Kaum ein anderes Land hat die Nase bei zukunftsweisenden Technologien so weit vorne wie die Schweiz. Und doch hat sie im globalen Innovationswettbewerb in den letzten Jahren Ränge verloren. Dass die Schweiz aber nach wie vor ein attraktiver Wirtschaftsstandort ist, beweisen die zahlreichen internationalen Unternehmen, welche sich hier niedergelassen haben.

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KTI Start-up
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KTI/CTI Förderagentur für Innovation
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venturelab - Eine Initiative der Förderagentur für Innovation KTI
www.venturelab.ch
Die Förderagentur für
Innovation KTI bringt „Science to Market“
Die KTI fördert Projekte in angewandter Forschung und Entwicklung (aF&E), die Unternehmen zusammen mit Hochschulen durchführen. Sie finanziert ausschliesslich Leistungen der Hochschulen – Saläre von etwa 1000 Forschenden pro Jahr. Mit KTI Start-up unterstützt sie zudem die Gründung und den Aufbau von Unternehmen mit internationaler Ausrichtung und hohem Wachstumspotenzial. Durch den Brückenschlag zwischen Labor und Markt unterstützt die KTI den Innovationsprozess der Wirtschaft. Die Unternehmen profitieren davon doppelt: von den Projektresultaten und vom Nachwuchs an marktorientiert ausgebiletem F&E-Kader. Mit venturelab hat die KTI 2004 zudem ein Ausbildungs- und Trainingsprogramm in Unternehmertum für die ganze Schweiz lanciert. Für die Periode 2004 bis 2007 stehen der KTI rund 400 Millionen Franken Fördermittel zur Verfügung.
Interview mit Dr. Johannes Kaufmann, Leiter der KTI
Herr Kaufmann, als Leiter der KTI haben Sie tagtäglich mit dem Thema Technologie und Innovation zu tun. Was macht für Sie aus dieser Perspektive der Technologiestandort Schweiz aus?
Es stimmt schon, dass die Schweiz auf eine lange und erfolgreiche Tradition im Technologiebereich zurückblicken kann – gerade im Bereich Mikro- und Nano-Technologien, der ja in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat. Die Globalisierung und der zunehmend technische Fortschritt haben jedoch auch in der Schweiz den Trend zur Dienstleistungsgesellschaft beschleunigt. In den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Unternehmensführung und – finanzierung, wie auch integrierte Produktion und Logistik nimmt die Schweiz Spitzenplätze ein.
Und trotz diesem Potential hat die Schweiz in den letzten Jahren an Wettbewerbsvorsprung eingebüsst?
Dem ist leider tatsächlich so. Obwohl die Schweiz im internationalen Vergleich ein sehr hohes Forschungs- und Entwicklungsniveau vorweist, ist ihr Vorsprung im Innovationswettbewerb in den letzten Jahren kleiner geworden. Die Hauptursache sehe ich dabei in der ungenügenden Valorisierung des Wissens - der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen erfolgt nur langsam. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes hängt jedoch stark von diesem Faktor ab. Nur wer in der Lage ist, neue Erkenntnisse aus der Forschung schnell und in Massen auf den Markt zu bringen, und so steigende Einkommen bei hohem Beschäftigungsgrad zu erzielen, wird im globalen Wettbewerb erfolgreich sein.
Welche Möglichkeiten sehen Sie, diesen Transfer des Wissens zu verbessern?
Die Schweiz ist auf aktive Transformer – Umsetzer – angewiesen. Das sind innovative Unternehmer/Jungunternehmer, die frühzeitig Trends und Bedürfnisse erkennen, die bereit sind, neue Ideen umzusetzen und auch mal unternehmerische Risiken auf sich zu nehmen, um schnelle und überraschende Lösungen anzubieten. Es ist ja nicht so, dass es in der Schweiz an guten Ideen fehlen würde – unsere ETH, Universitäten, Fachhochschulen und all die anderen Forschungsinstitutionen sind Quellen von guten Ideen. Gefragt sind – neben den Umsetzern - jedoch auch Investoren, die bereit sind, diese Ideen mit dem notwendigen Risikokapital zu unterstützen. Hier kommt zum Beispiel die auf Initiative der KTI ins Leben gerufene, privatrechtlich selbständige CTI Invest (www.cti-invest.ch) zum Zug. Diese bietet schweizerischen Jungunternehmern eine Plattform, ihre Geschäftsideen einem breiten Publikum von Business Angels und nationalen wie internationalen Venture Capital Firmen zu präsentieren. Damit soll vor allem die latent vorhandene Seed-Finanzierungslücke für schweizerische High-Tech Jungunternehmen geschlossen werden.
