Livia Leu Agosti ist zuversichtlich
Schweiz gut aufgestellt für Geschäfte mit Iran
publiziert: Montag, 18. Jan 2016 / 12:10 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Jan 2016 / 13:43 Uhr
Die Seco Leiterin ist von der Schweizerisch-iranischen Geschäftsbeziehung überzeugt.
Die Seco Leiterin ist von der Schweizerisch-iranischen Geschäftsbeziehung überzeugt.

Bern - Nun können mit dem Iran Geschäfte gemacht werden: Die frühere Schweizer Botschafterin in Teheran, Livia Leu Agosti, glaubt, dass die Schweiz dafür wirtschaftlich gut aufgestellt ist und mit der Konkurrenz mithalten kann. Dies sagte sie in einem Interview mit SRF News.

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Die studierte Juristin ist seit 2013 Leiterin der Bilateralen Wirtschaftsbeziehungen im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Seit 1991 ist sie in der Diplomatie tätig. Von 2009 bis 2013 war sie Schweizer Botschafterin in Teheran.

«Als ich in Teheran war, waren die Sanktionen noch im Aufbau», sagte Leu Agosti in dem am Montag gesendeten Interview von SRF News. «Aber wir haben immer daran geglaubt, die Schweiz und ich persönlich, dass sich dieser Konflikt lösen lassen wird.»

In den letzten Jahren sei das Wirtschaftsverhältnis stark getrübt und rückläufig gewesen. «Ich denke, vor allem in diesem Gebiet wird sich einiges verbessern können.»

Sie denke, grundsätzlich sei die Schweiz im Iran gut aufgestellt, sagte Leu Agosti. «Die Schweiz als Land wie auch die Qualität ihrer Produkte haben einen guten Ruf. Von daher haben wir eine gute Ausgangsposition.»

«Die Konkurrenz schläft nicht»

Aber natürlich müssten sich die Schweizer Unternehmen sputen, die Konkurrenz schlafe nicht. «Aber das wissen unsere Unternehmen. Sie waren aufgrund der Sanktionen vorsichtig. Das kann man ihnen nicht verübeln.»

Auf die Frage, welche Branchen zulegen könnten, sagte Leu Agosti, der Iran sei ein grosser Markt und die Möglichkeiten seien vielfältig. Sie denke, dass insbesondere der Infrastrukturausbau ein Thema sei: Transport, Schiene und Strasse.

Auch der Energiesektor werde sehr wichtig sein, wenn das iranische Öl ungehindert auf den Markt kommen könne. «Ich denke, hier können wir mit unserer Cleantech-Branche einhaken. Dafür gibt es einen Bedarf. Aber auch bei den Konsumgütern - Uhren sind sehr beliebt.»

(pep/sda)

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Nach dem Atomabkommen mit dem Iran müssten endlich auch die Atommächte ihr nukleares Arsenal verschrotten. Bekanntlich sind wir in den letzten sechzig Jahren mehrmals an einem die ganze Menschheit vernichtendem Atomkrieg vorbeischlittert. Die Gefahr eines Atomkrieges auf Grund eines Irrtums oder einer technischen Panne besteht auch heute, besteht solange es Atombomben gibt. Auch die Nationalbank, Banken und Pensionskassen der Schweiz sollten nicht mehr, wie es heute noch der Fall ist, Geld in Unternehmen investieren die an der Produktion von Atomwaffen beteiligt sind. Im Bundesgesetz über das Kriegsmaterial, Stand 1. Februar 2013, heisst es unter dem zweiten Kapitel «Verbotenes Kriegsmaterial» dass «Kernwaffen, biologische und chemische Waffen, Streumunition und Antipersonenminen» verboten sind».

(https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19960753/index.html)

Vier Schweizer Finanzinstitute investieren schätzungsweise 4,862 Milliarden US-Dollar sogar in Firmen die an der Produktion von nuklearen Waffen beteiligt sind, mit dem Segen von Bern.

http://www.dontbankonthebomb.com/switzerland/

Meine Pensionskasse, der SBB AG, investiert in solches „Verbotenes Kriegsmaterial“, wie die Kasse mir schrieb: «Die Politik hält auch fest, dass die erwartete Rendite des Anlageportfolios durch entsprechender Einschränkungen nicht geschmälert werden darf, da das finanzielle Ziel gute und nachhaltige Renditen zu erwirtschaften, vorgängig ist. » «Zur Zeit ist die Pensionskasse SBB in die von Ihnen genannten Firmen investiert.»
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