Siemens bangt um Bahn-Grossauftrag in Russland
publiziert: Freitag, 24. Aug 2012 / 12:48 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Aug 2012 / 14:28 Uhr
Peter Löscher an einer Pressekonferenz.
Peter Löscher an einer Pressekonferenz.

Hochgeschwindigkeitsstrecken für WM 2018 stehen vor dem Aus.

Herstellung von komplexen CNC Frästeilen
4 Meldungen im Zusammenhang
Düsseldorf/Frankfurt - Dem Technologieriesen Siemens droht ein russischer Auftrag in Milliardenhöhe durch die Lappen zu gehen. Anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft 2018 hat die russische Regierung geplant, die Austragungsstätten mit Hochgeschwindigkeitszügen der Bahngesellschaft RZD und dementsprechenden Trassen zu verbinden. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf 80 Mrd. Euro. Doch nun heisst es aus dem Kreml, dass das nötige Geld dafür fehlt, wie die Financial Times Deutschland berichtet.

Gute Marktposition in Russland

Die WM kann auch ohne solche Züge stattfinden, zitiert die Zeitung den Sprecher von Vizepremier Igor Schuwalow. Im Staatshaushalt bis 2015 scheinen die Investitionen jedenfalls noch nicht auf. Eigentlich sollte das Megaprojekt Ende dieses Jahres ausgeschrieben werden. Insbesondere die Realisierung der Eisenbahnlinie zwischen Moskau und der ehemaligen Zarenstadt Sankt Petersburg hat als sicher gegolten. Hauptinteressenten waren Siemens, Hyundai und Alstrom. Die 660 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Metropolen hätte bis 2017 fertiggestellt sein sollen.

Russland ist mit seinem grossen Potenzial zum Ausbau der landesweiten Infrastruktur für einen technologie-fokusierten Konzern wie Siemens kein uninteressantes Land. «Insgesamt ist Russland für Siemens ein wichtiger Markt, in dem immer wieder grössere Aufträge an Land gezogen werden. Sollte dieses Infrastrukturprojekt für die WM 2018 wirklich gestrichen werden, wäre das bitter, aber angesichts der bereits sehr guten Marktposition des Unternehmens in Russland nicht weiter tragisch», erklärt Ingo-Martin Schachel, Analyst bei der Commerzbank, im Interview mit pressetext. Siemens pflege gute Kontakte sowohl mit der russischen Privatwirtschaft als auch mit der öffentlichen Hand.

Kostenexplosion

Als Grund für den plötzlichen Meinungswechsel wird in Branchenkreisen die Kostenexplosion der geplanten Strecken angesehen. Für die Verbindung Moskau - Sankt Petersburg sind ursprünglich zehn Mrd. Euro veranschlagt worden. Nun sollte sie allerdings 27 Mrd. Euro kosten. Die Strecke Moskau - Jekaterinburg beläuft sich sogar auf das Doppelte. Die Regierung denkt nicht nur daran, den Streckenausbau aufzuschieben, sondern ganz auf ihn zu verzichten.

Erst im vergangenen Jahr hat Siemens den Zuschlag für acht russische Hochgeschwindigkeitszüge bekommen. Der Auftrag hatte ein Volumen von rund 600 Mio. Euro und sieht eine 30-jährige Wartungspflicht vor. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:20 Uhr) notiert die Aktie mit einem Plus von 0,40 Prozent bei 74,41 Euro.

