SNB hält an ihrer Geldpolitik fest
Schweizerische Nationalbank ändert ihre Geldpolitik nicht
publiziert: Donnerstag, 13. Sep 2012 / 09:47 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Sep 2012 / 10:35 Uhr
Der Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken bleibt.
Der Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken bleibt.

Bern - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) behält ihre Geldpolitik wie erwartet bei. Das Zielband für den Leitzins belässt sie bei 0 bis 0,25 Prozent. Auch den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken will sie weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen.

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Die Währungshüter sind dazu nach wie vor bereit, Devisen in unbeschränkter Höhe zu kaufen, wie die SNB am Donnerstag mitteilte. Der Franken sei nach wie vor hoch bewertet und belaste die Schweizer Wirtschaft.

Die SNB kürzte denn auch ihre Prognose für das Wachstum des Schweizer Bruttoinlandproduktes (BIP) im laufenden Jahr auf rund 1,0 Prozent. Bei der letzten geldpolitischen Lagebeurteilung im Juni war sie noch von rund 1,5 Prozent ausgegangen.

Die Abwärtsrisiken für die Schweizer Wirtschaft bleiben laut den Währungshütern mit Blick auf die verletzliche globale Konjunktur auch in der nächsten Zeit hoch.

Keine Inflationsgefahr

Die Teuerungsprognose der Nationalbank fällt ebenfalls etwas tiefer aus: Im laufenden Jahr rechnet sie mit einer Teuerung von -0,6 (Prognose vom Juni: -0,5) Prozent, für das nächste Jahr mit +0,2 (+0,3) Prozent und für 2014 mit +0,4 (+0,6) Prozent.

Für die nächsten Jahre gebe es keine Inflationsgefahren, hält die SNB fest. Die Preisstabilität ist also gewährleistet, obwohl die Geldschleusen der SNB weit geöffnet bleiben und sich die Banken weiterhin fast zum Nulltarif Geld bei der SNB leihen können: Der Leitzins, der von der SNB nur indirekt steuerbare Drei-Monats-Libor, notierte am Mittwoch bei 0,046 Prozent.

Der Euro pendelte unmittelbar nach der Bekanntgabe des geldpolitischen Entscheids der SNB leicht fester um die Marke von 1,21 Franken. Er hatte bereits zuvor profitiert vom positiven Urteil des deutschen Verfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm ESM und den Wahlen in den Niederlanden, wo Euro-skeptische Parteien zu den Verlierern zählten.

(laz/sda)

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