Schweizer Firmen laut Befragung pragmatisch
Schweizer Konzerne weniger optimistisch als internationale
publiziert: Dienstag, 18. Sep 2012 / 17:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Sep 2012 / 17:36 Uhr
57 Prozent der Unternehmen halten am Produktionsstandort Schweiz fest.
57 Prozent der Unternehmen halten am Produktionsstandort Schweiz fest.

Zürich - Schweizer Konzerne sind laut einer Umfrage deutlich weniger optimistisch als ihre internationale Konkurrenz. Nur 27 Prozent blicken hierzulande zuversichtlich in die Zukunft, während es global gesehen 72 Prozent sind.

getAbstract präsentiert via Internet Zusammenfassungen herausragender Wirtschaftsbücher
2 Meldungen im Zusammenhang
Allerdings gibt es in der Schweiz auch keine Pessimisten, wie aus einer Umfrage der Wirtschaftsberatungsfirma KPMG bei 16 grösseren Schweizer Industrieunternehmen hervorgeht. Dies im Gegensatz zum Ausland, wo 8 Prozent der befragten 241 Konzerne die Geschäftsaussichten in den nächsten ein bis zwei Jahren trüber einschätzen.

Insgesamt beurteilen die Schweizer Unternehmen die zukünftige Entwicklung nüchtern und pragmatisch, erklärte Industriespezialist Bryan DeBlanc von KPMG Schweiz am Dienstag vor den Medien in Zürich. Am meisten machten den hiesigen Konzernen die instabile Nachfrage zu schaffen.

Auch die starke Konkurrenz, der Preisdruck und der starke Schweizer Franken zählen zu den grössten Herausforderungen in den nächsten ein bis zwei Jahren. Drei Viertel der Firmen sind vom starken Franken negativ betroffen oder leiden gar stark. Nur 27 Prozent spüren die ungünstigen Wechselkurse kaum.

Kosten senken

Das Gebot der Stunde heisse: Kosten senken. Ein Viertel der Unternehmen kauft weniger bei Schweizer Lieferanten ein und lässt sich die Waren aus dem europäischen Ausland liefern, um vom tiefen Euro zu profitieren. 19 Prozent der Firmen haben Massnahmen zur Senkung der Personalkosten ergriffen. Preiserhöhungen dürften derzeit indessen kaum durchzusetzen sein, sagte DeBlanc.

Immerhin halten 57 Prozent der Unternehmen am Produktionsstandort Schweiz fest. Trotz des starken Frankens haben sie bisher keine Teile der Produktion ins Ausland verlagert. Der wichtigste Grund sind die hohen Kosten für einen Umzug.

Auch die stabile Lage in der Schweiz spielt für 19 Prozent der hiesigen Firmen eine erhebliche Rolle. Interessanterweise ist die Präsenz gut ausgebildeter Mitarbeiter bei diesen Erwägungen nicht relevant. Dies obwohl die Firmen sonst gebetsmühlenartig die Wichtigkeit von Fachkräften betonen.

Ausdauer fraglich

Sollte sich das Preisniveau in der Schweiz jedoch langfristig nicht verändern oder weiter steigen, könnten Industriefirmen mit ihrer Produktion in Zukunft der Schweiz den Rücken kehren. «Es stelle sich die Frage, wie lange die hiesigen Industrieunternehmen dem starken Franken noch standhalten können», hiess es weiter.

Während die Investitionen in der Schweiz stagnieren oder sinken, steigen sie in den Schwellenländern Brasilien, Indien, China oder Russland (BRIC-Staaten) kräftig. Wo hierzulande 43 Prozent der Unternehmen mit einem Abbau der Produktion rechnen, erwarten 62 Prozent eine Expansion in den BRIC-Staaten. Ähnlich verhält es sich mit dem Personalbestand.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte in den Kanton Zürich hat nicht zu Verdrängungskämpfen auf dem ... mehr lesen
Falls die Zuwanderungs-Entwicklung der letzten zehn Jahre in Zukunft anhält, wird der Ausländeranteil bis 2030 auf 50 Prozent angestiegen sein.
Angst vor Abwanderung: Grosse Firmen dürften damit beginnen, ihre Unternehmungen auszulagern.
Zürich - In den Schweizer Führungsetagen wächst angesichts der ... mehr lesen
getAbstract präsentiert via Internet Zusammenfassungen herausragender Wirtschaftsbücher
Unternehmertum auf den Punkt gebracht
Der russische Staat hat dieses Jahr bereits mehreren Banken unter die Arme gegriffen.
Der russische Staat hat dieses Jahr bereits ...
Gesetzespaket zur Stützung  Moskau - Russlands Parlament hat Milliardenhilfen für die von den westlichen Sanktionen betroffenen Banken auf den Weg gebracht. Das Abgeordnetenhaus stimmte am Freitag einem Gesetzespaket zur Stützung der Banken in Höhe von bis zu 16,5 Milliarden Dollar zu. 
Düstere Aussichten  Washington - Der Schutz der Privatsphäre steht weiterhin im Konflikt zu ökonomischen ...
Der Datenschutz unter der Lupe.
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, ...
1. Dezember 2. Dezember 3. Dezember 4. Dezember 5. Dezember 6. Dezember 7. Dezember 8. Dezember 9. Dezember 10. Dezember 11. Dezember 12. Dezember 13. Dezember 14. Dezember 15. Dezember 16. Dezember 17. Dezember 18. Dezember 19. Dezember 20. Dezember 21. Dezember 22. Dezember 23. Dezember 24. Dezember
Adventskalender nachhaltige Entwicklung 2014
Adventskalender 24 Fenster zur Nachhaltigkeit, von innovativen Unternehmen, NGOs und weiteren Partnern.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    So, Italien will? Ein paar Populisten sind noch lange nicht Italien! Welch ein ... heute 00:52
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    Hör ich recht? Der KGB Beamte, der sich hinter der Mauer offensichtlich recht wohl ... Do, 18.12.14 22:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2627
    Die... Sanktionen gegen Russland mögen kurzfristig wirken. Langfristig sind ... Do, 18.12.14 13:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    Mittelalter Deutlicher kann es nicht zu Tage treten, die Gold-Initianten leben noch ... Mo, 01.12.14 13:37
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    Die Dummen sind die Besucher der chinesischen Restaurants, nicht die Köche aus China oder ... Mo, 01.12.14 01:28
  • PMPMPM aus Wilen SZ 165
    Hoffentlich... ...werden diese Kontingente endlich vernünftig eingesetzt und nicht wie ... Fr, 28.11.14 19:54
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    Die Finanzwelt lacht! Hier eine Meinung einer Bank und eine angesehen Börsenzeitung: "Statt ... Do, 27.11.14 18:56
  • Kassandra aus Frauenfeld 1100
    Teilweise hat er ja Recht, der Jordan Der Wert des Frankens wird in der Finanzwelt durch Nachfrage und ... Mi, 26.11.14 20:30
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
17.12.2014
15.12.2014
ALARME securityalarms Logo
15.12.2014
15.12.2014
15.12.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 3°C 4°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 2°C 3°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 3°C 6°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 6°C 8°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 6°C 9°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 6°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 3°C 12°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten