Risiken senken
Ständerat steht geschlossen hinter «Too-big-to-fail»-Verordnungen
publiziert: Donnerstag, 13. Sep 2012 / 16:28 Uhr
Der Ständerat konnte die Verordnungen lediglich annehmen oder ablehnen, jedoch keine Änderungen daran vornehmen. (Archivbild)
Der Ständerat konnte die Verordnungen lediglich annehmen oder ablehnen, jedoch keine Änderungen daran vornehmen. (Archivbild)

Bern - Die Regulierung der systemrelevanten Banken biegt auf die Zielgerade ein. Der Ständerat hat am Donnerstag als erster Rat zwei Verordnungen zu den schärferen Eigenmittelvorschriften ohne Gegenstimme mit einer Enthaltung genehmigt.

Schweizer Kredit online beantragen
7 Meldungen im Zusammenhang
Für Verordnungen ist in der Regel der Bundesrat zuständig. Bei der «Too-big-to-fail»-Vorlage verlangte das Parlament aber im vergangenen Herbst, dass es zwei Verordnungen genehmigen will. Das Parlament wollte damit die Kontrolle behalten über die Prozentsätze der Eigenmittel, welche Banken halten müssen.

Genehmigt hat der Ständerat namentlich die Eigenmittel- und die Bankenverordnung. Dort verankert der Bundesrat den internationalen Standard «Basel III» und hält fest, mit wie viel zusätzlichen eigenen Mitteln die Grossbanken ihre Bilanzen unterlegen müssen.

Je nach Grösse und gehaltenen Risiken sollen sie gemessen an den risikogewichteten Aktiven bis zu 19 Prozent Eigenmittel halten. Die Eigenmittel müssen teilweise aus hartem Eigenkapital - Eigenkapital und Reserven - bestehen. Ein Teil der Mittel dürfen sie auch als Wandelkapital halten, das in Notsituationen in Eigenkapital umgewandelt werden könnte. Dazu gehören die CoCo-Bonds.

Die Verordnungen halten auch eine sogenannte Leverage Ratio fest: Die Banken müssen demnach mindestens 4,56 Prozent der gesamten Bilanzsumme inklusive einiger Ausserbilanzpositionen in Eigenmitteln halten.

Stimmt der Nationalrat - voraussichtlich am kommenden Dienstag - ebenfalls zu, will der Bundesrat die Verordnungen auf den 1. Januar 2013 in Kraft setzen. Nach einer stufenweisen Einführung müssen die Banken die neuen Anforderungen bis 2018 erfüllen.

Kritik bekräftigt

Der Ständerat konnte die Verordnungen lediglich annehmen oder ablehnen, jedoch keine Änderungen daran vornehmen. Einige Ständeräte aus der SP und SVP nutzten die Gelegenheit, ihre Kritik an der Regulierung zu bekräftigen.

Trotz Verschärfung gehe noch immer ein beträchtliches Risiko vom Finanzplatz aus, sagte SP-Ständerat Paul Rechsteiner (SG). Die Höhe der Eigenmittel sei bescheiden verglichen mit Verlusten, die in jüngster Zeit gemeldet wurden, sagte der parteilose Schaffhauser Ständerat Thomas Minder, welcher der SVP-Fraktion angehört.

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf hielt fest, dass die betroffenen Banken CS und UBS ihre Situation bezüglich Eigenmittel und Liquidität in jüngster Zeit verbessert hätten. Weitere Arbeiten - beispielsweise zur Behandlung von Kantonalbanken - seien im Gange.

