In Zug und Volketswil ZH
Siemens baut in der Schweiz 220 Stellen ab
publiziert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 07:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 11:38 Uhr
Stellenabbau bei Siemens in Zug und Volketswil ZH
Stellenabbau bei Siemens in Zug und Volketswil ZH

Zug - Für Siemens ist der Standort Schweiz in den letzten Jahren teuer geworden: Der exportorientierte Industriekonzern baut hierzulande rund 220 Stellen ab. Zudem wird die Produktion in Volketswil früher als geplant verlagert.

Laser Solutions for Micromachining
Lasag AG
C.F.L. Lohnerstrasse 24
3602 Thun
3 Meldungen im Zusammenhang
Siemens begründete den Entscheid in einer Mitteilung von Donnerstag mit der schwächelnden Konjunktur und dem starken Franken. Auch sollen Doppelspurigkeiten in der Verwaltung abgeschafft werden.

Der Stellenabbau wird durch Versetzungen innerhalb des Konzerns, natürliche Fluktuationen und Frühpensionierungen realisiert. Es müsse aber auch mit Entlassungen gerechnet werden. Siemens stehe mit der Arbeitnehmervertretung in Kontakt, zudem gebe es einen gültigen Sozialplan.

Betroffen sind die Standorte Zug und Volketswil ZH. In Zug, wo sich auch der internationale Hauptsitz der Abteilung Gebäudetechnologie befindet, werden rund 80 Verwaltungsstellen abgebaut. Zudem wird die Produktion von Volketswil nach Zug bereits nächstes Jahr und damit früher als geplant umgesiedelt.

Ursprünglich hätten alle rund 200 Mitarbeitenden den Umzug mitmachen sollen. Nun aber fallen in der Produktion 80 Jobs weg und etwa 40 in der Produktentwicklung. Gleichzeitig wird ein Teil des Montagegeschäfts nach Rumänien und China verlagert.

Teure Schweizer Arbeitsstellen

Abteilungsleiter Johannes Milde erklärte in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Donnerstag, Siemens habe in den letzten weltweit viele Unternehmen integriert. Der Stellenabbau bei der Verwaltung sei eine Folge davon, dass viele Aufgaben nun in den einzelnen Ländern übernommen würden.

Die Arbeitsplätze in der Schweiz kosten dem Industrieriesen immer mehr - eine Schweizer Arbeitsstunde habe sich laut Siemens-Manager Milde wegen der Frankenstärke um 25 Prozent verteuert.

«Wir sind früher davon ausgegangen, dass wir die Mitarbeiter dank des starken Wachstums halten können», so Milde. Bis vor einem Jahr sei die Sektion jährlich um rund 10 Prozent gewachsen. «Jetzt ist das Wachstum weg.» Vor allem die Entwicklung in Südeuropa hätte den Konzern sehr getroffen. Und da in den nächsten Jahren nicht mit einem Bauboom gerechnet werde, müsse man nun handeln.

Angesprochen auf eine bevorstehende Sparrunde beim Mutterkonzern, wies Milde darauf hin, dass die Stellenstreichungen in der Schweiz nichts mit den Entscheidungen des Gesamtunternehmens zu tun hätten: «Auch wenn der Konzern jetzt ein Sparprogramm auflegt, gehe ich davon aus, dass wir nichts mehr zu befürchten haben.»

Kein weiterer Stellenabbau erwartet

Auch die Zuger Kantonsregierung befürchtet vorerst keinen weiteren Stellenabbau. Landammann Matthias Michel bedauerte auf Anfrage die Streichung der Arbeitsplätze. Unter dem Strich gingen im Kanton aber keine Jobs verloren. Die von Siemens erklärte Festigung des Standortes in der Schweiz und ein bestehendes Bauprojekt im dreistelligen Millionenbereich seien ein «Bekenntnis von Siemens zum Standort Zug».

Die Gewerkschaft Unia verurteilte in einem Communiqué, dass Siemens in der Schweiz trotz Rekordergebnissen Stellen abbaut. Sie bezeichnet den Entscheid als «zynische Profitmaximierungsstrategie auf Kosten der Belegschaft». Sie kündigte deshalb an, im Rahmen der Konsultationsfrist «auf Lösungen zu drängen, welche die Interessen der Beschäftigten vor den Interessen der Aktionäre stellen».

