Angst vor wenig Tourismus
Schweizer Hotels fürchten kalte Betten
publiziert: Montag, 31. Okt 2011 / 10:52 Uhr / aktualisiert: Montag, 31. Okt 2011 / 15:40 Uhr
Die Schweizer Hotellerie leidet unter dem starken Franken.
Die Schweizer Hotellerie leidet unter dem starken Franken.

Zürich - Die Schweizer Hoteliers müssen sich warm anziehen: Das Konsumklima dürfte diesen Winter frostig werden, warnen Konjunkturforscher und der Branchendachverband Schweiz Tourismus. Erst längerfristig könnte die Sonne wieder scheinen.

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«Schweizer Touristiker hätten momentan viele Gründe, die Köpfe hängen zu lassen», sagte Jürg Schmid, Chef der Branchenorganisation Schweiz Tourismus (ST) am Montag an einer Medienkonferenz in Zürich. Aufgrund des starken Franken sei das Ferienland Schweiz im Vergleich zu den europäischen Nachbarn nach wie vor benachteiligt.

«Im Sommer blickten wir der Euro-Franken Parität in die Augen. Das war erschreckend», sagte Schmid. Nun sei aber der tiefste Punkt überwunden. Die Schweiz sei dank der Festlegung einer Untergrenze für den Euro-Franken-Kurs durch die Schweizer Nationalbank wieder konkurrenzfähig - auch weil viele Hoteliers für diesen Winter ihre Preise senkten.

Nicht ganz so optimistisch gab sich Richard Kämpf, Direktor für Standortförderung und Leiter des Ressorts Tourismus beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). «Der Tourismus wird mit einem schwierigen Umfeld zu kämpfen haben», sagte er.

Diesen Winter blieben vor allem ausländische Gäste, insbesondere jene aus Europa, den Hotels fern (-4,2 Prozent). Unter dem Rückgang zu leiden hätten insbesondere alpine Regionen. In den Städten dürften die Kassen dagegen dank Geschäftsreisenden klingeln. Erfreulich sei auch, dass die Schweizer ihrem Land treu blieben (-0,4 Prozent).

Erst 2013 kommen mehr Gäste

Das SECO rechnet weiter damit, dass sich auch mit dem nächsten Sommergeschäft nicht das grosse Geld machen lässt. An der Währungsfront sei vorerst keine Entspannung absehbar, sagte Kämpf. Zudem dürfte sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen.

Das seien ungünstige Bedingungen, die zu einer negativen Prognose führten. Das SECO geht deshalb davon aus, dass im Tourismusjahr 2012 insgesamt mehr Betten kalt bleiben (-2%). «Wir setzen alles daran, dass die Prognosen nicht zutreffen. Sie sind aber realistisch», sagte ST-Chef Schmid.

Die Sonne komme wohl später zurück, ergänzte Schmid. Konkret erwartet das SECO für 2013/14 eine Trendwende. Dann stabilisierten sich die Wechselkurse und die ausländischen Gäste kehrten zurück. Dies führe zu einem Wachstum bei den Logiernächten. Ökonom Kämpf prognostizierte, dass dann 36,5 Mio. Übernachtungen gezählt werden - fast so viele wie der bisherige Rekord (2008: rund 37 Mio).

Auch Sportgeschäfte kämpfen

Solange wollen die Schweizer Hotels nicht warten. Der Dachverband Hotelleriesuisse forderte in einer Mitteilung vom Montag den Bund dazu auf, rasch ein zweites Massnahmenpaket umzusetzen. Das erste greife zu kurz und wirke, falls überhaupt, erst mittel- und langfristig.

Die Hotellerie benötige jetzt Sofortmassnahmen. Unter anderem solle die Mehrwertsteuerpflicht für die Beherbergung um ein Jahr ausgesetzt werden, schreibt Hotelleriesuisse. Der Bund greift dem Tourismus von 2012 - 2015 mit 222 Mio. Franken unter die Arme.

Eine schwierige Wintersaison erwarten auch die Schweizer Sportgeschäfte. Sie rechnen mit weniger Schneetouristen aus dem Euro-Raum und damit, dass Schweizer immer öfter auf der anderen Seite der Grenze oder über das Internet einkaufen.

(joge/sda)

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