Qualifikation gegen internationale Konkurrenz
Strategische Korruption ist in Indien Alltag
publiziert: Dienstag, 19. Jan 2016 / 09:47 Uhr
Laut Studie setzen in Indien viele Unternehmen Korruption gezielt ein.
Laut Studie setzen in Indien viele Unternehmen Korruption gezielt ein.

Unternehmen nutzen gezielt strategische Korruption, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Das hat eine Studie indischer IT-Firmen durch die University at Buffalo (UB) ergeben.

Speziell verlassen sich demnach korrekt angemeldete Unternehmen auf Korruption, um Vorteile gegenüber den in Indien gängigen, nicht registrierten Kleinunternehmern zu erlangen. Im Kampf gegen grosse internationale Konzerne dagegen setzen die offiziell angemeldeten indischen IT-Firmen eher auf eine andere Karte: qualifizierte Mitarbeiter.

Netzwerke im Zentrum

Die Ansicht, dass in Indien eine Kultur der Korruption herrsche, ist weit verbreitet. Doch ganz so wahllos scheint Schmiergeld doch nicht zu fliessen. Vielmehr setzen der Studie zufolge Unternehmen Korruption sehr gezielt ein. «Wir haben festgestellt, dass die grösseren einheimischen Firmen schmutzig spielen, wenn sie mit dem 'kleinen Mann' um Kunden kämpfen», sagt UB-Professor Rajiv Kishore. Freilich operiert dieser kleine Mann in Indien häufig selbst jenseits der Legalität, in Form nicht angemeldeter Kleinstunternehmen.

«Wenn der Typ am Eck sein Unternehmen nicht angemeldet hat und keine Steuern zahlt, oder Schmiergeld zahlt, um ungestört arbeiten zu können, kann er viel schneller und günstiger ein Netzwerk installieren oder Ausrüstung reparieren», meint Kishore. Um sich gegen solche Konkurrenz durchzusetzen, pfeifen auch die korrekt angemeldeten Unternehmen recht häufig auf Recht und Gesetz oder schmieren ihrerseits Behördenvertreter. Doch sind die offiziellen Unternehmen keineswegs durch und durch korrupt. Im Kampf gegen die internationale Konkurrenz setzen sie völlig legal darauf, ihr Personal fortzubilden.

Durchsatzrate reduziert

«Um mit Grössen wie IBM oder Accenture zu konkurrieren, braucht man Mitarbeiter mit tiefgehender Expertise», so Kishore. Indem die indischen Anbieter Entwicklungsmöglichkeiten bieten, sorgen sie für qualifiziertere und zufriedenere Mitarbeiter, zudem sinkt die Durchsatzrate bei diesen Experten. «Das erlaubt es, mit multinationalen Rivalen zu konkurrieren», so der Wissenschaftler. Ausländischen Unternehmen, die auf dem indischen Tech-Markt aktiv werden wollen, rät sein Team zu günstigeren, leichter herzustellenden Produkten. So könnten auch US-Unternehmen in Indien mithalten, ohne durch Korruption gegen den amerikanischen Foreign Corrupt Practices Act zu verstossen.

(arc/pte)

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