Shell pumpt Milliarden in nigerianische Ölindustrie
publiziert: Dienstag, 27. Mai 2008 / 06:45 Uhr

Abuja - Der Ölkonzern Shell hat einen Milliardenvertrag zur Förderung der nigeranischen Erdölindustrie abgeschlossen. Geplant sind Investitionen in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar.

Shell wolle gemeinsam mit Nigeria Förderprojekte finanzieren.
Shell wolle gemeinsam mit Nigeria Förderprojekte finanzieren.
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Das Abkommen zwischen der staatlichen nigerianischen Ölgesellschaft NNPC und der Shell Petroleum Development Company (SPDC) wurde am Montag unterzeichnet, wie aus einer Erklärung der NNPC hervorgeht. Shell bestätigte den Vertrag.

Das Geld solle zur Finanzierung gemeinsamer Förderprojekte genutzt werden.

1,3 Millarden Dollar sollen demnach eine vom nigerianischen Staat verursachte Finanzierungslücke in einem Gemeinschaftsunternehmen decken. Die restlichen 1,8 Milliarden fliessen als Überbrückungsdarlehen an das Joint Venture.

Rebellen wollen eine grössere Beteiligung

Nigeria ist der achtgrösste Erdölexporteur der Welt. Unruhen und Rebellenangriffe verursachen jedoch immer wieder starke Verluste bei der Förderung.

Erst am Montag wurde eine Pipeline des Shell-Konzerns im Niger-Delta angegriffen und beschädigt. Die Bewegung für die Befreiung des Niger-Deltas (MEND), die grösste regionale Rebellenorganisation, bekannte sich zu dem Anschlag.

Die MEND fordert eine stärkere Beteiligung der einheimischen Bevölkerung an den Gewinnen aus der Ölförderung.

(rr/sda)

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