Travail.Suisse fordert Lohnerhöhung
publiziert: Montag, 4. Aug 2008 / 12:43 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Aug 2008 / 15:26 Uhr

Bern - Der Dachverband Travail.Suisse und angeschlossene Gewerkschaften fordern für das kommende Jahr den vollen Teuerungsausgleich von 2,5 Prozent plus 1,5 bis 2,5 Prozent mehr Lohn. Angst vor einer ausgreifenden Inflation haben sie nicht.

Der private Konsum sei die wichtigste Konjunkturstütze.
Der private Konsum sei die wichtigste Konjunkturstütze.
Arno Kerst von der Gewerkschaft Syna warf der Nationalbank und Wirtschaftsvertretern am Montag vor den Medien in Bern vor, mit dem Gerede von der Lohn-Preis-Spirale Angstmacherei zu betreiben. Diese hatten die Beschäftigten aufgerufen, auf deutliche Lohnerhöhungen zu verzichten, da sonst die Preise weiter steigen würden.

Spielraum für Lohnerhöhungen

Die Unternehmen hätten genügend Spielraum für Lohnerhöhungen, sagte Kerst. Die Firmen könnten höhere Löhne zahlen ohne ihre Preise zu erhöhen und die Inflation weiter anzuheizen.

«Es ist ein Hohn, immer höhere Gewinnmargen anzustreben, die Aktionäre mit hohen Dividenden zufrieden zu stellen und von den Arbeitnehmenden nun Zurückhaltung zu fordern», sagte der Vizepräsident der zweitgrössten Schweizer Gewerkschaft Syna.

Die hohe Inflation spricht für die Gewerkschaften vielmehr für als gegen mehr Lohn. Die Beschäftigten würden unter hohen Preisen für Benzin und Heizöl leiden, sagte Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik der Travail.Suisse. Sie benötigten darum deutlich mehr Geld.

Arbeitsproduktivität gestiegen

Auch Blank warf den Wirtschaftsvertretern vor, den Teufel an die Wand zu malen. Die Angst vor einer Lohn-Preis-Spirale sei unbegründet. Die Arbeitsproduktivität sei in den letzten Jahren stark gestiegen - ohne sich jedoch in höheren Löhnen niederzuschlagen.

So ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) gemäss der Lohnstatistik des Bundesamts für Statistik in der Tat weit stärker gestiegen als die Löhne. Von 2004 bis 2008 stieg nach Abzug der Teuerung das BIP um 13,6 Prozent - während die realen Löhne lediglich um 0,4 bis 1,4 Prozent zulegten.

Laut Kerst spricht auch die Produktivitätsentwicklung für Lohnerhöhungen. In den letzten zehn Jahren habe diese um 13,8 Prozent zugenommen, während die Reallöhne lediglich um 3,4 Prozent stiegen.

Darum soll nun nicht nur die Inflation von rund 2,5 Prozent ausgeglichen werden, sondern die Löhne um weitere 1,5 bis 2 Prozent wachsen, sagte Kerst. «Es besteht ein grosser Nachholbedarf.»

Dieses Ausmass der Erhöhung solle auch helfen die Lohnschere zwischen den hohen und tiefen Gehältern zu verringern. «Die Zuwachsraten der Managerlöhne sind für die Anpassung der unteren und mittleren Einkommen unser Massstab», sagte Kerst.

Volkswirtschaft stützen

Blank führte ein weiteres Argument ins Feld um den Anspruch auf einen höheren Lohn zu legitimieren: die Stützung der Konjunktur. Da die Exporte und die Investitionen schwächelten, sei es umso wichtiger, dass die privaten Konsumausgaben weiter stiegen. Dafür sei mehr Geld für die Beschäftigten entscheidend, sagte sie.

Travail.Suisse will sich bei den Lohnverhandlungen im Herbst für generelle Erhöhungen stark machen. Alle Arbeitnehmenden hätten zur guten wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen und somit Anrecht auf mehr Einkommen, sagte Blank. Weiter soll auf Einmalzahlungen zugunsten von regulären Lohnerhöhungen verzichtet werden.

(fest/sda)

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