«Angestellte Schweiz» forderte das Siemens-Management auf, vorerst keine Entlassungen auszusprechen. Es solle zunächst beobachtet werden, wie viele Stellen durch natürliche Fluktuationen abgebaut werden und wie sich der Euro-Franken-Wechselkurs entwickle - ansonsten ginge wertvolles Know-how verloren.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
München - Siemens-Chef Joe Kaeser schafft nach einer langen Hängepartie Klarheit. Im Zuge des laufenden Sparprogramms ... mehr lesen
Siemens:  15'000 Stellen fallen dem Sparprogramm des Konzerns zum Opfer.
Berlin - Der deutsche Industriekonzern Siemens will mit einem drastischen Sparprogramm seine Gewinnspannen trotz Wirtschaftskrise nach oben schrauben. In den kommenden zwei Jahren will Vorstandschef Peter Löscher die Kosten um mindestens 6 Milliarden Euro drücken. mehr lesen 
Herstellung von komplexen CNC Frästeilen
Laser Solutions for Micromachining
Lasag AG
C.F.L. Lohnerstrasse 24
3602 Thun
Das Glasverarbeitungsunternehmen Glas Trösch plant, den Betrieb an vier Aussenstandorten einzustellen.
Das Glasverarbeitungsunternehmen Glas Trösch plant, den Betrieb an ...
140 Personen verlieren Stelle  Bützberg BE - Das Glasverarbeitungsunternehmen Glas Trösch plant, den Betrieb an vier Aussenstandorten einzustellen. 140 Personen verlieren bei der Umsetzung dieser Pläne die Stelle. 
Rüstungsindustrie  Thun BE - Der starke Franken und Beschränkungen beim Export von Rüstungsgüter haben Ruag das Halbjahresergebnis ...  
Umsatz sank um 10 Prozent.
Ruag fürchtet Auftragsausfälle Thun BE - Der Rüstungs- und Technologiekonzern Ruag befürchtet Einbussen durch die Kürzung des Budgets der Schweizer ...
Die Ruag verfügt über die fünf Divisionen Raumfahrt, Flugzeugunterhalt, Munition, Flugzeugstrukturbau und Verteidigung.
Die Feintool International Holding AG mit Sitz in Lyss ist ein international tätiger Schweizer Technologiekonzern. (Archivbild)
Im ersten Halbjahr  Lyss BE - Das Berner Technologieunternehmen Feintool hat dank einer positiven ...  
Titel Forum Teaser
  • LinusLuchs aus Basel 116
    Gefahr aus der anderen Galaxie Dem Nachrichtendienst des Bundes und der National Security Agency wird ... Mo, 24.08.15 15:22
  • LinusLuchs aus Basel 116
    Resistente Männerklüngel Es lohnt sich doch immer wieder, die Quelle aufzustöbern. Zum Beispiel ... Fr, 21.08.15 14:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1485
    Ist ein wenig missverständlich dieser Bericht vom BAFU. Es geht hier um die regenerativen Ressourcen, ... Mi, 12.08.15 11:01
  • PMPMPM aus Wilen SZ 202
    Durchaus gute Idee, aber... ...wie genau will man dann die zu erwartende extreme Franken-Aufwertung ... Mi, 12.08.15 10:02
  • keinschaf aus Wladiwostok 2718
    Muss... vorher schon sauviel in die Hosen gegangen sein, dass man überhaupt auf ... Di, 11.08.15 13:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3267
    Der... Traum der Grünen von einer CH mit 12 Millionen Einwohnern geht offenbar ... Di, 11.08.15 12:58
  • Kassandra aus Frauenfeld 1485
    Alles schon mal dagewesen! Mit den Griechen ist es schon immer schwer gewesen, etwas Rechtes in ... Mo, 10.08.15 00:19
  • jorian aus Dulliken 1623
    Paris ist das Ziel! Interessant was Herr Varoufakis da von sich ... So, 02.08.15 16:36
Tesla setzt neue Standards.
Green Investment Tesla setzt neue Qualitätsstandards für PKWs New York - Das neue batteriebetriebene Modell ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Wettbewerb
Unvergessliche Momente auf der OCHSNER SPORT CLUB Fanbank.
Hautnah dabei  OCHSNER SPORT CLUB bringt dich hautnah an die Stars der Super League.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
PALAEOLOVE Prehistoric and Neontological Design Logo
26.08.2015
26.08.2015
synchrobreathe Logo
26.08.2015
HIMALAYAN HIGHEST LADAKH MTB RACE Logo
26.08.2015
26.08.2015
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 19°C 27°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 17°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 23°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 18°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 19°C 32°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 18°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 20°C 31°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten