Schweizer Industrie leidet unter schwachem Euro
publiziert: Sonntag, 6. Jun 2010 / 15:17 Uhr
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Der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie macht der Zerfall des Euro bereits jetzt zu schaffen. (Symbolbild)
Der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie macht der Zerfall des Euro bereits jetzt zu schaffen. (Symbolbild)

Zürich - Für die bereits jetzt unter der Euro-Schwäche leidende Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie wäre ein Kollaps der Gemeinschaftswährung ein harter Schlag. Es bestehe das Risiko eines Zusammenbruchs der Währungsunion, sagte Branchenverbandspräsident Johann Schneider-Ammann.

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«Das macht ein Stück weit Angst», sagte der Präsident des Verbands Swissmem in der TV-Sendung «Handelszeitung Börsenstandpunkte», die auf SF1 ausgestrahlt wurde. Dieses Szenario wolle er gar nicht weiterdenken. Denn ein Aus der Währungsunion würde zu Instabilität und Unsicherheit in Europa führen.

Dann würde in der Euro-Zone nicht mehr investiert, weshalb auch Schweizer Produkte und Dienstleistungen nicht mehr gefragt wären, sagte Schneider-Ammann: «Das wäre ein direkter Schlag für unsere Industrie.» In der Folge hätten Schweizer Firmen weniger Arbeit und müssten Stellen abbauen. «Wie viele das wären, kann kein Mensch sagen», sagte der Swissmem-Präsident.

Der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie macht der Zerfall des Euro bereits jetzt zu schaffen. So schnell wie der Kurs gesunken sei, könnten sich die Schweizer Firmen gar nicht anpassen, sagte Schneider-Ammann. Die MEM-Industrie sei fit für einen Wechselkurs des Euro bei 1,50 Franken. Auch an tiefere Wechselkurse werde sich die Exportwirtschaft anpassen.

Aber: Um das Wechselkursproblem auszuschalten, kauften Schweizer Firmen Komponenten vermehrt dort ein, wo sie ihre Produkte auch verkauften, sagte Schneider-Ammann. Dadurch würden Schweizer Zulieferer übergangen. Diese faktische Verlagerung in die Internationalität werde Arbeitsplätze kosten.

(bert/sda)

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