Heilung mit Gewaltakt
Spanien plant massiven Eingriff in den Bankensektor
publiziert: Freitag, 11. Mai 2012 / 16:03 Uhr
Spanische Banken müssen viel mehr Geld für faule Kredite zurücklegen.
Spanische Banken müssen viel mehr Geld für faule Kredite zurücklegen.

Madrid - Die spanische Regierung will die hartnäckige Immobilienkrise des Landes mit massiven Eingriffen in den Bankensektor ein für alle mal in den Griff bekommen. Die Regierung beschloss hierzu am Freitag eine tiefgreifende Reform der Branche.

Schweizer Kredit online beantragen
10 Meldungen im Zusammenhang
Die Institute müssen noch viel mehr Geld für faule Kredite zurücklegen und ihr Immobilienvermögen auslagern - insgesamt sollen die Rückstellungen auf 137 Mrd. Euro anschwellen. Zudem müssen die Geldhäuser ihr Immobilien-Portfolio von unabhängiger Stelle auf versteckte Risiken abklopfen lassen.

Die am Freitag vom Kabinett abgesegnete Reform zur Sanierung des Sektors beinhalte zwar grundsätzlich nicht die direkte Bereitstellung staatlicher Mittel, erklärte die Regierung zunächst. Sie erwägt jedoch, den Banken Darlehen zur Verfügung zu stellen.

Zudem soll der Banken-Restrukturierungsfonds (FROB) den Banken finanziell notfalls unter die Arme greifen. Dennoch bringe die Reform keine zusätzlichen Kosten für den spanischen Steuerzahler und treibe das staatliche Defizit nicht noch weiter in die Höhe, betonte die Regierung.

Börse reagiert negativ

Jüngsten Prognosen der EU-Kommission zufolge wird es für die viertgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone ohnehin mühsam, ihre fiskalischen Zusagen einzuhalten. Demnach wird das Defizit ohne neue Einschnitte in diesem und im nächsten Jahr mehr als sechs Prozent der Wirtschaftsleistung erreichen. Verabredet sind 5,3 und anschliessend 3,0 Prozent.

Die spanische Regierung übernahm erst am Mittwoch in einer Nacht- und Nebel-Aktion die Kontrolle über das Geldhaus Bankia, das erst vor zwei Jahren auf staatlichen Druck aus der Fusion schwächelnder Sparkassen entstanden ist.

Das Land leidet schwer unter den Nachwehen einer vor vier Jahren geplatzten Immobilienblase, die dem Land inzwischen eine zweite Rezession nach 2009 und eine rekordhohe Arbeitslosigkeit einbrockte. In den vergangenen Jahren schlugen aber bereits drei Versuche dazu fehl.