(laz/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Russland rechnet für die WM 2018 mit Gesamtkosten in Höhe von ... mehr lesen
Oligarchen wie Roman Abramowitsch wurden verpflichtet, das Turnier mit zu finanzieren.
Siemens verzeichnet ein schlechteres Ergebnis.
München - Der Gewinn des deutschen Industriekonzerns Siemens ist im ... mehr lesen
Der Gewinn des deutschen Industrieflaggschiffs Siemens ist im vergangenen Quartal vor allem wegen hausgemachter Probleme eingeknickt, die Neuaufträge schwinden wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft. Das Ergebnis des ersten Geschäftsquartals 2011/12 nach Steuern schrumpfte im Jahresvergleich um 16.7% auf 1,46 Mrd. Euro. mehr lesen 
Hamburg - Der deutsche Technologiekonzern Siemens lässt das Atomgeschäft fallen. «Das Kapitel ist für uns abgeschlossen», ... mehr lesen
Der Technologiekonzern Siemens verabschiedet sich aus Geschäften im Zusammenhang mit Atomenergie.
Herstellung von komplexen CNC Frästeilen
Laser Solutions for Micromachining
Lasag AG
C.F.L. Lohnerstrasse 24
3602 Thun
General Motors steht unter Druck.
General Motors steht unter Druck.
Pannenserie weitet sich aus  Detroit/Washington - Die Pannenserie bei General Motors (GM) zieht weitere Kreise. Offenbar hat es auch Probleme mit den Zündschlössern bei Fahrzeugen der Luxusmarke Cadillac gegeben. 
GM erklärte, das Unternehmen kooperiere umfassend mit der Behörde.
Bussgeld gegen GM Washington - Im Rückruf-Skandal bei General Motors (GM) verhängt die US-Verkehrssicherheitsbehörde ein Bussgeld gegen den Autobauer. Weil dieser nicht ...
General Motors muss Milliardenbelastung verdauen Detroit - Der Autokonzern General Motors muss im ersten Quartal eine ...
General Motors ruft weitere 1,3 Millionen Wagen zurück New York - Der US-Autobauer General Motors hat am Montag weitere ...
Neue Hoffnung  Moutier BE - Mit dem Ostschweizer Industriellen Walter Fust im Verwaltungsrat hoffen die ...  
Tornos kämpft mit Verlusten.
Tornos verdoppelt Verlust im Geschäftsjahr 2013 Moutier - Der Drehmaschinenhersteller Tornos hat im Geschäftsjahr 2013 tief in den roten Zahlen verharrt ...
Tornos befindet sich tief in den roten Zahlen. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Henau 2196
    Patchwork Wird eine Firma MWSt-pflichtig, so kann sie künftig jeglichen ... heute 07:00
  • keinschaf aus Henau 2196
    Verteuerbare Energie Sie machen immer wieder denselben Schreibfehler, Patrick Etschmayer. Es ... Di, 15.04.14 21:19
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2082
    Aber,... aber R. Müller! Sagen Sie doch einfach mit ihren eigenen Worten In ... Fr, 11.04.14 21:19
  • keinschaf aus Henau 2196
    Sozialschmarotzer!! Wenn Schweizer Arbeitslose, die RAV oder SKOS-Gelder beziehen, so ... Fr, 11.04.14 07:00
  • keinschaf aus Henau 2196
    Lesen Sie dazu... ....auch den Artikel in der AZ. Es gibt dort einen interessanten ... Fr, 11.04.14 04:42
  • jorian aus Gretzenbach 1437
    Forum Als ich diesen Bericht gelesen habe, habe ich an bestimmte ... Fr, 11.04.14 03:43
  • keinschaf aus Henau 2196
    Schweizerischer Armleuchterverein SAV "Aus Sicht des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) gelten ... Fr, 11.04.14 01:31
  • keinschaf aus Henau 2196
    oder so....:-) Eine Millisekunde ist zwar in der Datenübertragung und -Verarbeitung ... Mi, 09.04.14 07:02
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
15.04.2014
B BERYL DJ Logo
15.04.2014
14.04.2014
14.04.2014
SWISS PSY INSTITUTE Logo
14.04.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich -1°C 10°C sonnig und wolkenlos bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel -1°C 11°C sonnig und wolkenlos bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 1°C 12°C sonnig und wolkenlos bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern -2°C 15°C sonnig und wolkenlos bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 1°C 15°C sonnig und wolkenlos bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 2°C 17°C sonnig und wolkenlos bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 6°C 17°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten