Shell-Direktor: Der Energie-Verbrauch muss sinken
publiziert: Freitag, 16. Mai 2008 / 20:45 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Mai 2008 / 23:47 Uhr

St. Gallen - Der Energieverbrauch steigt, die Förderung von Öl wird schwieriger: Weil Alternativen noch fehlten oder den Energiebedarf nicht deckten, müsse der Verbrauch sinken, sagte Shell-Direktor Rob Routs am Freitag am St. Gallen Symposium.

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Gemäss Shell-Direktor Rob Routs müsse der Energiebedarf gesenkt werden.
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Routs, beim Ölmulti Shell in der Geschäftsleitung verantwortlich für Ölprodukte und Chemikalien, erklärte, bei der Zukunft der Energieversorgung gebe es drei harte Wahrheiten: Der Bedarf steigt wegen wachsender Industrien, die Förderung von Öl und Gas wird schwierger und die CO2-Emissionen steigen ständig.

Bis 2050 werde sich der Energieverbrauch verdoppeln, die CO2-Emissionen dagegen müssten halbiert werden. Das stelle die Energiekonzerne, die Industrie, aber auch die Regierungen vor grosse Herausforderungen zum Wohl der kommenden Generationen.

Sprit aus Algen

Zur Gewinnung von Biotreibstoff müssten bessere Technologien entwickelt werden, sagte Rob Routs. Zudem dürften Biotreibstoffe nicht anstelle von Lebensmitteln produziert werden; das sei fatal. Shell forsche an der Gewinnung von Biotreibstoff aus Algen, sagte Routs. Auch andere Alternativen würden erforscht.

Dass sich der Preis für Erdöl auf einem Rekordhoch befinde, habe ganz einfach mit dem Angebot und der Nachfrage zu tun. Aufgrund der drei von Routs genannten harten Wahrheiten gebe es nur eines: Der Energiebedarf müsse gesenkt werden. Damit dies geschafft werde, brauche es Innovationen und Investitionen.

(bert/sda)

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