An der Börse kamen die Pläne für die heimischen Banken nicht gut an: Der spanische Aktienmarkt notierte mehr als drei Prozent im Minus. Auch andere europäische Börsen verloren an Boden, die Risikoaufschläge auf spanische Staatsanleihen zogen an. Dabei bereitete den Anlegern auch die Aussicht auf Neuwahlen in Griechenland Bauchschmerzen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese wirtschaft.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Hoffnungen auf eine schnelle Lösung der Bankenkrise in Spanien haben den US-Börsen Dow Jones und S&P den ... mehr lesen
Hoffnungen auf eine schnelle Lösung der Bankenkrise in Spanien, bescheren US-Börsen Höhenflug.
Madrid - Spanien will die Sanierung seines angeschlagenen Bankensektors ohne EU-Hilfen bewältigen. «Eine europäische Rettungsoperation ist nicht notwendig», sagte die Budgetstaatssekretärin Marta Fernández Currás am Montag in Madrid. mehr lesen 
Madrid - Die teilverstaatlichte spanische Grossbank Bankia braucht zusätzliche 7 bis 7,5 Mrd. Euro, um die neuen Auflagen der spanischen Regierung zur Bekämpfung der Branchenkrise zu erfüllen. Die viertgrösste Bank müsse ihre Rücklagen für faule Immobilienkredite aufstocken, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag in Madrid. mehr lesen 
Madrid - Moody's hat die Bonität von 16 spanischen Banken herabgestuft, darunter die Grossbanken Banco Santander und ... mehr lesen
Die Abwertungen spiegelten die verschlechterten Bewertungen der Banken wider.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Madrid - Die Aktien der jüngst verstaatlichten spanischen Sparkasse Bankia sind am Donnerstag auf ein Rekordtief gefallen. Händler führten dies auf einen Bericht der Zeitung «El Mundo» zurück, Kunden hätten in den vergangenen Wochen über 1 Mrd. Euro von ihren Konten abgezogen. mehr lesen 
Die Bank Santander will weitere 2,7 Milliarden Euro auf die Seite legen.
Madrid - Die von der Immobilienkrise ... mehr lesen
Madrid - Die spanische Regierung übernimmt die Kontrolle über die kriselnde Grossbank Bankia. Dies gab das Madrider Wirtschaftsministerium am Mittwochabend bekannt. mehr lesen 
Hamburg/Berlin - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann drängt auf die Einrichtung eines europäischen Bankenrettungsfonds. ... mehr lesen
Josef Ackermann
Die Europäische Zentralbank will eine Kreditklemme verhindern.
Frankfurt - Im Kampf gegen eine Kreditklemme flutet die Europäische Zentralbank ... mehr lesen
Banken werden uns alle erledigen
Wer immer noch an der Schuld der durch die neoliberalen Schwerverbrecher entfesselten Banken zweifelt ist entweder total verblödet, ignorant oder eben selbst ein Bänker.

Die Banken beweisen es praktisch tagtäglich: Sie haben nichts gelernt, die rechtsbürgerlichen dieser Welt schützen sie immer noch und wir alle werden deshalb irgendwann den Bach runter gehen.

JP Morgan, die Vorzeigebank...denkste....jetzt wissen wir es besser, bzw. die nicht naiven wussten es vorher schon.

Die Spanier müssen nun alle Banken verstaatlichen mit Steuergelder. Toll.
Danach machen die Banken dann wieder weiter wie gehabt oder? Reformen? Regulierung? Ha Ha, wo eine rechtsbürgerliche Regierung hockt, kann man dies vergessen.
Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
Schweizer Kredit online beantragen
Während der Schweizer Franken stark ist, verliert der Euro an Wert.
Während der Schweizer Franken stark ist, verliert der Euro ...
Auf unter 98 Rappen  Bern - Der Euro hat am Freitag Vormittag gegenüber dem Franken deutlich an Wert verloren: Kurz vor 10 Uhr brach der Eurokurs bis auf 0,9794 Fr. ein. Danach ging es wieder leicht nach oben. Um 10.05 wurde der Euro zu 0,9820 Fr. gehandelt. 
Auf SNB-Entscheid mit Deregulierung reagieren Bellinzona - Die Delegierten der SVP haben am Samstag in Locarno die ...
Euro fällt zum Dollar auf tiefsten Stand seit 2003 Frankfurt/Zürich - Der Euro ist heute bereits vor dem historischen ...
Anteil trotzdem gering  Frankfurt - Im zweiten Halbjahr 2014 sind weltweit so viele gefälschte Euro-Noten wie nie zuvor sichergestellt worden. Polizei, Handel und Banken zogen von Juli bis Dezember 507'000 Blüten aus dem Verkehr und damit 44 Prozent mehr als im Vorjahr.  
Insgesamt brachte der Mann so Banknoten im Gesamtbetrag von 7500 Euro in Umlauf.
Mann bringt Falschgeld in Umlauf - ein Jahr Gefängnis Bellinzona - Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat einen 47-jährigen Mann zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von ...
Titel Forum Teaser
Green Investment «Solar Impulse 2» soll zwölf Stopps einlegen Abu Dhabi - Die «Solar Impulse 2» wird auf ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
kindline.ch Liebevolle Begleitung für Eltern und Babys Logo
21.01.2015
20.01.2015
20.01.2015
19.01.2015
19.01.2015
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich -5°C -4°C leicht bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Basel -4°C -3°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall
St.Gallen -3°C -2°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Bern -2°C 1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall
Luzern -0°C 1°C bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Genf 2°C 4°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall
Lugano 8°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten