Schweizer fürchten Arbeitslosigkeit
publiziert: Montag, 18. Dez 2006 / 07:33 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Dez 2006 / 11:10 Uhr

Bern - Die Arbeitslosigkeit ist auch in diesem Jahr die grösste Sorge der Schweizerinnen und Schweizer gewesen, wie aus der Umfrage zum Sorgenbarometer 2006 hervorgeht. Dahinter folgen das Gesundheitswesen und die Altersvorsorge.

Im Vergleich zum Vorjahr nannten 5 Prozent weniger Befragte die Arbeitslosigkeit als grösste Sorge.
Im Vergleich zum Vorjahr nannten 5 Prozent weniger Befragte die Arbeitslosigkeit als grösste Sorge.
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66 Prozent der befragten Stimmberechtigten nannten die Arbeitslosigkeit als ihre grösste Angst, wie die Credit Suisse als Auftraggeberin der Umfrage mitteilte.

Die Sorge um das Gesundheitswesen (55 Prozent) und die Altersvorsorge (51 Prozent) folgen auf den nächsten Plätzen.

Dies ist dieselbe Reihenfolge wie in den letzten vier Jahren.

Leichte Entspannung

Die bessere Wirtschaftslage zeigte in der Umfrage jedoch zumindest ein wenig ihren Niederschlag: Im Gegensatz zum Vorjahr nannten 5 Prozent weniger Befragte die Arbeitslosigkeit als grösste Sorge.

Im Vergleich zum Jahr 2000 hat sich die Zahl aber beinahe verdoppelt. Neben den wirtschaftlich schlechter Gestellten sorgen sich zunehmend auch Bevölkerungsschichten mit einem mittleren Einkommen sowie Personen unter 39 Jahren um ihren Arbeitsplatz.

Soziale Versicherungen im Bewusstsein

Die Problemkreise Gesundheit und Altersvorsorge stehen hingegen vor allem für ältere Menschen und für Personen mit einem tiefen Einkommen im Vordergrund. Dabei stieg die Sorge um das Gesundheitswesen gegenüber dem Vorjahr von 51 auf 55 Prozent und die Sorge um die Altersvorsorge von 45 auf 51 Prozent.

Mit deutlichem Abstand folgt im Sorgenbarometer 2006 auf Rang vier die Flüchtlingsproblematik mit 39 Prozent (2005: 28 Prozent). Die neue Armut, die Ausländerfrage und die Sorge um die Löhne besetzten mit fast identischen Werten die Ränge fünf bis sieben (mit 28, 27 und 26 Prozent; im Vorjahr 29, 30 und 21 Prozent).

Für das Sorgenbarometer 2006 befragte das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen Mitte August und Anfang September 1010 repräsentativ ausgewählte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger.

(bert/sda)

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