Merck Serono in Genf wird bestreikt
Streik bei Merck Serono in Genf hat begonnen
publiziert: Mittwoch, 20. Jun 2012 / 11:26 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Jun 2012 / 19:27 Uhr
Der Standort Genf soll aufgeteilt werden nach Deutschland, China oder in die USA.
Der Standort Genf soll aufgeteilt werden nach Deutschland, China oder in die USA.

Genf - Hunderte Mitarbeitende der Merck-Pharmatochter Merck Serono haben am Mittwoch die Arbeit niedergelegt. Sie protestierten damit gegen den Entscheid der Führung von Merck Serono, den Standort Genf zu schliessen.

12 Meldungen im Zusammenhang
Der Streik soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Dies entschied das Personal an einer Versammlung mit grosser Mehrheit, wie die Gewerkschaft Unia am Mittwochabend mitteilte. Auch eine Demonstration im Stadtzentrum ist geplant. Die symbolische Besetzung des Haupteingangs des Firmengebäudes soll ebenfalls weitergeführt werden.

Das Personal wolle so den Druck auf die Führung von Merck Serono beibehalten, damit der Sozialplan verbessert werde. Zudem sollen die Behörden dazu bewegt werden, die Rettung der Arbeitsplätze in Genf voranzutreiben.

Der Streik sei eine «direkte Reaktion auf die beispiellose Arroganz der Direktion, die sämtliche Vorschläge der Gewerkschaft und des Personals ablehnte», schreibt die Unia. Mit der Beteiligung am Streik zeigte sich die Gewerkschaft zufrieden. Die Aktivitäten von Merck Serono seien dadurch «massiv verlangsamt» worden.

«Camp der Empörten»

Am Dienstag hatte die Führung von Merck Serono mitgeteilt, an den Plänen zur Schliessung des Standorts Genf festzuhalten. In der Stadt an der Rhone werden deshalb 1250 Arbeitsplätze gestrichen - teilweise werden die Stellen nach Deutschland, China oder in die USA verlagert, teilweise werden sie ganz eingespart. Auf im Rahmen des Konsultationsverfahren eingebrachte alternative Vorschläge zur Schliessung des Standort Genfs war Merck Serono nicht eingetreten.

Aus Protest gegen den Entscheid haben Mitarbeitende in Zelten vor dem Firmengebäude übernachtet. Das so genannte «Camp der Empörten» war am Dienstag errichtet worden. Letzte Nacht hätten rund 15 Personen dort übernachtet, sagte eine Vertreterin des Personals der Nachrichtenagentur sda. «Diese Nacht werden wir mehr sein.»

Auch in Deutschland ist ein Stellenabbau bei Merck geplant. Wie viele Jobs dort auf der Kippe stehen, ist zwar noch unklar. Vertreter der Arbeitnehmenden rechnen aber damit, dass rund 900 Stellen - fast zehn Prozent - wegfallen könnten.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Merck Serono hat am Freitag bekannt gegeben, für mehr als 500 seiner in Genf stellenlos werdenden 1250 ... mehr lesen
Viele Arbeitslose wegen des deutschen Pharma- und Chemieunternehmen Merck Serono.
Genf - Die Personalversammlung des Pharmakonzerns Merck Serono hat der Abschlussvereinbarung über Verbesserungen im Sozialplan mit grosser Mehrheit zugestimmt. Damit ist der Streit und der Kampf der Belegschaft vorerst beendet. mehr lesen 
Genf - Der Streik am Hauptsitz von Merck Serono in Genf wird vorerst ausgesetzt. Das Personal entschied am Donnerstag an einer Versammlung, bis Dienstag nicht mehr zu streiken. Es will den Vermittlungen des Genfer Staatsrates eine Chance geben. mehr lesen 
Genf - Der Streik am Hauptsitz von Merck Serono in Genf hält an. Eine Gruppe Mitarbeitender und Gewerkschafter engagiert sich weiterhin für einen besseren Sozialplan und fordert die politischen Behörden auf, in der Sache zu vermitteln. mehr lesen 
Merck Serono hält an Schliessung des Genfer Standorts fest.
Genf - Das Personal von Merck Serono in Genf will ab Mittwoch streiken. Die Beschäftigten sind enttäuscht. Trotz monatelanger ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Genf - Bundesrat Schneider-Ammann hat am Dienstag den Mitarbeitenden von ... mehr lesen
Wie die Mitarbeitenden sei auch er enttäuscht gewesen, als er von der Schliessung des Standorts Genf erfahren habe.
Bern - Die Mitarbeitenden von Merck Serono am Standort Genf treten am (morgigen) Dienstag in Streik. Sie begründen die Aktion damit, dass die Geschäftsleitung der Personalseite bisher kaum Gehör geschenkt hat. Der Druck soll nun erhöht werden. mehr lesen 
Genf - Erneut haben am Samstag rund 300 Personen gegen die Schliessung des Standortes Genf von Merck Serono protestiert. Sie forderten, dass mindestens ein Teil der 1250 Stellen beibehalten wird. mehr lesen 
Lösungsvorschläge für Genf.
Genf - Mitarbeitende von Merck Serono haben zwei Vorschläge erarbeitet, um zumindest einen Teil der 1250 in Genf bedrohten Stellen ... mehr lesen
Frankfurt/Lyon - Merck Serono baut in Frankreich 267 von 1270 Stellen ab. Wie in Genf, wo voraussichtlich 1250 Arbeitsplätze ... mehr lesen
Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hatte im Februar ein Sparprogramm angekündigt. (Symbolbild)
Darmstadt - Beim Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck haben am Mittwoch mehrere hundert Beschäftigte aus Genf und Deutschland gegen die Streichung von 1250 Stellen protestiert. mehr lesen 
Merck-Konzernchef Karl-Ludwig Kley.
Darmstadt - Für Merck-Konzernchef Karl-Ludwig Kley ist ein Stellenabbau im ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Die Thalys-Züge bleiben heute in den Bahnhöfen ...
Hochgeschwindigkeitsverkehr komplett eingestellt  Brüssel - Ein Streik hat in Belgien den zweiten Tag in Folge den Zugverkehr erheblich behindert. Nach Angaben der Bahngesellschaft SNCB fielen im südlichen Teil des Landes am Dienstagmorgen alle Verbindungen aus, im Norden waren 60 Prozent betroffen. mehr lesen 
Arbeitsplätze bleiben in der Schweiz  Schaffhausen - Trotz des Frankenschocks will der Industriekonzern Georg Fischer keine Stellen aus der Schweiz ins Ausland verlagern. «Die ... mehr lesen
Der Industriekonzern Georg Fischer wird weiterhin Forschung, Entwicklung und Produktion in der Schweiz tätigen.
Die Bevölkerung kann an teils Orten wieder tanken.
Krise noch nicht überstanden  Paris - Die französische Regierung bemüht sich um eine Lösung der Benzinkrise. Dazu diente am Samstag auch ein Treffen mit Vertretern des Öl- ... mehr lesen  
Beide Seiten wollen hart bleiben  Paris - Trotz anhaltender Gewerkschaftsproteste will Frankreichs Präsident François Hollande ... mehr lesen
Trotz der Proteste möchte Hollande hart bleiben. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... heute 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 20
Das Crowdfunding hat um 73 Prozent zugelegt.
Startup News Crowdfunding in der Schweiz markant gewachsen Luzern - Auf tiefem Niveau ist der Markt für Schwarmfinanzierung (sog. Crowdfunding) in der Schweiz erneut stark gewachsen. Diese Art der Geldbeschaffung ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Publinews
                 