Wie kommt die Schweiz zu den angesprochenen Transformern, bzw. wie werden diese aufgebaut?
Das Problem ist doch, dass wir Schweizer traditionell auf Vorhersehbarkeit und Sicherheit ausgerichtet sind. Das ist ja sozusagen unser Markenzeichen und hat sich im Banken- und Dienstleistungsbereich lange bewährt. Heute muss sich bei uns ein Jungunternehmer schon fast rechtfertigen, wenn er sich selbständig gemacht hat. Das Umgekehrte sollte der Fall sein!
Die mangelnde Attraktivität unternehmerischer Tätigkeit ist kaum ein Problem der Rahmenbedingungen, die in der Schweiz wirklich sehr gut sind. Es ist ein Problem des „just do it“, einer Kultur, die diese Einstellung nicht fördert. Daran müssen wir arbeiten – wir müssen unsere Bevölkerung, v.a. die zukünftigen Umsetzer, für das Thema Unternehmertum sensibilisieren und die Wertschätzung gegenüber unseren Unternehmern erhöhen. Die Förderagentur für Innovation KTI hat mit Ihrem Ausbildungs- und Trainingsprogramm in Unternehmertum „venturelab“ einen ersten Schritt in diese Richtung getan. Ich bin aber überzeugt, dass dieses Thema schon viel früher aufgegriffen werden sollte – in der Schule und vor allem auch bei den Lehrkräften, analog zu den USA. Nur so sind wir in der Lage, diesen wichtigen Kulturwandel zu vollziehen.
Was trägt die KTI sonst noch zum Technologiestandort Schweiz bei?
Die KTI investiert in gute Köpfe, nicht in Strukturen. Mit der Förderung von Projekten in angewandter Forschung und Entwicklung sowie dem Coaching von Start-ups ist die KTI im Bereich „Enabling“ tätig – sie bringt mit einem vergleichbaren kleinen Budget nachhaltig gute Projekte und Geschäftsideen „zum fliegen“. Wir sind aber auch bei uns zum Schluss gekommen, dass unsere Tätigkeiten den wachsenden Anforderungen in einem globalen Umfeld nicht mehr genügen. Auch bei uns braucht es mehr Mut zum Risiko und zu grösseren Würfen. In diesem Zusammenhang bin ich auch überzeugt, dass wir bilaterale Beziehungen mit dem Ausland noch besser ausnutzen sollten – insbesondere wenn diese dazu führen, dass die Schweiz ihre Wertschöpfung erhöhen kann.
Eine abschliessende Frage: Warum sollte sich ein ausländisches Unternehmen in der Schweiz niederlassen?
Dafür sprechen zahlreiche gute Gründe, u.a. Kaufkraftstabilität, langfristig tiefe Kapitalkosten, ein gutes Investitionsklima, gesunde öffentliche Finanzen, wenig Streiks und eine sehr hohe Lebensqualität. Diese Faktoren sind Garanten für die Prosperität und Stabilität der schweizerischen Wirtschaft. Dazu kommt die geostrategische Position der Schweiz, welche diese zum Treffpunkt verschiedener Kulturen und Sprachen macht. Langfristig stabile Entscheidungsgrundlagen, liberale Gesetzgebung, Schutz des freien Wettbewerbs und kooperative Behörden begünstigen die Gründung von Unternehmen oder Betriebs- und Forschungsstätten. Das hervorragende Schweizer Bildungssystem, sowie die führende Position in Forschung und Entwicklung führen dazu, dass die Unternehmen auf hochqualifizierte Arbeitskräfte zurückgreifen können. Die Schweiz ist in vielen Hinsichten ein Supercluster und hat, falls die notwendigen Reformen rasch durchgezogen werden, im weltweiten Wettbewerb gute Chancen.
- JasonBond aus Strengelbach 3579
Wo sind Sie denn wieder vorgekrochen? Die kein Schaf lose Zeit ist vorbei oh wei oh wei. Dabei hatten ... Do, 02.02.12 20:23 - keinschaf aus Henau 822
Journalistischer Dünnpfiff Eine Leistung ist eine Leistung. Die "ruft man" auch nicht ... Do, 02.02.12 17:02 - Bogoljubow aus Zug 290
Visionen Ein englischer (?) Wissenschaftler soll vor 1950 gesagt haben, es werde ... Do, 02.02.12 15:47 - OldFred aus Thalwil 1
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Ist doch gar nicht so schlecht . . . . . . etwas auf die Beine zu stellen, statt über die Stütze zu fluchen. ... Fr, 26.08.11 12:42 - Schnorrer aus Speicher 6
Blödsinn Ein vermutlich massgeblicher Teil dieser "Neugründungen" ist darauf ... Do, 25.08.11 11:28 - blueshrimp aus Bern 1
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