Kein Anlass zu Euphorie
Stadtzürcher Rechnung mit 10 Mio. Franken Gewinn
publiziert: Dienstag, 8. Mrz 2016 / 14:15 Uhr
Die Rechnung 2015 der Stadt Zürich schliesst mit einem Gewinn von 10 Millionen Franken ab.
Die Rechnung 2015 der Stadt Zürich schliesst mit einem Gewinn von 10 Millionen Franken ab.

Zürich - Deutlich besser als erwartet: Die Rechnung 2015 der Stadt Zürich schliesst mit einem Gewinn von 10 Millionen Franken ab - budgetiert war ein Minus von 130 Millionen Franken. Für Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) besteht jedoch kein Anlass zu Euphorie.

2 Meldungen im Zusammenhang
Gemessen an den schwierigen Zeiten konnte der Stadtrat am Dienstag vor den Medien gute Zahlen präsentieren. Dazu beigetragen haben ein ausserordentlicher Mehrertrag, nicht ausgeschöpfte Kredite, Projektverzögerungen, aber auch ein Rekordergebnis bei den Steuern.

Rechnet man die vom Gemeinderat bewilligten Zusatzkredite und Globalbudget-Ergänzungen dazu, fällt das Ergebnis um 153 Millionen Franken besser aus als erwartet. Das Eigenkapital wuchs leicht an - von 667 auf 677 Millionen Franken. Die Nettoschuld sank im Vergleich zum Vorjahr um 157,3 Millionen auf 4,04 Milliarden Franken.

Auf der Einnahmenseite schliesst die Rechnung mit 8,456 Milliarden um 42 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Zu einem wesentlichen Teil ist das auf den ausserordentlichen Ertrag aus der Teil-Auflösung der Schwankungsreserve für die Aktien der Flughafen Zürich AG mit 63 Millionen Franken zurückzuführen.

Rekord bei den Steuereinnahmen

Bei den Steuereinnahmen konnte Leupi einen rekordhohen Wert vermelden. Insgesamt 2,614 Milliarden Franken flossen dem Fiskus in die Kasse - so viel wie noch nie. Im Vergleich zu 2014 entspricht dies einer Zunahme um 89 Millionen Franken. Der budgetierte Betrag wurde jedoch um 42 Millionen Franken verfehlt.

Der Ertrag aus Steuern der natürlichen Personen fiel mit 1,43 Milliarden Franken um 33 Millionen tiefer aus als erwartet. Bei den juristischen Personen wurde hingegen mit 820 Millionen Franken die Vorgabe um 34 Millionen Franken übertroffen.

Bei den Grundstückgewinnsteuern resultierte ein Ertrag von 197 Millionen Franken, 3 Millionen Franken mehr als im Budget vorgesehen. Die Quellensteuern dagegen blieben mit 141 Millionen Franken um 49 Millionen unter den Erwartungen.

Bei den Vermögenswerten gab es - gemessen an den Budgetwerten - ein Plus von 24 Millionen, bei den Entgelten ein Plus von 38 Millionen Franken. Aufgebessert wurden die Vermögenswerte zudem durch höhere Dividenden der Flughafen Zürich AG, der Energie 360° sowie höhere Miet- und Pachtzinsen.

Die Ausgaben schlugen mit 8,446 Milliarden Franken zu Buche - 112 Millionen Franken weniger als budgetiert. Vor allem der Personal- und der Sachaufwand fielen tiefer aus als im Budget, weil Stellen nicht besetzt oder Projekte verzögert oder verschoben wurden.

Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert

Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 623 Millionen Franken aus. Budgetiert waren etwas über eine Milliarde Franken. Die Investitionsausgaben betrugen 858 Millionen Franken und entsprachen in etwa einem Ausschöpfungsgrad von 70 Prozent.

Hauptgründe für die Abweichung zwischen Rechnung und Budget waren neben Planungs- und Bauverzögerungen eine nicht realisierte Beteiligungserhöhung an den Kraftwerken Hinterrhein, für die ein Zusatzkredit von 60 Millionen Franken bewilligt wurde.