Mit der neuen Regulierung trifft der Bund Vorkehrungen, um das Risiko zu senken, dass eine grosse Bank kollabiert und wegen ihrer wichtigen Stellung die Volkswirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Mit einem «Swiss finish» gehen die Regeln über den internationalen Standard hinaus.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Die Kantonalbanken nehmen die schärfere Regulierung der Branche, insbesondere die neuen ... mehr lesen
Die Kantonalbanken wollen nicht mit den beiden Grossbanken in einen Topf geworfen werden. (Symbolbild)
Bern - Die neue Bankenregulierung kann in Kraft treten. Der Nationalrat hat als Zweitrat die Verordnungen zum Regelwerk mit ... mehr lesen
Klare Befürwortung für die Bankenregulierung.
London - Die 29 weltweit grössten Kreditinstitute könnten laut der Rating-Agentur Fitch wegen der Anforderungen für systemrelevante ... mehr lesen
Systemrelevante Banken brauchen halbe Billion Dollar.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Schweizer Wirtschaft gilt als vorbildlich.
Bern - Das Financial Stability Board (FSB) würdigt in seinem Länderbericht zur ... mehr lesen
Bern - Die Schweizer Banken unterstützen im Grundsatz die Massnahmen des Bundes, um die Finanzstabilität zu erhöhen; ... mehr lesen
Blick auf den Zürcher Paradeplatz, das Herz der Schweizer Finanzbranche.
Für besondere Verärgerung sorgte die Ansage von Tsipras, seinen Landsleuten eine Ablehnung des Sparpakets zu empfehlen.
Für besondere Verärgerung sorgte die Ansage von ...
Die Kassen in Griechenland sind leer  Athen - Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras erhöht vor dem Referendum über die umstrittenen Spar- und Reformauflagen der Geldgeber den Einsatz. In einem TV-Interview am Montagabend verknüpfte er seine politische Zukunft mit dem Ergebnis der Volksbefragung. 
Euro-Finanzminister wollen kein weiteres Geld geben Athen - Die Euro-Finanzminister haben die Bitte Griechenlands um ...
Teilweiser Zahlungsausfall von griechischen Banken New York - Die Ratingagentur Fitch hat am Montag vier Banken in ... 1
Griechenland will IWF-Rate am Dienstag nicht zahlen Athen/Brüssel - Griechenland wird nach Angaben eines ...
Griechenland-Krise belastet den Schweizer Aktienmarkt Zürich - Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenstart unter dem ...
Etschmayer Terrorismus beherrscht die Schlagzeilen. Und wo kein Terror von der Titelseite schreit, ist Griechenland. Trauriges Alternativprogramm oder ... mehr lesen  
Wer ist schrecklicher: Diese IS-Barbaren oder die White-Collar-Terroristen der Euro-Gruppe?
Teilweiser Zahlungsausfall von griechischen Banken New York - Die Ratingagentur Fitch hat am Montag vier Banken in Griechenland einen ... 1
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3128
    Wann... gibt die EU ihren Schmusekurs auf? Tsipras und Co. betrachten die EU ... gestern 08:32
  • PMPMPM aus Wilen SZ 196
    Moment mal...? Ist nicht akutell ein grosses Wehklagen zu hören über mögliche ... So, 14.06.15 23:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Wir Bauernliebhaber bekommen nichts hin, was den Bauern etwas kostet. Es ändert sich ... Mo, 08.06.15 17:30
  • Vitalis aus Hallau 47
    JAGD AUF MITTELLOSE ... und wer verfolgt Behörden, welche schwache und hilfsbedürftige ... Do, 28.05.15 13:44
  • HzweiKraftwerk aus Zürich 1
    Weltweit erstes Wasserstoffkraftwerk in Betrieb Fakt ist das bei der Verbrennung Wasserstoffgas eine Temperatur von ... Sa, 23.05.15 17:05
  • thomy aus Bern 4248
    Ja, wenn das so ist, dann * .... ... eignet sich ein solches Solarflugzeug eigentlich NICHT für solche ... Sa, 23.05.15 13:08
  • Romanus aus Hinterkappelen 3
    Notenbanken, nicht Banken Die mögliche Abschaffung von Bargeld war zwei Wochen vor dieser Suada ... Fr, 22.05.15 06:53
  • tigerkralle aus Winznau 121
    Bank UBS 6 Banken müssen bezahlen , ganz klar die UBS ist dabei ! Die UBS ist ... Do, 21.05.15 09:04
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
26.06.2015
T TRANSPOREON MOM - MOBILE ORDER MANAGEMENT Logo
26.06.2015
FredsFunkyFood Logo
26.06.2015
Pflümli-Cream Logo
25.06.2015
X SKAGEN Logo
24.06.2015
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 19°C 26°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 13°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 18°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 15°C 32°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 18°C 32°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 17°C 34°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 23°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten