UBS-Chef verteidigt hohe Boni der Credit Suisse
publiziert: Sonntag, 4. Apr 2010 / 09:52 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 4. Apr 2010 / 21:49 Uhr

Bern - Oswald Grübel hat die hohen Bonuszahlungen für Top-Manager der Credit Suisse verteidigt. «Nun zahlt es sich für diejenigen Leute aus, welche die CS zu dem gemacht haben, was sie heute ist», sagte der ehemalige CS-Chef und heutige Boss von Konkurrentin UBS in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag».

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Laut Oswald Grübel wird Erfolg oft unterschiedlich beurteilt. (Archivbild)
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11 Meldungen im Zusammenhang
Das umstrittene Bonusprogramm der CS führte vergangene Woche zur Ausschüttung von 3 Milliarden Franken an 400 Spitzenleute der Bank.

Die CS hatte die Kaderleute im Jahr 2005 längerfristig an sich binden wollen, weshalb sie dieses Anreizprogramm schuf, das die Boni für das Geschäftsjahr 2004 mit dem längerfristigen Erfolg der Bank verknüpfte. Grübel war damals Chef der Grossbank.

Die Bank habe 2003 in Schwierigkeiten gesteckt, weshalb die Verantwortlichen in den folgenden zwei Jahren «wenig Cash» erhalten hätten, sagte Grübel. Durch das Bonusprogramm habe die CS langfristige Erfolgsanreize geschaffen - «genau das, was ja heute überall gefordert wird.»

«Vor wenigen Monaten wurde die CS noch als 'beste Bank der Welt' gefeiert, jetzt ist wieder Selbstzerfleischung angesagt.» In der derzeitigen aufgeheizten Stimmung, werde «Erfolg oft unterschiedlich beurteilt».

Kritik der Finma

Kritik an den CS-Boni wurde in der gleichen Zeitung von der Finanzmarktaufsicht geäussert. Finma-Direktor Patrick Raaflaub sprach von einem «starken Hebeleffekt», den er für problematisch halte - «insbesondere, wenn der Hebeleffekt nicht auch nach unten wirken kann».

Ein solcher kommt nicht zum Tragen, weil die Manager die Aktien nicht selber gekauft haben und damit bei Kursverlusten nicht ihr eigenes Geld riskieren.

Das Bonusprogramm der CS sei zu einem Zeitpunkt aufgegleist worden, als der Aktienkurs der Bank sehr tief gewesen sei, erklärte Raaflaub im Interview. Der Kurs sei inzwischen stark gestiegen, was zu diesen grossen Boni geführt habe.

Über 70 Mio. für den Chef

In den Genuss der Aktienausschüttungen der Credit Suisse kommt unter anderem CS-Chef Brady Dougan, der damals Chef der CS-Investmentbank war. Er erhält Aktien im Gegenwert von 70,9 Millionen Franken.

Auch die UBS steht wegen ihrer Boni unter Beschuss. Denn obwohl die Grossbank 2009 einen Verlust von 2,74 Milliarden Franken gemacht hat, werden fast 3 Milliarden Franken an variablen Vergütungen ausbezahlt.

(bert/sda)

