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Den Haag/London - BP-Konkurrent Shell steht glänzend da: Gestiegene Ölpreise und eine stärkere Nachfrage durch die Erholung der Weltwirtschaft haben dem grössten europäische Ölkonzern auch im zweiten Quartal beinahe zu einer Verdoppelung des Gewinns verholfen.
Die Erträge des niederländisch-britischen Unternehmen stiegen auf der Basis vergleichbarer Kosten auf 4,5 Mrd. Dollar nach 2,3 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal, wie Royal Dutch Shell am Donnerstag mitteilte.
Rund zwei Drittel des Shell-Gewinns, 3,27 Mrd. Dollar, wurden im Geschäft mit der Öl- und Gasförderung erwirtschaftet. Bei der Raffinierung sowie im Verkauf von Öl- und Gasprodukten betrug der Gewinn 1,47 Mrd. Dollar.
Über die Aussichten äusserte sich Konzernchef Peter Voser zurückhaltend: «Die Weltwirtschaft sendet gemischte Signale aus. Die Ölpreise blieben in diesem Jahr zwar fest, aber die Gewinnmarge im Raffinerie-Geschäft sowie die Nachfrage nach Ölprodukten und die Gaspreise stehen weiterhin unter Druck», sagte der Aargauer.
Wichtige Tiefsee-Bohrungen
Voser bezeichnete die Ölkatastrophe durch die Explosion einer Bohrinsel des britischen Konkurrenzunternehmens BP im Golf von Mexiko als «Tragödie für alle Betroffenen». Die weltweite Erschliessung von Tiefsee-Ölressourcen werde aber auch künftig eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung spielen.
BP hatte am Dienstag für das zweite Quartal einen Rekordverlust von 17,2 Mrd. Dollar gemeldet, der vor allem den Kosten im Golf von Mexiko geschuldet ist.
(ade/sda)





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