Traditionsbank fällt in ungeliebte Hände
publiziert: Samstag, 6. Okt 2007 / 13:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Okt 2007 / 22:12 Uhr

Den Haag/London - Ende einer Ära: «Nach heute besteht ABN Amro, die bekannteste Bank der Niederlande, eigentlich nicht mehr», schrieb die Zeitung «de Volkskrant» am Freitag.

RBS dürfte die Asien-Aktivitäten übernehmen.
RBS dürfte die Asien-Aktivitäten übernehmen.
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Am Nachmittag wurde bestätigt, was seit Wochen zu erwarten war. Aus der Übernahme des niederländischen Bankhauses durch die britische Bank Barclays wird nichts. Zu verlockend ist für die Aktionäre der Preis, den die Royal Bank of Scotland (RBS) mit zwei Verbündeten für die ABN-Amro-Anteile zahlen will: Etwa 38 Euro statt der gut 33 Euro, die Barclays bietet. Und das in bar, während Barclays eigene Aktien bot, deren Kurs durch die weltweite Finanzkrise spürbar schrumpfte.

Alles vergeblich

Vergeblich haben Rijkman Groenink, der Vorstandschef von ABN Amro, und sein Barclays-Kollege John Varley ihre Pläne angepriesen. Sie sprachen lieber von «Fusion» als von Übernahme, kündigten an, dass das Hauptquartier in Amsterdam bleibt.

Es half nichts: Nur ein winziger Teil der ABN-Amro-Aktien war Barclays bis zum Auslaufen der Frist am Donnerstag angeboten worden - dabei hatten die Briten 80 Prozent zur Voraussetzung für einen Zuschlag gemacht.

Bank wird zerlegt

Nun gilt als sicher, dass sich die RBS und ihre Partner, die spanischen Bank Santander und der belgisch-niederländische Bank- und Versicherungskonzern Fortis, über ABN Amro hermachen. Damit fällt die Traditionsbank, deren Wurzeln bis ins Jahr 1824 zurückreichen, in ungeliebte Hände.

Und die werden sie zerreissen: RBS bekommt die Geschäftskunden und die Asien-Aktivitäten, Santander das Geschäft in Südamerika sowie die italienische Tochter Antonveneta, und Fortis die niederländischen Filialen.

ABN-Leute zerknirscht

Vor allem letzteres tut eingefleischten ABN-Amro-Bankern weh. In Amsterdam fühlt man sich als «die» niederländische Bank. Fortis dagegen, obwohl er nicht nur in Brüssel, sondern auch in Utrecht ein Hauptquartier hat, gilt eher als belgisch.

Ausserdem wird der Konzern mehr als Versicherer wahrgenommen. Das Bankgeschäft ist klein im Vergleich zu ABN Amro. Kenner beider Häuser sehen Fortis vor einer Herkulesaufgabe bei der Integration der alten Konkurrenten.

Verlierer allenthalben

Nicht nur der ABN-Amro-Vorstand, sondern auch Barclays wirkt nun wie ein Verlierer. Doch statt in der gegenwärtigen Bankenkrise ein Risiko einzugehen, hat sich Barclays für den sichereren Weg entschieden. «Wir wollten keinen Sieg um jeden Preis», sagte Barclays-Chef John Varley. Nun muss er die Scherben zusammenwischen: Millionenausgaben für Beratungsgebühren waren umsonst - doch viele Marktbeobachter hielten das Geschäft sowieso für ein Spiel mit dem Feuer.

«Es ist der beste Entscheid, den Barclays jemals gefällt hat», kommentierte die BBC den Rückzieher. «Der Vorstand kann den Kopf hoch halten und zu Recht behaupten, kein Risiko eingegangen zu sein», sagte ein Analyst.

(Von Thomas P. Spieker und Annette Reuther, dpa/sda)

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