Schweizer Banken trotzen Widrigkeiten
Schweizer Banken 2011 trotz vielen Hindernissen erfolgreich
publiziert: Dienstag, 4. Sep 2012 / 12:05 Uhr
Nachverhandlungen werde es nicht geben, bekräftigte Odier seine ablehnende Haltung an die deutsche Opposition.
Nachverhandlungen werde es nicht geben, bekräftigte Odier seine ablehnende Haltung an die deutsche Opposition.

Zürich - Sinkende Margen, die Unsicherheit an den Finanzmärkten und schärfere Regulierungen haben die Schweizer Banken gebremst. Durch Kostensenkungen konnten die 312 Institute ihren Gewinn 2011 dennoch insgesamt um gut einen Fünftel auf 13 Mrd. Fr. steigern.

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Die verwalteten Vermögen nahmen dagegen von 5473 Mrd. Fr. im Vorjahr auf 5269 Mrd. Fr. ab, wie die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) bilanzierte. Ein Grund dafür sei die tiefere Bewertung der Wertschriftenbestände.

Der Anteil ausländischer Vermögen liege aber unverändert bei etwas mehr als 50 Prozent. Die Erwartung, ausländische Kunden würden massiv Gelder abziehen, wenn sich Schweizer Banken zur Weissgeldstrategie bekennen und entsprechende Abkommen abschliessen, scheine sich nicht zu bestätigen, sagte SBVg-Chef Claude-Alain Margelisch vor den Medien in Zürich.

Verbands-Präsident Patrick Odier betonte, dass die Schweizer Banken das ausgehandelte, aber noch nicht ratifizierte Steuerabkommen mit Deutschland bereits «in Sinn und Geist» vollständig umsetzen. Er warf den Schweizer Gegnern des Abkommens vor, die Rolle der Banken als Kreditgeber der Schweizer Wirtschaft und als wichtiger Arbeitgeber zu gefährden.

Das ausgehandelte Abkommen sei die beste Lösung, biete allen Beteiligten mehr Vor- als Nachteile und sei daher fair und ausgewogen. Nachverhandlungen werde es nicht geben, bekräftigte Odier seine ablehnende Haltung an die deutsche Opposition.

Warten auf die USA

Auch im Steuerstreit mit den USA müsse eine Lösung gefunden werden. Die Schweiz sei den USA bei der Amtshilfe erheblich entgegengekommen, etwa durch möglich gemachte Gruppenanfragen je nach Verhaltenskriterien. Nun sei es an den USA zu zeigen, dass sie an einer einvernehmlichen Verhandlungslösung interessiert sei.

Odier bedauerte, dass einzelne Banken Mitarbeitenden-Daten an die USA liefern mussten. Diese Banken müssten nun ihre betroffenen Mitarbeitenden offen informieren über die gelieferten Daten sowie die möglichen Risiken und ihnen juristische Hilfe bieten.

Der Schweizer Finanzplatz wolle aber nicht nur an der Bereinigung der Vergangenheit arbeiten, sondern sich auch für die Zukunft rüsten. So sei die Ausgangslage bestens, um die wachsenden Vermögen aus aufstrebenden Ländern zu verwalten.

Die Vermögensverwaltung für Institutionelle soll durch die laufende Revision des Kollektivanlagengesetzes gestärkt werden. Und eine weitere Chance sieht Odier als Handelsplatz für den Renminbi, etwa für Anlagen in der chinesischen Währung in der Schweiz oder für Emissionen von Unternehmen in Renminbi.

(knob/sda)

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