Der Selbstfinanzierungsgrad betrug im vergangenen Jahr 112 Prozent. Das sind 27 Prozentpunkte mehr als 2014. Die Investitionen konnten damit vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Trotz des guten Abschlusses sieht sich der Stadtrat bei den Finanzen weiterhin stark gefordert. Der Aufgaben- und Finanzplan sieht für die nächsten Jahre hohe Defizite vor. Zusätzlich belasten könnten den städtischen Haushalt Einbrüche bei den Steuereinnahmen aufgrund konjunktureller oder struktureller Veränderungen. Zudem sind die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform III ungewiss.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Die Stadtzürcher Rechnung 2013 wartet mit einer positiven Überraschung auf: ... mehr lesen
Die Stadt Zürich rechnet für die kommenden Jahre mit hohen Defiziten.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Auf das Flair der bunten und aufregenden Casino-Welt verzichten und stattdessen im Internet Glücksspiele zocken? Online-Casinos bergen sowohl Gefahren als auch Möglichkeiten für den Spieler.
Auf das Flair der bunten und aufregenden ...
Im Oktober 2015 verabschiedete der Bundesrat das neue Geldspielegesetz: Seither dürfen Schweizer Casinos auch im Netz Glücksspiele anbieten. Doch was bedeutet das für Gambler? Eröffnen sich für sie dadurch neue Möglichkeiten, oder tragen sie Nachteile davon? mehr lesen 
Konto auf Bahamas aufgegeben  Buenos Aires - Der argentinische Präsident Mauricio Macri will sein auf den Bahamas geparktes Geld nun in Staatsanleihen in der Heimat investieren. Er habe den Verwalter des Kontos angewiesen, die 1,2 Millionen US-Dollar aus der Karibik nach Argentinien zu überweisen. mehr lesen  
Fassungslos und tief erschüttert  Zürich - Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn hat sich das Leben genommen. Er wurde 59 ... mehr lesen  
Senn war sechs Jahre lang Zurich-Chef.
Janet Yellen hat die Märkte auf die Zinserhöhung vorbereitet.
Geldpolitische Straffung  Washington - US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die Märkte auf eine baldige Zinserhöhung vorbereitet. ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Das Crowdfunding hat um 73 Prozent zugelegt.
Startup News Crowdfunding in der Schweiz markant gewachsen Luzern - Auf tiefem Niveau ist der Markt für Schwarmfinanzierung (sog. Crowdfunding) in der Schweiz erneut stark gewachsen. Diese Art der Geldbeschaffung ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Publinews
Publinews Mehr Wissen - Grosses bewegen  Die WKS KV Bildung ist mit rund 5900 Absolventinnen und Absolventen in der Grund- und Weiterbildung das grösste Bildungsunternehmen im ... mehr lesen
Publinews Enabling new business  Von besser informierten GL bis zum E-Commerce im Exportmarkt - digitale Tools nutzen in der ganzen Wertschöpfungskette. Netcetera-CEO Andrej Vckovski ... mehr lesen
Erfolg durch zielgerichtete Planung.
Publinews CRM  In einer Zeit übersättigter Märkte ist nicht mehr die Suche nach einem Produkt oder Lieferanten der Flaschenhals, sondern das Aufspüren von Bedarf und neuen ... mehr lesen
Wir erfinden das Drucken neu - damit Ihr Unternehmen wie ein grosses beeindruckt
Publinews Ein Unternehmen muss nicht gross sein, um Grosses zu leisten. Es benötigt lediglich die richtigen Ressourcen. Und dazu gehört auch ... mehr lesen
Auf das Flair der bunten und aufregenden Casino-Welt verzichten und stattdessen im Internet Glücksspiele zocken? Online-Casinos bergen sowohl Gefahren als auch Möglichkeiten für den Spieler.
Publinews Im Oktober 2015 verabschiedete der Bundesrat das neue Geldspielegesetz: Seither dürfen Schweizer Casinos auch im Netz ... mehr lesen
Kaffee gehört für viele Arbeitnehmer fest zum Büroalltag dazu
Publinews Eine gute Tasse Kaffee gehört für viele Menschen fest zum Alltag. Während manche den Muntermacher hauptsächlich morgens nach dem Aufstehen brauchen, trinken ... mehr lesen
Online-Dating wird immer beliebter - heute setzen schon viel mehr Menschen bei der Partnersuche auf das Internet als noch einige Jahre zuvor. Die Tendenz geht zudem zum mobilen Online-Dating.
Publinews Online-Dating erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies ist angesichts von ca. 1,5 Millionen Singles in der Schweiz auch kein Wunder. Dabei sind für den ... mehr lesen
Ohne Social Media geht es nicht
Publinews Horisen AG  Soziale Netzwerke gehören zum modernen Marketing-Alltag längst dazu. Deshalb hast du vermutlich auch schon einmal darüber nachgedacht, dir eine ... mehr lesen
Ist das gewünschte Grundstück tatsächlich für das eigene Bauprojekt geeignet? Worauf sollten Käufer dabei achten?
Publinews Laut Statistik Schweiz waren im Jahr 2000 fast drei Viertel der in der Eidgenossenschaft existierenden 3,57 Millionen Wohnungen in der Hand von ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
17.01.2017
Titoni AG Logo
17.01.2017
SWISS GEAR Logo
17.01.2017
16.01.2017
16.01.2017
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -5°C -4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel -4°C -3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen -10°C -7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Bern -6°C -5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Luzern -5°C -4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf -4°C -3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Lugano -2°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten