Rückgang um 21 Prozent
Schweiz exportiert 2015 weniger Kriegsmaterial
publiziert: Dienstag, 23. Feb 2016 / 14:43 Uhr
Die Exporte nach Europa machten 53,6 Prozent aller Ausfuhren aus. (Archivbild)
Die Exporte nach Europa machten 53,6 Prozent aller Ausfuhren aus. (Archivbild)

Bern - Die Schweiz hat im vergangenen Jahr weniger Kriegsmaterial exportiert als im Vorjahr. Schweizer Unternehmen lieferten für 446,6 Millionen Franken Kriegsmaterial in 71 Länder. Das entspricht einem Rückgang um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Gleichzeitig ist allerdings das Volumen neuer Bewilligungen um 35 Prozent auf 769 Millionen Franken gestiegen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Dienstag mitteilte. Insgesamt wurden dem SECO 2238 Ausfuhrgesuche unterbreitet. Anders als im Vorjahr wurden keine Gesuche abgelehnt.

Die fünf wichtigsten Empfängerstaaten im vergangenen Jahr waren Deutschland mit Lieferungen im Wert von 130,3 Millionen Franken, Indien (45,5), Indonesien (44,2), die USA (26,3) und Italien (24,4).

An sechster Stelle folgt Pakistan (20,8). Die Arabischen Emirate liegen auf dem zwölften Platz (8,1), Saudi-Arabien auf dem sechzehnten. Nach Saudi-Arabien haben Schweizer Unternehmen Rüstungsgüter im Wert von 5,8 Millionen Franken ausgeführt.

Zu den grossen Geschäften im vergangenen Jahr gehörten die Ausfuhr gepanzerter Radfahrzeuge nach Deutschland sowie die Lieferung von Feuerleitgeräten zu Fliegerabwehrsystemen nach Indien und von Fliegerabwehrsystemen und Ersatzteilen nach Indonesien.

Europa ist Hauptabnehmer

Die Exporte nach Europa machten 53,6 Prozent aller Ausfuhren aus. Im Vorjahr waren es noch über 60 Prozent gewesen. Nach Amerika gingen 10,4 Prozent der Lieferungen, nach Asien 32,3 Prozent, nach Afrika 3,7 Prozent und nach Australien 0,1 Prozent.

Laut einem am Vortag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri kommen rund ein Prozent der weltweiten Waffenexporte aus der Schweiz. Damit rangiert die Schweiz auf Platz 14 der grössten Waffenexporteure.

(arc/sda)

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Die Schweiz exportierte pro Kopf der Bevölkerung, gerechnet 2014 und auch 2015, nach den Zahlen des Stockholm International Peace Research Institute nach Israel weltweit am meisten Kriegsmaterial. - Israel 88,8 US Dollar pro Kopf der Bevölkerung, Schweiz 44.5 USD, Russland 38,1 USD, USA 32,7 USD, Frankreich 30,5 USD (Rüstungsexporte 2015 in US Dollar, pro Kopf der Bevölkerung. Zahlen SIPRI) Unser Land belieferte die Nato Staaten die Afghanistan, den Irak, Libyen und jetzt Syrien, mit den Russen, zusammenbomben und die Menschen in Richtung Europa flüchten lassen, woher die Bomben kommen. – Geschäft ist Geschäft und das Kriegsmaterialgesetz und die Kriegsmaterialverordnung scheinen für Bern wertlose Fetzen Papiere zu sein. – Legal oder illegal, ist mir doch egal…
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