UBS-Aktie schiesst hoch - Kommt die Job-Wende?
publiziert: Dienstag, 27. Jul 2010 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 22. Mai 2011 / 16:25 Uhr

Nach Bekanntgabe von überraschend positiven Quartalszahlen am Dienstag ist die UBS-Aktie bis am späten Nachmittag rund elf Prozent ins Plus gesprungen. Der Titel schloss im Plus bei 17.46 Franken.

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Entgegen den Erwartungen konnte die Schweizer Grossbank den Gewinn auch im Investmentbanking steigern.

Beobachter waren vom Ergebnis positiv überrascht, obschon der Gesamtgewinn leicht unter dem ersten Quartal lag. Im zweiten Quartal hatte der Finanzsektor mit schwierigen Marktbedingungen, etwa der Euro-Griechenland-Krise zu kämpfen.

Erleichtert und selbstbewusst

UBS-Chef-Oswald Grübel zeigte sich erleichtert und selbstbewusst über das Ergebnis der Bank, die noch Anfang 2009 mit Staatshilfe vor dem Konkurs gerettet werden musste. «Wir erinnern daran, dass wir die grösste Bank in der Schweiz sind - falls Sie das vergessen haben», sagte Oswald Grübel mit sichtlicher Genugtuung vor den versammelten Journalisten. Der ehemalige CS-Chef, der im Februar 2009 als Retter der UBS an Bord gekommen war, präsentierte das dritte Quartal in Folge mit schwarzen Zahlen.

«Ich habe keine schlaflosen Nächte mehr», bemerkte Grübel.

Geschickte Investmentbank

Der Gewinn liegt zwar tiefer als im ersten Quartal, als die UBS 2,2 Mrd. Fr. verdient hatte, doch fällt der Rückgang moderater aus als bei Wettbewerbern: So hat die Credit Suisse zwischen April und Juni vor allem wegen des schwachen Investmentbankings 1,6 Mrd. Fr. Gewinn eingefahren; zum Vorquartal mit 2,1 Mrd. Gewinn tat sich ein deutlicher Abstand hervor.

Bei der UBS hat die Investmentbank den Vorsteuergewinn zum Vorquartal um rund 10 Prozent auf 1,31 Mrd. Fr. gesteigert. Zwar spürte auch die UBS das schwache Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, doch im Handel mit Aktien und Fremdwährungen hatten die Banker offensichtlich ein glückliches Händchen.

Auch die Risiken der toxischen Papiere, welche die UBS 2007 und 2008 an den Rand des Kollapses brachten, konnten weiter reduziert werden, wie Finanzchef John Cryan erläuterte. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verwaltet nach letztem Stand aber immer noch knapp 20 Mrd. Dollar an UBS-Giftpapieren.

Personalabbau wohl bald gestoppt

Der Personalbestand der UBS ging seit Ende März gesamthaft von 64'293 auf 63’876 Beschäftigte zurück, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht.

In der Schweiz reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 23'373 auf 23'191. Im Juli 2009 hatte die UBS noch 25'343 Beschäftigte im Inland ausgewiesen.

Es könnte aber durchaus sein, dass die UBS wieder neues Personal einstellt. Der Rückgang sei noch die Folge des Jobabbau-Programms, welches Ende 2009 abgeschlossen wurde. «Die Rekrutierung an den Universitäten gegen Ende Jahr könnte wieder zu einem höheren Personalbestand führen», erklärte UBS-Finanzchef John Cryan gegenüber news.ch.

«Wir hoffen, nach und nach wieder mehr Leute auch in der Schweiz einstellen zu können», meinte Cryan.

Geldabfluss verringert

Gesamthaft verzeichnete die UBS zwar weiter einen Abfluss von Geldern, der jedoch geringer als von Analysten erwartet ausfiel.

Insbesondere der Neugeldzufluss beim Asset Management habe die Erwartungen massiv übertroffen, wie Analyst Andreas Venditti im «Daily Market Opinion» der ZKB schreibt.

Gross Margin gestiegen

Niemand habe erwartet, dass der Gross Margin in der Vermögensverwaltung trotz des schwierigen Marktumfeld ansteigen würde, sagte Analystin Teresa Nielsen von Vontobel Research.

Positiv zu werten sei, dass die UBS das Preisniveau für ihre Leistungen erfolgreich erhöhen konnte. Die Bank habe nicht mehr so viele Discounts gewährt, um ihre Kunden zu behalten, sondern geschaut, dass der Kunden-Service profitabel wird, so Nielsen. Dementsprechend stieg der Gross Margin im Wealth Management von 93 auf 95 Basispunkte.

«Der Grübel hat's geschafft»

Kein anderes Institut hat laut Nielsen ein solch positives Ergebnis wie die UBS Investmentbank erzielt. Ein Grund dafür sei die erfolgreich abgeschlossene Restrukturierung in diesem Bereich. Dadurch habe die UBS einen Benefit erzielt, meint die Analystin.

«Ich denke, dass die Investoren nach diesen Zahlen wieder Vertrauen in die UBS gewonnen haben», so Nielsen. Bisher sei man sehr skeptisch gewesen, ob es der UBS gelingt, die Restrukturierung durchzuführen. «Der Grübel hat's geschafft». Das kann man nach Meinung von Nielsen jetzt ruhig sagen.

Ende der UBS-Steueraffäre in den USA in Sicht

Die UBS-Steueraffäre in den USA scheint derweil so gut wie erledigt. Die Bank geht davon aus, dass sie bis Oktober mit der US-Regierung alle noch offenen Punkte im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden US-Geschäft regeln kann.

 

(Harald Tappeiner/news.ch)

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