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Wie recht du hast..!!!
Stimme voll und ganz zu....
moderner Diebstahl
Grübel muss diese perversen Boni verteidigen, denn er war ja damals der Vater des Gedankens, auch wenn er sagt, dass er nicht VR-Mitglied gewesen sei. Auch heute gehört er dem VR nicht an, schaltet und waltet aber, wie es ihm passt. Der nachfolgende Artikel hat mit diesem Thema direkt nichts zu tun. http://dasmagazin.ch/index.php/%c2%abverschworung-gegen-die-usa%c2%bb/. Er zeigt aber auf, dass die Teppichetage sich gegenseitig bereichert und Beifall klatscht, statt dass sie vor ein ordentliches Gericht gezogen wird. Was leisten denn diese "Topleute" besonderes? Sie jonglieren mit unserem Geld und, wenn es schief läuft, können sie mit der Unterstützung des Staats rechnen. Die CS hat zwar keine staatliche Hilfe beansprucht, aber in den USA haben sie vermutlich mit ähnlich kriminellen Mitteln operiert wie die UBS. Was nebst den höchst unanständig hohen Boni auch noch stört ist, dass diese beiden Banken dank Verlustvortrag z. Zt. keine Steuern bezahlen. Welcher Lohnempfänger wäre zu so etwas in der Lage. Die selbsternannte Elite entfernt sich immer mehr von uns Normalsterblichen. Die Palastrevolution ist meines Erachtens nur noch eine Frage der Zeit.
Kein Bezug mehr zur Realität
Ich komme ursprünglich selber aus der Bankenbranche, habe jedoch schon während meiner Ausbildung gemerkt, dass Geld doch irgendwie den Charakter verdirbt, wie es in einem alten Sprichwort heisst. Auf jeden Fall verliert man anscheinend durch die Beschäftigung mit viel Geld den Bezug zum Wert gewisser Dinge. Denn anders lassen sich solche Exzesse wohl kaum erklären. Oder glauben die Topmanager wirklich was sie sagen? Haben sie die Verbindung von Mund zum Hirn mal überprüft? Oder denken sie wirklich, dass diese Gehälter und Boni damit begründet sind, dass diese Manager soviel Verantwortung tragen? Verantwortung für was? Gehts schief, muss ja der Staat helfen, sie selber mit einer Abgangsentschädigung höchstens ihren Platz räumen. Solch einen Job hätte ich gerne, ich verstehe auch von einigem nichts.
Ich denke, jeder kleine Schreinermeister trägt mehr Verantwortung. Geht er Konkurs, hilft niemand und plötzlich stehen drei, vier Mitarbeiter auf der Strasse, samt ihren Familien. Und ein Car-Chauffeur? Trägt dieser nicht mehr Verantwortung, wenn er unterwegs ist?
Es sind ziemlich dürftige Ausreden, denn kein Mensch ist so viel Geld wert. Bzw. seine Arbeitsleistung. Interessant ist bei der ganzen Diskussion ausserdem, dass diese Gehaltsexzesse nicht in Branchen stattfinden, in denen etwas produziert wird, also wirklich etwas gearbeitet wird, sondern in Firmen, die unser aller Gelder eigentlich nur verwalten: Banken, Versicherungen, Pensionskassen, u.ä.
Bei einer der Begründungen für derartige Monatsauszahlungen hört man immer wieder, dass nur so solche Top-Leute gehalten werden können. Wenn diese aber nirgends mehr solche Löhne und Boni erhalten könnten, dann wäre diese Befürchtung sofort vom Tisch. – Oder wir ermöglichen es künftig allen Kleinunternehmern sich beim Staat zu melden, wenn es ihnen gerade nicht so gut läuft – bei vergleichbaren Löhnen, versteht sich.
Der Beweis
dass es die Bankenmanager immer noch nicht gemerkt haben, dass sie im Ihren grenzenlosen Habgier den Bankenplatz Schweiz gefährden. Das Volk wird sich diese Abzockerei nicht gefallen lassen und diesen Bereich regeln. Danach können Sie dann jammern und drohen. Die Boni werden dann sinken und der ganze Bankenplatz enormen Schaden nehmen.
Alles zeigt, dass die Bankmanager hilflos überfordert sind langfristig zu denken und eine Bank für die nächsten Jahre sicher und gewinnbringend zu leiten.
Unsere Top-Manager sind überbezahlt und überfordert. Ihr seid euer Geld nicht wert!!!!!
Vielere mittlere Kader sind überlastet und kümmern sich kaum mehr um die Mitarbeiter weil in den Bonuszielen alles andere drin steht.
Viele Topmanager haben nicht gemerkt, dass auch die Putzfrau ihren Anteil am Erfolg hat. Sie glauben allmächtig und fehlerlos zu sein.
Hallo Ihr Banker. Ihr seid Schuld an der Kriese. Aber das streitet ihr ja heute noch ab.
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