Zahl der Banken in der Schweiz nimmt ab
Seit 2001 sind in der Schweiz fast 60 Banken verschwunden
publiziert: Mittwoch, 26. Sep 2012 / 17:37 Uhr
Die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS stecken mitten in Kostensenkungsprogrammen. (Symbolbild)
Die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS stecken mitten in Kostensenkungsprogrammen. (Symbolbild)

Bern - Der Schweizer Finanzplatz ist im Wandel. Dies zeigt sich unter anderem an der Anzahl Banken. Von 2001 bis 2011 sind gemäss einem Bericht in der Schweiz insgesamt 57 Banken verschwunden.

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In den letzten zehn Jahren habe ein Konzentrationsprozess stattgefunden, schreibt das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) im am Mittwoch publizierten Bericht Finanzstandort Schweiz. Dieser Strukturwandel zeige sich insbesondere in einem merklichen Rückgang der Anzahl Regionalbanken und Sparkassen.

Diese Bankengruppe wies 2001 noch 94 Institute auf. 2011 gab es in der Schweiz insgesamt 66 Regionalbanken und Sparkassen. Auch die Börsenbanken wurden im Zuge des Strukturwandels dezimiert. 2011 zählte die Schweiz 46 Börsenbanken. 2001 waren es noch 61 gewesen.

Eine Zunahme verzeichneten hingegen die Filialen ausländischer Banken, die sich im Zuge der Globalisierung in der Schweiz angesiedelt haben. Während es 2001 erst 25 Ableger ausländischer Finanzinstitute in der Schweiz gab, waren es im vergangenen Jahr bereits deren 32.

Auch bei den Pensionskassen sei ein Konzentrationsprozess zu beobachten, hält das SIF fest. So zählte die Schweiz im Jahr 2000 insgesamt 3418 Vorsorgeeinrichtungen. 2010 waren es noch 2265. Rückläufig, von 249 auf 228 Unternehmen, waren auch die in der Schweiz ansässigen Versicherungen.

Wertschöpfung der Banken schrumpft

Der Bericht zeigt auch auf, wie sich die Finanzkrise auf die Wertschöpfung des Finanzplatzes Schweiz ausgewirkt hat. Auffallend ist dabei, dass sich die Wertschöpfung des gesamten Finanzsektors in Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) mit 10,2 Prozent 2001 und 10,3 Prozent 2011 kaum verändert hat.

Dieser Wert war jedoch nur dank der Versicherungen zu halten, welche ihren Beitrag von 12,4 Mrd. auf 25,7 Mrd. Franken mehr als verdoppelt haben. Die Finanzdienstleister dagegen haben im Zuge der weltweiten Finanzkrise seit 2006 über 6 Mrd. Franken verloren und erwirtschafteten 2011 noch 34,8 Mrd. Franken. Zehn Jahre früher war dieser Wert fast auf dem gleich Niveau bei 32,8 Mrd. Franken.

Die Beschäftigung im Schweizer Finanzsektor hat gemäss dem sif-Bericht seit 2001 um 13'400 auf insgesamt 211'300 Vollzeitstellen zugenommen. Die Arbeitsplätze der Banken- und Versicherungsbranche deckten damit im vergangenen Jahr 6,2 Prozent der Gesamtbeschäftigung in der Schweiz ab (2001: 6,3 Prozent).

Stellenabbau geplant

Allerdings, schreibt das SIF, sei das Wachstum durch einen deutlichen Anstieg der Arbeitsstellen erzielt worden, die nicht zum harten Kern des Finanzplatzes zählten, sondern nur mit dem Finanzsektor verbunden seien.

Überdies hat seit 2011 bei vielen Banken ein massiver Stellenabbau begonnen - insbesondere im Investmentbanking. So stecken etwa die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS mitten in Kostensenkungsprogrammen, die bei den Instituten je rund 3500 Stellen kosten werden.

(knob/sda)

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