Steigende Salmonellen-Gefahr in der Schweiz
publiziert: Montag, 4. Aug 2008 / 23:59 Uhr

Bern - Salmonellen-Vergiftungen sind in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Obwohl die Schweiz die Hygienevorschriften an jene der EU angepasst und gelockert hat, geht das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nicht davon aus, dass das Risiko wieder ansteigt.

Insbesondere von Importeiern geht eine latente Gefahr aus.
Insbesondere von Importeiern geht eine latente Gefahr aus.
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Das BAG hat die Fälle von gehäuften Lebensmittelvergiftungen in den Jahren 1994 bis 2006 untersucht. Gezählt wurden 137 Fälle, bei welchen mehrere Personen nach dem Konsum von kontaminierten Lebensmitteln erkrankten. Im Durchschnitt erkrankten pro Fall 16 Personen.

Mit Abstand am häufigsten verursachten Salmonellen des Typs «Salmonella Enteritidis» die Erkrankungen. In den letzten Jahren seien die Salmonellen-Vergiftungen wegen der getroffenen Massnahmen in Schweizer Legehennen-Betrieben stetig zurückgegangen, heisst es im jüngsten BAG-Bulletin. Im internationalen Vergleich seien sie auf sehr tiefem Niveau.

Eine «latente Gefahr» bestehe aber weiterhin. Zum einen wird eine grosse Zahl von Eiern aus Ländern importiert, in welchen Salmonellen stark verbreitet sind. In EU-Ländern sind laut BAG über 30 Prozent der Legebetriebe verseucht, in der Schweiz weniger als 1 Prozent.

Höheres Risiko im Restaurant

Das BAG geht jedoch nicht davon aus, dass die Gefahr der Salmonellen-Infektion wieder ansteigt.

Salmonellen-Vergiftungen erfolgen häufig nach dem Konsum von roheihaltigen Speisen wie Tiramisu, Mousse au Chocolat oder Mayonnaise, insbesondere bei fehlerhafter Zubereitung oder Lagerung.

Am ehesten infiziert sich, wer im Restaurant isst. An zweiter Stelle liegen Spitäler und Heime, an dritter private Haushalte. Es folgen Lebensmittelbetriebe, Festanlässe, Militär und Ferienlager. Mangelnde Handhygiene beim Küchenpersonal spielt dabei eine zentrale Rolle.

(ht/sda)

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