Erfolg durch zielgerichtete Planung.
Publinews CRM  In einer Zeit übersättigter Märkte ist nicht mehr die Suche nach einem Produkt oder Lieferanten der Flaschenhals, sondern das Aufspüren von Bedarf und neuen ... mehr lesen
Wir erfinden das Drucken neu - damit Ihr Unternehmen wie ein grosses beeindruckt
Publinews Ein Unternehmen muss nicht gross sein, um Grosses zu leisten. Es benötigt lediglich die richtigen Ressourcen. Und dazu gehört auch ... mehr lesen
Auf das Flair der bunten und aufregenden Casino-Welt verzichten und stattdessen im Internet Glücksspiele zocken? Online-Casinos bergen sowohl Gefahren als auch Möglichkeiten für den Spieler.
Publinews Im Oktober 2015 verabschiedete der Bundesrat das neue Geldspielegesetz: Seither dürfen Schweizer Casinos auch im Netz ... mehr lesen
Kaffee gehört für viele Arbeitnehmer fest zum Büroalltag dazu
Publinews Eine gute Tasse Kaffee gehört für viele Menschen fest zum Alltag. Während manche den Muntermacher hauptsächlich morgens nach dem Aufstehen brauchen, trinken ... mehr lesen
Online-Dating wird immer beliebter - heute setzen schon viel mehr Menschen bei der Partnersuche auf das Internet als noch einige Jahre zuvor. Die Tendenz geht zudem zum mobilen Online-Dating.
Publinews Online-Dating erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies ist angesichts von ca. 1,5 Millionen Singles in der Schweiz auch kein Wunder. Dabei sind für den ... mehr lesen
Ohne Social Media geht es nicht
Publinews Horisen AG  Soziale Netzwerke gehören zum modernen Marketing-Alltag längst dazu. Deshalb hast du vermutlich auch schon einmal darüber nachgedacht, dir eine ... mehr lesen
Ist das gewünschte Grundstück tatsächlich für das eigene Bauprojekt geeignet? Worauf sollten Käufer dabei achten?
Publinews Laut Statistik Schweiz waren im Jahr 2000 fast drei Viertel der in der Eidgenossenschaft existierenden 3,57 Millionen Wohnungen in der Hand von ... mehr lesen
Warte nicht länger, sondern mach dich auf den spannenden Weg zu deinem eigenen Film.
Publinews Kamera läuft!  Smartphones machen es möglich: wir haben unsere kleine Video-Kamera immer dabei und filmen laufend, was uns bewegt, was lustig, skurril oder sehenswert ist. ... mehr lesen
Gilt ein MBA auch heute noch als Karriereboost? Diese Frage lässt sich grundsätzlich bejahen.
Publinews Wer seine berufliche Karriere als Ingenieur oder in einem technischen Beruf startet, muss nicht stets in dieser Position verharren. Gerade Ingenieure und ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
m2 solution Logo
27.09.2016
m2 software Logo
27.09.2016
THE INVENTORS Logo
27.09.2016
THE STARTUP Logo
27.09.2016
27.09.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 8°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 10°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 11°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 9°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 14°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten