Swissquote gewinnt markant mehr Kunden
publiziert: Freitag, 24. Jul 2009 / 09:20 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Jul 2009 / 17:39 Uhr

Zürich - Die Auswirkungen der Finanzkrise an den Börsen haben der grössten Schweizer Internet-Bank Swissquote im ersten Halbjahr zu schaffen gemacht. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahr ein. Dennoch scheint das Gröbste vorbei. Die Vermögen wachsen wieder. Und der Zustrom neuer Kunden hält an.

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Unter dem Strich erzielte Swissquote im ersten Semester 2009 einen Reingewinn von 15,9 Mio. Franken. Das sind 28,5 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, wie die Bank bekannt gab.

Zwar habe Swissquote die Kommissionserträge, die über zwei Drittel der Einnahmen bescheren, mit 33,8 Mio. Fr. praktisch halten (Vorjahressemester: 34,6 Mio. Franken) können. Und dies trotz des Strudels, der wegen der Finanzkrise im Herbst und Winter die Börsen in die Tiefe gerissen hatte.

Denn seit April haben sich die Finanzmärkte wieder erholt. Dies habe zum soliden Halbjahresgewinn von Swissquote beigetragen, erklärte Swissquote-Chef Marc Bürki vor den Medien in Zürich.

Ertragseinbruch im Zinsgeschäft

Dass das Ergebnis dennoch schlechter ausfiel als im Vorjahr, liege am Ertragseinbruch im Zinsgeschäft. Die Zinserträge schmolzen um fast zwei Drittel auf lediglich noch 5,6 Mio. Fr. zusammen.

Man könne die Gelder kaum noch gewinnbringend anlegen, ohne grosse Risiken einzugehen, sagte Bürki: «Wir haben vor kurzem 500 Mio. Fr. für eine Woche bei der Nationalbank angelegt und dafür nur 1000 Fr. Zins bekommen.» Der Einbruch bei den Zinserträgen sei durch das florierende Handelsgeschäft gemildert worden.

Denn der Zustrom von Kunden geht weiter. Seit Dezember hat Swissquote fast 12'000 neue Kunden anlocken können. Mittlerweile hat die Bank 131'834 Kunden. Und im dritten Quartal sollen laut Bürki weitere 5000 neue Kunden dazukommen.

(smw/sda)

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