft zu haben.

Vergleichsweise pessimistisch äussern sich die Detailhändler sowie die Tourismus-Verantwortlichen. In beiden Sektoren wird ein weiterer Gewinnrückgang erwartet.

(tri/sda)

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